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Die Wahrheit des Wortes

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Wird das zweite Jahrzehnt nach 911 noch blutiger?

13. September 2011

Am Wochenende trauerten die USA um die Opfer von 911. Es war der zehnte Jahrestag dieser schrecklichen, bis zum heutigen Tage nicht in Ansatz geklärten Anschläge. Dies bedeutet, es geht nun in das zweite Jahrzehnt nach 911. War das erste Jahrzehnt schon von Gewalt, Hass und wirtschaftlichen Abstürzen geprägt, sollte man nun natürlich auch einen Ausblick riskieren, wie es wohl in den folgenden zehn Jahren dieser neuen Zeitrechnung weitergehen wird. Im letzten Jahrzehnt, was so sehr vom Terror geprägt war, bekamen die USA einen neuen Präsidenten, einen Hoffnungsträger, gar einen Messias, wie manch einer meinte. All die Hoffnungen wurden auch bestätigt, glaubt man der großen PR-Maschine. So erhielt er auch gleich den Friedensnobelpreis aber abgesehen von solchen Auszeichnungen, tat sich in der Realität wenig und die Unterschiede zu seinem Amtsvorgänger George W. Bush verschwimmen täglich mehr. Gewalt ist auch aktuell noch ein großes Thema, von der Ermordung Osama bin Ladens in Pakistan bis zum Krieg in Libyen, mit dem scheinbar vor allem der Westen versucht seine dortigen Interessen zu untermauern. Wenn man über Obama und die Wirtschaft spricht, fällt einem vor allem der Begriff Staatsbankrott ein, der zeigt, dass er auch hier völlig versagt hat und mit seinem Versagen zum Teil auch gleich die gesamte westliche Welt mit den Abgrund gerissen hat. Wobei dies auch nur bedingt stimmt, denn gerade auch in Europa, wurden und werden massive eigene Fehler gemacht.

Das Jahrzehnt in dem die EU untergeht?
Nun fragt man sich, was man in Europa oder auch in Deutschland selbst mit alldem zu tun hat und stellt sehr schnell fest, dass es eine ganze Menge ist. Nicht nur, dass man in Deutschland auch dem Märchen folgte, die Sicherheit dieses Landes würde am Hindukusch verteidigt, bleibt auch in vielen anderen Punkten dieser Weg des bedingungslosen Folgens der USA. So haben deutsche Politiker, und dies gilt über die Parteigrenzen hinweg, sich auf das böse Spiel des globalisierten Raubtierkapitalismus eingelassen und hängen somit quasi am Fliegenfänger der USA. In Deutschland erkennt man es sehr schön daran, dass zum Beispiel der DAX oft genug nichts anderes mehr ist, als eine Kopie des Dow Jones. Eigene Daten aus Deutschland spielen da im Verhältnis eher seltener eine Rolle. Nun ist Deutschland natürlich viel kleiner, als die USA und um sich besser durchsetzen zu können, schuf man auch in Europa einen vermeintlich starken Staatenbund, die Europäische Union (EU). Dieses große Gegengewicht hat nur leider nichts gebracht, da man sich in der Gesamtheit dem Kurs der USA angeschlossen hat und so zeigt sich nun auch täglich in Europa, was all dies für die Menschen bedeutet. Da sollte man natürlich, dass immer größer werdende Maß an Überwachung unbedingt erwähnen, wie aber auch eine gewisse Aggression die klar erkennbar ist, schaut man sich zum Beispiel den humanitären Einsatz der Europäer in Libyen an, der vor allem im Abwurf von Bomben durchgeführt wurde. Ganz der Weg den die USA auch schon im Irak und in Afghanistan gegangen sind und eben zum Teil auch noch immer gehen. Außerdem spaltet natürlich auch hier die Armut immer mehr die Gesellschaft.

