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Die Wahrheit des Wortes

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Winterliches Wunderland

8. Dezember 2010

Gerade erst ist Nikolaus  vorbei und schon ist es eiskalt in Deutschland und dies ist sowohl auf das Wetter, wie auch auf die Fakten des Sozialstaates und das allgemeine gesellschaftliche Klima zu beziehen. Der ein oder andere wird nun anmerken, dass es seitdem Wochenende natürlich wärmer geworden ist, dies ist soweit auch richtig aber man muss auch sehen, dass es für Ende November bzw. Anfang Dezember schon sehr kalt war und wir sprechen von einem wirklich warmen Jahr, wenn man es auf die Welt bezieht und gleich jeder Statistik Glauben schenken mag. Fakt ist, um noch ein wenig beim Wetter zu bleiben, dass die letzten zwölf Monate eher bescheiden waren, sofern man kein Fan von Tiefkühlfächern und Dauerregen ist. Auch was die Wetterfrösche so versprachen, entsprach dem scheinbar normalen Niveau solcher Prognosen und lag oft daneben. Nun schaut man gebannt auf den gerade begonnenen Winter und schon wird wieder darüber philosophiert, ob es wohl eine weiße Weihnacht geben wird.

Nichts besseres zu tun?
Man fragt sich natürlich, ob man in Deutschland in diesen Tagen nichts besseres zu tun hat, als über das Wetter zu diskutieren, immerhin kann man sagen, dass die Schlichtung im Kontext zu Stuttgart 21 durch den ehemaligen Generalsekretär Heiner Geißler (CDU) gerade gescheitert ist, der vermeintliche Aufschwung nur bei den wenigsten in der Gesellschaft ankommt und der große Terrorverdacht der letzten Wochen weder eintrat, noch irgendwelche ermittlungstaktischen Highlights auf diesem Gebiet präsentiert wurden. Natürlich redet man in diesen Tagen ausführlich über das Klima, schließlich trafen sich die vermeintlichen Eliten und Experten gerade erst im mexikanische Cancún, um mal wieder zu beschleißen, dass etwas beschlossen werden muss und natürlich, dass uns das Klima alle betrifft, was natürlich richtig ist. Aber auch hier nimmt sich die Menschheit wohl einmal mehr etwas zu wichtig, denn Klimawandel ist nichts wirklich Neues und er hat auch schon vor ewigen Zeiten massenhaft Leben ausgerottet, nur geht es diesmal um Menschen und da ist die Bewertung natürlich plötzlich eine ganz andere. Aber ist das schon alles?

Die Menschen vergessen sehr häufig, dass die Erde auch problemlos ohne diese kriegerischen und vernichtenden Lebewesen auskommt, auf der anderen Seite sieht es da schon ganz anders aus. Dies könnte eine Klimadiskussion sein, die sich einmal lohnen würde, wenn nicht so vieles auf Spekulationen basieren würde, die vor allem von ganz anderen großen Problemen ablenken würden und davon gibt es auf der Erde ausreichend und viele von denen könnte man auch durchaus in einen Kontext zum Klima setzen, wenn man es denn wollte. Da ist zum Beispiel Stuttgart 21, dieses Mammutprojekt, welches unendlich viel Energie verbraucht und für noch mehr Mobilität und Globalisierung sorgen wird, was unterm Strich noch mehr Emissionen bedeutet. Ganz nebenbei holzt man dann auch noch direkt nebenan im Schlosspark die Bäume ab, was in diesem Zusammenhang auch als eher kontraproduktiv eingestuft werden darf. Da die hier geschilderte Probleme aber erst in Zukunft auftretenden werden und dann im Ganzen zu beurteilen sind, sieht man scheinbar über vieles hinweg und möchte es gerade auch im Bereich der etablierten Massenmedien nicht wirkliche kommunizieren.

Muss die Welt sich verändern?
Diese schlicht Frage ist ganz schnell und klar beantwortet. Nein! Es ist viel mehr so, dass sich die Menschheit verändern muss. Denn egal, ob es einen Klimawandel gibt der von Menschenhand gemacht ist oder auch nicht, es bleiben noch ganz andere Problem mit denen der Mensch der Erde schadet aber vor allem natürlich auch sich selbst. Man kann Beispiele, wie die Verseuchung durch die ASSE II, genauso ins Feld führen, wie auch die Überlastung der Weltmeere mit Plastikmüll. All dies belastet diesen wunderschönen Planeten aber man darf davon ausgehen, dass er irgendwie damit fertig wird, die Menschheit sollte sich da allerdings nicht so sicher sein. Es spricht nicht gerade für ein hohes Maß an Intelligenz, sich seinen eigenen Lebensraum so zu zerstören, nur um noch mehr Profit zu schaffen und den Luxus einiger, weniger Menschen immer weiter anwachsen zu lassen. Aber gerade in der heutigen Zeit, wo sich Gier und Egoismus als Attribute des total globalisierten Raubtierkapitalismus immer mehr ausbreiten, scheint ein Weg auf ein halbwegs normales Niveau, kaum möglich zu sein. Dabei ist es gar nicht so schwer und man muss auch nicht wirklich gleich in die Steinzeit zurückkehren, um eine Verbesserung herbeizuführen.

Es ist natürlich schwer vermittelbar, warum der Durchschnittsbürger weniger Fleisch essen sollte und seine Mobilitätsgewohnheiten verändern sollte, während sich die vermeintlichen Eliten und Experten nicht in der Lage fühlen zum Beispiel einen Weltklimagipfel per Videokonferenz stattfinden zu lassen und allein so schon ein großes Zeichen setzen würden. Natürlich gibt es unzählige Gründe, die dies angeblich unmöglich machen aber die gibt es auch, wenn es darum geht auf Fleisch zu verzichten. Warum sollte man sich als Bürger bei diesem nasskalten Wetter auf ein Fahrrad setzen und zur Arbeit fahren, während die Schwerindustrie auch weiterhin kaum Einschränkungen in einem angemessenen Rahmen zu befürchten hat? Es sind diese Fragen, die eine Umkehr erst einmal unmöglich machen und dies könnte noch zu einer wirklichen Schicksalsfrage für die Menschheit werden. Übrigens spielt Barack Obama auch hier eine große Rolle, denn man schimpft in solchen Kontexten natürlich vor allem auch gerne über die Chinesen, wobei sich die USA auch nicht wirklich besser verhalten. Es zeigt sich, es gibt viel zu tun und nicht nur den Schnee wegzuräumen.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Medien · Politik · Umwelt · Wirtschaft

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