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Die Wahrheit des Wortes

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Zufällig Krebs?

30. November 2010

Krebs wird immer mehr zu der Volkskrankheit überhaupt und dies sollte nun wirklich niemanden irritieren, denn wenn man sich realistisch mit dieser Welt auseinandersetzt, dürfte einem auch bald klar sein, woher solche traurigen Wachstumsraten kommen. In der letzten Woche gab es wieder ein aktuelles Beispiel aus Wolfenbüttel in Niedersachsen, wo die Krebsrate unverhältnismäßig hoch ist. Völlig zufällig und ebenso überraschend findet man in diesem Ort, der nicht einfach nur irgendein Ort in Deutschland ist, die ASSE II, einen Salzstock mit Massen an radioaktivstrahlendem Material. Natürlich versucht man so etwas gerne auf einen Zufall zu schieben oder nutzt andere Ausreden, um eine solche Katastrophe, wie sie sich hier im Moment abspielt, zu schönen aber am Ende des Tages zählen Indizien und die sind, gerade in diesem Fall in Niedersachsen, einfach nur erschreckend und zeigen der Menschheit zu gleich, wo sie ihr Weg hinführt. Jeder der dachte es würde all den wahnsinnigen Luxus und die Komfortabilität in der wir in den heutigen Zeiten leben, umsonst geben, wird an solchen Punkten ganz knallhart zurück in die Realität geschleudert.

Schön warm
Die Menschheit hat sich immer wieder auf Entwicklungen eingelassen und lässt sich auch noch immer auf sie ein, deren letzte Konsequenz sie noch gar nicht überblicken kann. Dies beschleunigt den Schritt zwischen Entwicklung und Nutzen natürlich ungemein. Der Nachteil ist nur, dass die Konsequenzen schnell unkalkulierbar werden können. Würde man diesen Kreislauf nun durchbrechen wollen, müsste man quasi die Welt anhalten. Die ASSE II ist da nur ein Beispiel, welches allein schon Milliarden kosten wird, denn man wird sie nun Stück für Stück entleeren und dies ohne genau zu wissen, was einen dort erwartet. Nun kann man natürlich spekulieren, wie es zum Beispiel in 100 oder 200 Jahren in Gorleben aussehen wird. Wenn man solch realistische Maßstäbe zu Grunde legt, wird einem bald klar, woher all der Zorn und die Wut im Wendland kommt, denn hier wird schlicht und ergreifend mit Menschenleben gespielt und das im Namen des Fortschritts. Jeder von uns muss sich am Ende des Tages entscheiden, was er will? Fortschritt vom Laptop bis zum Smartphone oder ein bisschen mehr Lebensqualität, beides gemeinsam wird sich auf Dauer nicht umsetzen lassen.

Man muss in der heutigen Zeit nicht mehr in den Wald gehen und Holz holen damit es am Abend schön warm ist, während man am Tisch sitzt und sich nett unterhält. Heute dreht man die Heizung voll auf, während man am Laptop sitzt, chattet und nebenbei einen Spielfilm auf dem großen Flachbildschirm schaut. Dieser Lebensstil kostet natürlich richtig viel Geld, eine Ersparnis ist da natürlich zum Beispiel Atomstrom. Die Folgen eines solchen Lebensstils sieht man nun zum Beispiel auch in Wolfenbüttel. An dieser Stelle setzt jetzt bei vielen ein Reflex ein und zwar der mit den grünen Innovationen von Bionahrung bis Windkraft und genau hier merkt man den massiven Fehler im Denken. Man rechtfertigt schon wieder seinen Lebensstil und beteiligt sich so weiter am Spiel des totalen Konsumterror. Auch das, was wir in diesen Tagen für die genialste Idee halten, wird in vielen Fällen auch wieder negative Seiten haben aber das wird man erst wieder begreifen, wenn es zu spät ist. Natürlich wird bei alldem auch ein gewisser Bereich sein, der die Welt wirklich nach vorne bringt und schont aber dieser wird verschwindend gering sein.

Das wertlose Leben
Natürlich ist es hart zu akzeptieren, dass der heutige Lebensstil oftmals einen sehr hohen Preis hat und zwar den, schwerer gesundheitlicher Schädigungen bis hin zum frühen Tod aber so ist es nun einmal. Hier greift der nächste Reflex, der besagt, dass die Gesellschaft immer älter wird, auch dies ist richtig und man muss der Medizin für diesen Fortschritt danken aber auch gleich die Frage nach der Lebensqualität stellen. Hier wird es nun gerade auch ethisch und moralisch sehr kompliziert, denn es stellt sich die Frage nach der Würde. Man meint in dieser Zeit oftmals, dass es nur noch um ein rein medizinisch mögliches Leben geht, ob dies noch lebenswert ist, scheint oftmals zweitrangig zu sein. Nicht umsonst kollabiert im Moment die Pflegeversicherung, denn die Menschen werden zwar immer älter aber auch immer pflegebedürftiger und dies ist genauso wenig ein Zufall, wie der Krebs es ist. Denn gerade auch der Bereich Pflege ist ein komplett eigener Markt geworden und jeder Tag mehr Leben, unabhängig von der Qualität, spült Geld in die Kassen und sorgt für höhere Gewinne, auf welchem Wege diese auch immer generiert werden. Man sieht wie sehr ein Leben an sich an Wert verloren hat, es ist oftmals nichts anderes mehr, als eine mathematische Größe zur Gewinnmaximierung.

Das Problem an erhöhter Krebsbelastung ist natürlich nicht nur auf Wolfenbüttel beschränkt, auch im Umfeld manch störanfälligem Atomkraftwerks in Deutschland sieht es ähnlich aus und auch hier versucht man gerne den Faktor Zufall mit ins Spiel zu bringen. Wir reden bislang auch nur, wobei dies eigentlich schon mehr als genug sein sollte, über den Bereich Krebs. Themen, wie zum Beispiel sich immer mehr ausbreitende allergische Erkrankungen sind noch gar nicht ins Feld geführt worden. Dies gilt auch für den stetig wachsenden Bereich schwerster psychosomatischer Erkrankungen, Rückenleiden und Fettleibigkeit. So zynisch und kalt es klingen mag, es wäre, wie gesagt, ein Fehler zu denken, dass das heutige Leben, welches man im Regelfall lebt, nicht auch seinen Preis hätte. Nun meinen viele Menschen, dass es einen selber nicht trifft, denn nur der Nachbar bekommt Krebs und man selbst nutzt Biostrom und ist davor geschützt. So einfach ist es aber nicht. Denn einmal in der Woche im Biomarkt um die Ecke einkaufen zu gehen, mag zwar das Gewissen erleichtern aber einen nicht zwingend aus der großen Mühle des Wahns in der wir leben, herausholen. Man muss sich überlegen, wie man in Zukunft mit diesen Fakten umgeht, denn die Zahl der Betroffenen wird immer größer und die Folgen werden für jeden einzelnen nicht besser.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Technik · Umwelt · Wirtschaft

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