Zum Teil mutet es so an, als sei ganz Europa nur noch von den USA gelenkt. Vielleicht bietet irgendwann einmal ein US-Präsident an, dass sich die EU einfach ganz den USA anschließt, überraschen würde wohl auch dies kaum noch einen. Man fragt sich nur schon auf der Ebene der EU, warum es so viele Politiker in Deutschland gibt, die teuer bezahlt werden, damit am Ende des Tages doch wieder die Politik der EU maßgeblich ist. Das Gefühl der Fremdbestimmung breitet sich immer mehr aus und dies ist nur ein gravierendes Problem. Denn auch wirtschaftlich steht man natürlich genauso da, wie die USA, wenn auch, wie es so oft der Fall ist, zeitversetzt. Nun gilt der Euro, die Gemeinschaftswährung für die unter anderem auch die DM geopfert wurde, als so etwas wie ein Messinstrument für die Stärke der Union und an diesem kann man immer deutlicher ablesen, wie gescheitert eben auch die EU ist und viele machen genau dieses Scheitern mittlerweile auch direkt am Scheitern des Euros fest. Man mag meinen, dass der Untergang des Euros und damit natürlich auch der Untergang der EU nur noch eine Frage der Zeit ist. Man sollte aber wohl davon ausgehen, dass die Union auch noch das zweite Jahrzehnt nach 911 mit irgendwelchen Tricksereien übersteht. Eine Ausnahme gibt es allerdings, nur möchte man sich diese kaum vorstellen, denn durch einen Krieg in Europa, könnte sich all dies doch noch wesentlich schneller erledigen und wie schnell Kriege entstehen, konnte man in den letzten zehn Jahren leider auch oft genug erkennen, wie man auch die Kriegstreiber klar erkennen konnte.

Gibt es eine friedliche Lösung?
Aber nicht nur ein erneuter Krieg in Europa macht den Menschen Angst, es ist auch der tägliche Wirtschaftswahn, der immer mehr Menschen so massive Schwierigkeiten beschert. Außerdem nimmt die Akzeptanz in die Politik rasant ab, was nicht nur miserable Wahlbeteiligungen in Deutschland zeigen, sondern auch, dass den Politikern einfach nicht mehr getraut wird, was natürlich auch nicht überraschend ist, wird einem zum Beispiel in Deutschland immer wieder erzählt, wie ein Aufschwung mit vielen Vorteilen den nächsten jagt. Da war der Mauerfall und der dadurch folgende große Aufschwung in Deutschland, als wiedervereinigtes Land. Vor allem schuf man Fakten, wie den Solidaritätszuschlag, also Mehrbelastungen, statt Vorteile für die breite Masse. Dann wurde die DM abgeschafft und durch eine angeblich nur Vorteile bringende Gemeinschaftswährung ersetzt. Die Folge waren Preiserhöhungen, die man zum Teil bis zum heutigen Tag verleugnet und nun ist auch noch der Punkt gekommen, wo besagten Politikern auffällt, dass man bei der Auswahl der Mitgliedsländer wohl Fehler gemacht hat, die nun durch immer neue Rettungsschirme aufgefangen werden sollen. Man braucht kaum noch erwähnen, wer auch hier wieder die Zeche zahlen wird. Geld für Bildung und Kultur ist immer weniger da, Schwimmbäder und Büchereien müssen geschlossen werden, die Armut steigt und trotzdem wird weiter gebetsmühlenartig verkündet, wie großartig der Aufschwung sei von dem alle profitieren würden. Da darf man sich nicht wundern, wenn Vertrauen mehr als Mangelware ist.

Genau hier liegt auch die einzige Chance all den bisher angerichteten Schaden halbwegs friedlich wieder zu reparieren. Es muss mehr Ehrlichkeit geben und vor allem müssen nun endlich die zur Kasse gebeten werden, die all das Kapital in den letzten Jahren verschoben haben und zwar auf ihre Seite. So etwas nennt sich ganz einfach Gerechtigkeit und ohne diese wird es auch in Europa nicht auf Dauer friedlich bleiben, davon muss man leider ausgehen. Szenen, wie noch zuletzt in England, sollten da als ein klarer und unmissverständlicher Warnschuss verstanden werden und Menschen, wie der britische Premierminister David Cameron, die meinen die Gesellschaft verantwortlich machen zu müssen und nicht die, die tatsächlich für die dortige Schieflage gesorgt haben, gehören aus dem Amt gejagt. Da allerdings viele Politiker der heutigen Zeit, gerade auch in Berlin, scheinbar nur noch als Volksvertreter getarnte Wirtschaftsvertreter sind, haben sie einen wirklich guten Rückhalt in den Medien und hier vor allem in den etablierten Massenmedien, da diese sich mittlerweile scheinbar auch in eine völlig Abhängigkeit gegenüber der Wirtschaft begeben haben. Man sieht sehr deutlich, wie massiv der Kreis ist, der hier durchbrochen werden muss. Geschieht allerdings genau dies nicht bald und Egoismus sollte das Leitmotiv überhaupt bleiben, wird die Frustration der Massen das Fass irgendwann zum überlaufen bringen und es keine friedliche Möglichkeit mehr geben. Sollte dies passieren, muss man wohl annehmen, dass dieses zweite Jahrzehnt nach 911 noch blutiger wird, gerade auch für Europa und damit auch für Deutschland.


Kategorie: Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft

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