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Die Wahrheit des Wortes

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Warnung vor der Impfung gegen die Schweinegrippe

20. Oktober 2009

Es ist wohl so, als wird es neben der Bundestagswahl und der daraus resultierenden Regierungsbildung noch ein weiteres Thema geben, welches dieses Jahr sehr stark prägen wird. Die Schweinegrippe und somit natürlich auch die Impfung dagegen, wird mehr und mehr zu einem richtig großen Thema, welches nun auch schon seit gut sechs Monaten hier behandelt wird. Während man bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und FDP scheinbar so etwas wie eine Nachrichtensperre verhängt hat, bei der alle Protagonisten in einer sehr blumigen Sprache unterm Strich gar nichts sagen, sieht es im Kontext der Schweinegrippe etwas anders aus. Denn hier werden die Warnung gegen die Impfung im Moment immer lauter. Außerdem kommen immer mehr Fragen auf, warum es scheinbar eine Zwei-Klassen-Impfung in Deutschland geben wird und welche Rolle die Pharmaindustrie eigentlich bei alldem spielt.

Welche Rolle spielt das Innenministerium?

Schon im ersten Artikel über die Schweinegrippe stellte sich vor fast genau einem halben Jahr in der österreichischen Redaktion von fairschreiben.at, wo sich alle Beteiligten zu einem Arbeitstreffen zusammengefunden hatten, die Frage, was es mit der Schweinegrippe wirklich auf sich hat. Ist es ein reines Ablenkungsmanöver für die Bevölkerung im Kontext der Weltwirtschaftskrise? Die Fragen haben sich bis zum heutigen Tag nicht gänzlich gelöst, sondern haben sich im Endeffekt nur noch verstärkt bzw. ausgeweitet, denn viele Puzzleteile passen auch jetzt noch immer nicht zusammen. So zum Beispiel der Fakt, dass die Bundeswehr einen anderen Impfstoff erhält, als der Rest der Bevölkerung. Die damalige vermeintliche Aufklärung durch die Bundeswehr, dass es sich um alte Vorverträge im Kontext der Vogelgrippe gehandelt habe, dürfte spätestens dadurch hinfällig sein, dass mittlerweile ans Licht gekommen ist, dass auch die Mitglieder der Bundesregierung, wie auch Bundesbedienstete einen anderen Impfstoff bekommen, man sich also vom reinen Wirkungskreis der Bundeswehr weit entfernt hat. Natürlich weist das Bundesinnenministerium alle Vorwürfe hinsichtlich einer unterschiedlichen Impfstrategie von sich. Hier muss man sich natürlich fragen, was sie auch ansonsten tun sollten.

Außer diesem Statement aus dem Hause von Wolfgang Schäuble (CDU) herrscht aber von Seiten der Politik her das großes Schweigen. Man erkennt deutlich die Parallele zu den Koalitionsverhandlungen in Berlin, auch hier schweigt man zu den wirklich wichtigen Fakten und die Gesellschaft wird am Ende des Tages, was in diesem Kontext soviel bedeutet, wie zum Ende dieser Woche, vor vollendete Tatsachen gestellt. Genau dieser Stil ist es, der Politik immer unglaubwürdiger werden lässt, was man auch an den meisten Wahlbeteiligungen der letzten Monate ablesen konnte. Natürlich erwartet man eigentlich schon seit langer Zeit Fakten aus dem Bundesgesundheitsministerium aber auch hier zog es die Leiterin, Bundesgesundheitsministerien Ulla Schmidt (SPD), scheinbar eher vor sich um Dienstwagenaffären zu kümmern, als um eine möglicherweise anstehende Epidemie in Deutschland im Rahmen dieser Pandemie. Gestern begann die Auslieferung des Impfstoffes und laut Angaben des ZDF wollen sich sogar nur 10 Prozent der Menschen gegen die Schweinegrippe impfen lassen, was natürlich im Moment die Situation auch noch entschärft. Aber gerade auch die Medien beziehen sich im Moment allzu oft auf den sanften Verlauf der Erkrankungen im Sommer, was natürlich kaum einem Vergleich standhalten wird, da die Grippesaison gerade erst ihren Anfang nimmt.

Eine goldene Nase für die Pharmaindustrie?

Ebenfalls laut Angaben des ZDF, warnen auch immer mehr Ärzte vor der Schweinegrippeimpfung und das im Kontext zu den Zusatzstoffen, also den Verstärkern, die eben das Mittel für die Bundesbediensteten nicht hat. Es lässt einen natürlich hellhörig werden, wenn Ärzte solche Warnungen aussprechen und es macht die Entscheidung nicht einfacher, ob man sich nun mit der Impfung oder ohne die Impfung einer größeren gesundheitlichen Gefahr aussetzt. Die Bundesregierung lässt einen an dieser Stelle, bis auf das erwähnte Statement durch das Innenministerium, ziemlich in der Luft hängen. Nun kommt hier natürlich die Frage auf, warum dem so ist und eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder hat man Erkenntnisse die man der Bevölkerung vorenthalten möchte oder aber man ist mit der Situation schlichtweg überfordert. Da fällt es schwer klar zu deklarieren, welche Möglichkeit die Schlimmere sein würde. Natürlich kommt hier der Regierungswechsel erschwerend hinzu, dies darf allerdings später nicht als Ausrede gelten, denn dafür sind die Fakten allen Parteien bestens bekannt und dies auch nicht erst seit ein paar Tagen.

