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Die Wahrheit des Wortes

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Zitat der Woche 48

28. November 2008

Es war eine Woche, die schon alleine aus politischer, wie auch aus wirtschaftlicher Sicht gesehen ziemlich dramatisch war. Die Weltwirtschaftskrise, die noch immer von der Politik, der Wirtschaft aber auch von weiten Teilen der Medien verleugnet wird, zieht immer weitere Kreise. Wie erschütternd da der Austritt von Wolfgang Clement aus der SPD für die Partei noch sein wird, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Aber das wohl dramatischste an dieser Woche war der Angriff islamistischer Terroristen auf die beiden Hotels in Bombay. 14 Millionen Menschen leben dort, man kann sich noch nicht wirklich ausmalen, welche Folgen ein Terroranschlag mit über hundert Toten und hunderten von Verletzten für eine solche Metropole haben wird. Dieses Attentat zeigte auch ein Mal mehr, dass Religion nicht immer etwas Gutes sein muss und wenn man dem heutigen Zitat Glauben schenken mag, wird die allgemeine wirtschaftliche Lage auch große Auswirkungen in religiöser Hinsicht haben.

`Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine wenn`s ihm gut geht und eine, wenn`s ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion. `

Kurt Tucholsky (Deutscher Schriftsteller 1890-1935)

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Kategorie: Medien · Politik · Wirtschaft · Zitate der Woche 2008

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Angelika M. Wohofsky // 28. Nov 2008 at 16:42

    Guter alter Tucholsky! Wie wahr – und das sollte uns zu denken geben. Doch in Anbetracht der Unwissenheit vieler hätten wir schon längst erkennen müssen, dass es Amerika schlecht geht. Sonst hätten die in den letzten 15 Jahren nicht so sehr auf Religion und Kirche gesetzt. Schaut euch doch mal die TV-Serien seit Mitte der 90er an. Da spielen religiöse Inhalte immer mehr ein Rolle – unbewusst im Hintergrund, wenn die Töchter der TV-Familie nicht alleine ausgehen dürfen und den ersten Sex erst mit ihrem Ehemann wollen. Und das auch noch laut propagieren!
    Wir in Europa sind da ähnlich. Auch bei uns wird Religion zunehmend zum Thema, insbesondere der Islam. Und je schlechter es uns gehen wird, umso mehr wird der Islam dran Schuld sein. Erkennt Ihr, dass wir diese Zeiten schon mal hatten? Die Religion, welche damals den Sündenbock stellte, fängt mit “J” an …

    Aber kritisches Hinterfragen von Informationen ist seit gut 15 Jahren nicht mehr üblich. Erkennbar ist dieser Umstand indirekt an der Pisa-Studie. Wenn Menschen nicht mehr sinnzusammenhängend lesen können, darf man nicht erwarten, dass sie verstehen, was man ihnen erzählt. Da wird dann nur noch selektiv erfasst, was zu fatalen Missinterpretationen des eigenen Weltbildes führt. Der Boden für Fundamentalismus und Radikalismus wird damit bereitet. Aber sowas wollen ja viele nicht hören, weil es unangenehm ist und man dadurch sich selbst hinterfragen muss.

    Übrigens, je höher die Bildung, umso schlechter steht es mit der Selbstreflektion. Weil man ja was gelernt hat. Paradox ist das Ganze allemal.

    AMW

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