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Die Wahrheit des Wortes

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Wer brachte Olof Palme um?

10. März 2011

Es war in der letzten Woche genau ein viertel Jahrhundert her, da wurde der schwedische Ministerpräsident, der Sozialdemokrat Sven Olof Joachim Palme in Stockholm erschossen und dieser Mord ist bis zum heutigen Tage nicht aufgeklärt. Ein kriminalistisches Phänomen, welches in der Weltpolitik doch recht häufig auftritt. Der am 30. Januar 1927 in Stockholm geboren Politiker war sehr beliebt, hatte sich aber durch seine politische Arbeit auch weltweit Feinde geschaffen. Am Abend des 28. Februars 1986 war er mit seine Frau Lisbet ohne Polizeischutz im Kino und wurde danach aus nächster Nähe angeschossen und starb noch am gleichen Abend im Krankenhaus. Was sich in der Folgezeit, letztendlich bis in die Gegenwart, in diesem Kriminalfall abspielte, folgt einem sich an gewissen Stellen von John F. Kennedy bis Uwe Barschel immer gleichenden Muster und man muss sich fragen, warum dem so ist. Man kann all dies natürlich auch in das große Paket weltpolitischer Zufälle packen aber dies wäre wohl zu einfach. Denn es ist sehr spannend, dass all diese Opfer, politisch größte Schwierigkeiten auf der weltpolitischen Bühne ausgelöst haben oder dieses hätten tun können.

Die Rolle der Geheimdienste
Gerade in angesehenen Demokratien scheint es ein grundlegendes Problem zu geben. Es gibt Fakten im wirtschaftlichen aber natürlich auch vor allem im politischen Bereich auf die man keine demokratisch, freiheitlich passende Antwort zu haben scheint. Würde man die Probleme einfach lösen, hätte man ein massives Problem mit geltendem Recht, würde man sie ungelöst lassen, würden allerdings viele Probleme auch noch an anderer Stelle auftreten und hier kommen Geheimdienste ins Spiel. Diese staatlichen Organe, die nur zum Teil  von der Politik und schon gar nicht von der Öffentlichkeit überwacht werden können, dürfen und sollen, haben ganz andere Möglichkeiten, als zum Beispiel klassische Polizei-oder Armeeeinheiten. Teilweise, gerade auch im Bereich internationaler Netzwerke, ist es auch kaum noch zu durchblicken, wer nun tatsächlich auf welcher Seite steht und wessen Interessen hier vertreten werden. In weiten Teilen, gerade auch der westlichen Welt hat man eine gute Methode über die Jahrzehnte entwickelt Fragen und Theorien in diesem Bereich im Kern zu ersticken, man nennt sie einfach Verschwörungstheorien, was immer ein bisschen etwas Unglaubwürdiges und Wirres hat. Erstaunlicherweise kann man die Frage dieser Menschen meistens auf sachlicher Basis nicht beantworten, was nicht gerade für die Gefragten spricht.

Man überlege sich ein Uwe Barschel oder auch ein Olof Palme hätte tatsächlich deutschen bzw. schwedischen Interessen nachhaltig geschadet, was hätte man tun wollen, was mit den Gesetzen der jeweiligen Länder zu vereinbaren gewesen wäre, um diese Herren zum Schweigen zu bringen? Die Mittel sind mehr als begrenzt. Nun kann man solche Menschen in einer freiheitlichen Demokratie natürlich auch nicht einfach töten, also kommen wir der Antwort auf die Frage, wer hinter so etwas stecken könnte schon ein erhebliches Stück näher. Um Morde mit so vielen Spuren, so lange Jahre nicht aufgeklärt zu wissen, braucht man vor allem Macht und Einfluss und dies in einer kaum zu messenden Menge und wer hat davon mehr als die Politik und die Wirtschaft? Nun wird dies vielen Menschen sehr abstrakt vorkommen, was natürlich in solchen Fällen auch durchaus gewollt ist, von  daher nehmen wir einfacher strukturierte und nicht so lange zurückliegende Fälle. Eine ganz Reihe spielen sich aktuell im Norden Afrikas ab und es muss nicht immer der Bundesnachrichtendienst sein, denn es gibt natürlich noch viele weitere Einheiten im Bereich des Nachrichtendienstes oder auch in ganz anderen Bereichen, die aber auch nachrichtendienstlichen Aufgaben nachgehen können.

Der BND in Nordafrika
Als die Unruhen im Norden Afrikas ausbrachen und hier muss man anmerken, dass dessen tatsächliche und glaubwürdige Initialzündung bis zum heutigen Tage ein Geheimnis zu sein scheint, war auch wieder die Rede von westlichen Personen die festgesetzt wurden und unter anderem auch Schusswaffen bei sich trugen, was nun nicht gerade für den durchschnittlichen Pauschalreisenden spricht. Was aber auch noch lange nicht für Mitarbeiter irgendwelcher Geheimdienste sprechen muss, es könnten zum Beispiel auch ganz gewöhnliche Kriminelle gewesen sein. Wären sie zum Beispiel vom Bundesnachrichtendienst (BND) gewesen, würde dies, wenn überhaupt, so oder so erst in Jahren bekannt werden, wenn der Gesamtkontext schon längst in Vergessenheit geraten ist. Glaubt man den Aussagen eines Jürgen Trittins (Grüne) ist der BND aber gerade auch in Libyen schon seit längerer Zeit sehr aktiv und da fragt man sich natürlich, was der deutsche Geheimdienst eigentlich in Nordafrika möchte und eine Antwort ist natürlich, dass er dort, auf eine ganz spezielle Art, deutsche Interessen vertritt und hier schließt sich der Kreis wieder, denn ein großes Interesse, natürlich auch in dieser Region, dürfte ganz klar im Bereich der Wirtschaft liegen und hier stellt sich wieder die Frage, was sind eigentlich deutsche Interessen?

Ein deutsches Interesse war es zum Beispiel, auch in einer Geheimaktion, deutsche Staatsbürger aus Libyen zu befreien damit sie in Sicherheit sind. Diese Geheimaktion, die direkt aus dem Auswärtigen Amt koordiniert wurde, war aber schon kurz nach ihrem Abschluss kein Geheimnis mehr, schließlich geht es hier auch um einen Grund den jeder verstehen dürfte. Geht es nun aber irgendwo auf dieser Welt und dies gilt natürlich auch für Libyen und letztendlich ganz Nordafrika, um die Vertretung wirtschaftlicher Interessen, dürfte sich zum einen die Zustimmung in der Bevölkerung nur schwer zu sichern sein und zum anderen, wäre so etwas auch politisch so gut wie gar nicht zu erklären. Man sieht schon an diesen Beispielen, in welche Richtung man auch immer einmal denken sollte. Täter bzw. Hintermänner auf einer solchen Ebene zu vermuten, ist wohl naheliegender, als die Behauptungen von drogenabhängigen, politisch nicht motivierten Tätern, wie man es im Fall Olof Palme eine ganze Zeit lang versucht hatte. Um auch hier noch einmal auf den ähnlichen Fall von Uwe Barschel zurückzukommen, dürfte es wohl nur noch eine verschwindend, kleine Menge an Menschen in unserer Gesellschaft geben, die wirklich glauben es wäre ein Suizid gewesen. Aber auch dieser Fall, wie auch der von Olof Palme, dürfte sich wohl auch weiterhin nicht aufklären lassen und dies spricht nicht für Freiheit und Demokratie.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

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