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Die Wahrheit des Wortes

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Wie aus der Erderwärmung eine Eiszeit wurde

15. September 2010

Es gibt wohl nur wenige Menschen in Deutschland, die wiedersprechen würden, wenn hier behauptet wird, dass es ein bescheidener Sommer war und das ist noch sehr nett formuliert. Wie der Winter war, ist da schon schwerer zu beurteilen, denn Menschen die Kälte und Schnee lieben und so etwas gehört nun einmal zum Winter, werden sich gefreut haben, alle anderen hatten eine lange, harte Kälteperiode mit sehr viel Schnee zu ertragen. Nimmt man beides zusammen, kann man nicht wirklich sagen, dass man in Deutschland die Erderwärmung massiv spüren würde, es scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein. Nun haben all die vermeintlichen Experten natürlich immer die richtige Antwort parat und dies ist schon erstaunlich, denn nun, nach diesem Sommer, kommen sie mit Erklärungen daher, die verdeutlichen sollen, warum die Erderwärmung hier zu kälterem und unbeständigeren Wetter führt. Alles in allem, kann man scheinbar nur sagen, egal ob in Deutschland Palmen wachsen oder die Eiszeit hereinbricht, es ist immer der vom Menschen verursachte Klimawandel.

Wissenschaft belegt alles
Nicht erst seit den zum Teil skurril anmutenden Thesen eines Thilo Sarrazins (SPD) weiß man, dass man wissenschaftlich fast alles belegen kann. Fast noch spannender als in diesem Fall, ist es beim Wetter. Man erinnert sich noch an den ein oder anderen heißen Sommer in dem spätestens nach vier Wochen Hitze die so genannten Wetterexperten auftauchten und einem erklärten, dass dies die Erderwärmung in Folge des Klimawandels sei und man schon damit rechnen müsste, dass es auch in Deutschland immer wärmer werden würde und auch die Winter immer milder würden. Es wurden auch gleich die wirtschaftlichen Effekte aufgezählt, so würde es natürlich schwieriger für das ein oder andere Skigebiet aber allgemein natürlich gerade für den Sommertourismus besser. Man war erschüttert, was der Klimawandel alles so aus Deutschland macht und interessierte sich doch viel mehr für alternative Formen der Energiegewinnung. Einem Markt, der übrigens in den letzten Jahren doch sehr boomte und mit dem man gutes Geld verdienen konnte.

Nun entwickelte es sich aber etwas anders, als von den vermeintlichen Experten prognostiziert und es war eher so, dass die Sommer kälter, feuchter und von Unwettern geprägt wurden, während gerade auch der letzte Winter, übertrieben gesprochen, dafür sorgte, dass die viertgrößte Stadt Deutschlands, Köln, wo auch unsere Redaktion sitzt, zum Skigebiet wurde. An einem solchen Punkt kann man schon mal Zweifel an manch Wetterfrosch bekommen. Nun all den Menschen, die sich zum Teil auch finanziell auf solche Thesen eingelassen hatten und in die eben genannten Boommärkte investiert hatten, zu sagen, dass man sich vertan hat und es keine Erderwärmung in dieser Form geben würde, wäre einfach nur geschäftsschädigend für eine ganze Branche. Also, neue Experten und neue Szenarien. Ab sofort führt der Klimawandel eher zu kälterem und unbeständigeren Wetter im Sommer und die Winter werden tendenziell eher kälter und härter. Schon wieder hat man Fakten geschaffen, die doch eindeutig zeigen, warum man jetzt im grünen Energiesektor einen Fuß in die Tür stellen sollte. Eigentlich sollte jedem klar sein, um was es hier wirklich geht.

Der nächste heiße Sommer kommt bestimmt
Es soll hier gar nicht grundlegend bezweifelt werden, dass der globale Klimawandel durchaus auch in gewissen Regionen dieser Welt, wie zum Beispiel in Deutschland, zu einer Abkühlung und mehr Unbeständigkeit führen könnte. Es ist nur außerordentlich erstaunlich, dass vermeintliche Wetterexperten, egal wie sich das Wetter tatsächlich entwickelt, immer die gleiche Antwort haben und zwar den Klimawandel. Man muss doch sagen, dass wenn man Vorhersagen für die nächsten 20 oder gar 50 oder mehr Jahre trifft und die sich plötzlich ins genaue Gegenteil verändern, wohl ein Teil der Wissenschaftler ganz einfach daneben lag und wohl aus menschlicher Sicht völlig umsonst Panik auslöste, aus wirtschaftlicher Sicht dürfte die Panik eher hilfreich gewesen sein. Nun darf man mit Spannung abwarten, was man von der verantwortlichen Expertenschar hören wird, wenn der nächste milde Winter kommt und der nächste heiße Sommer kommt auch mit Sicherheit irgendwann einmal wieder.

Bei solchen Entwicklungen von Kompetenz zu sprechen, die man all diesen vermeintlichen Experten natürlich gerne zusprechen würde, fällt natürlich sehr schwer. Natürlich sagen die Experten eindeutig voraus, dass sich das Klima verändern wird, daran hat aber auch niemand gezweifelt und man muss für diese Erkenntnis auch kein Experte sein. Die alles entscheidende Frage ist, warum dem so ist und ob die Gründe tatsächlich beim menschlichen Fehlverhalten zu suchen sind oder ob es einfach ein Naturphänomen ist. Egal wie man es dreht und wendet, es war sehr kalt da draußen und dies gilt natürlich nicht nur für den letzten Winter, sondern auch für den Hochsommer und den beginnenden Frühherbst. Alles in allem darf man gespannt sein, wie viele Menschen auf all das noch reinfallen, denn es gibt in Deutschland auch immer mehr Menschen, denen klar wird was man von all den vermeintlichen Experten, die einem überall in dieser mediengelenkten Welt begegnen, zu halten hat. Man scheint im Bereich des Wetters wirklich immer auf alle möglichen Szenarien zu setzen und damit immer richtig zu liegen und dies ist natürlich sehr förderlich für, auch häufig lobbyistischen gesteuerte, Forschungsgelder.

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Kategorie: Gesellschaft · Medien · Umwelt · Wirtschaft

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