Es gibt aber noch einen weiteren wichtigen Punkt, den es gilt im Auge zu behalten, denn es stellt sich auch hier die Frage nach der Pharmaindustrie. Der schon seit längerem in den USA eingesetzte Impfstoff baut zum Beispiel eher auf altbekannte Bausteine, was sich natürlich auch risikomindernd auswirken dürfte. Der Weg in Deutschland, der weitestgehend durch die Europäische Union (EU) der Weg in ganz Europa ist, setzt auf das Neue und ist somit natürlich auch wesentlich lukrativer für die Pharmaindustrie und bietet wesentlich bessere Verdienstmöglichkeiten. Zynisch betrachtet könnte man also auch dies als ein weiteres Konjunkturpaket für die deutsche Wirtschaft ansehen, die Abwrackprämie in einer Form der Gesundheitsprämie. Natürlich muss sich die Pharmaindustrie so auch fragen lassen, was eigentlich ihr Hauptanliegen ist, Menschen zu helfen oder sich einfach nur eine goldene Nase zu verdienen. Man sieht sehr schön, wie groß die Probleme sind, die Deutschland im Moment so oder so hat. Da ist es dann auch nicht sonderlich hilfreich, dass zum Bespiel ein Allgemeinmediziner, wie Herr Stefan Bernhardt, sinngemäß im ZDF darauf hinweist, dass man sich einfach freuen sollte, dass überhaupt ein Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Denn eigentlich sollte der Ansatz ganz klar lauten, dass die Qualität vor der Quantität kommt.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Neues aus Österreich · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 2 Kommentare ↓

  • 1 Andrea Bondi // 20. Nov 2009 at 19:27

    ….Einfach zum Nachdenken……

    Ein paar Fragen zur Schweinegrippe “Pandemie”….

    1. Weswegen hat die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) am 27. April
    2009 ihre Pandemie-Definition geändert? Zuvor waren die Kriterien um eine Pandemie auszurufen, viel strenger! Jetzt genügt es, dass die Krankheit in zwei Ländern einer selben WHO-Zone identifiziert ist!

    2. Wie kommt es, dass das Patent des Impfstoffes gegen die
    Schweinegrippe (H1N1) im Jahre 2007 registriert wurde (lange vor dem Wiederauftreten des Virus, das seit der bekannten „spanischen Grippe-
    epedemie“ im Jahre 1918 verschwunden war)?

    3. Durch welchen Zufall hatte Präsident Sarkozy am 9. März 2009, die Intuition, einen Investitionsvertrag über einen Betrag von 100 Millionen Euro für den Bau einer Fabrik zur Grippe-Impfstoff-Herstellung zu unterzeichnen? Und raten Sie wo! In Mexiko, gerade dort, wo die “Pandemie” ihren Anfang hatte!

    4. Wieso erinnern weder Zeitungen, noch Rundfunk- und Fernsehanstalten und kein wissenschaftlicher Experte daran, dass an der gewöhnlichen Grippe jedes Jahr zwischen 250.000 und 500.000 Personen sterben, das sind mehr als 1.000 Tote pro Tag (dies sind die offiziellen Zahlen der WHO)?

    5. Wieso wiederholen die Medien jeden Tag die Meldung, dass das Virus der Grippe A H1N1 eine Unmenge von Opfern verursachen wird, während die Tatsachen beweisen, dass es sich vergleichsweise um ein einfaches “Grippchen” handelt (weniger ernst als die gewöhnliche saisonale Grippe), das nur 2.000 Tote in mehr als fünf Monaten gefordert hat? Die gewöhnliche Grippe hätte im selben Zeitraum 200.000 Tote verursacht!

    6. Wieso hat trotz dieser unbedeutenden Morbiditäts- und
    Mortalitätszahlen (2.000 anstelle von 200.000) die Mehrzahl der Länder der Welt phantastische Aufträge von Millionen Impfstoffdosen erteilt und dies ab dem Monat Juni 2009?

    7. Anders formuliert: wieso ergreift man ausgerechnet dieses Jahr außergewöhnliche Maßnahmen, wo die Grippe weniger heftig ist als in anderen Jahren? Welche Tatsachen rechtfertigen solche Entscheide, wo es an sich nichts Außergewöhnliches gibt?

    Quellen findet man bei Google…..also für jeden, der sich ein paar Gedanken abseits des vorgekauten Meinungsbreies machen möchte……

  • 2 jennifer // 23. Nov 2009 at 14:28

    yo schweinegrippe ist gefährlich
    hört auf sie

Schreib was dazu