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Die Wahrheit des Wortes

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Von Microsoft bis Linux

20. November 2008

Das Jahr 2008 neigt sich langsam dem Ende und es hat vor allem auch im Kontext der Weltwirtschaftskrise in diesem Jahr gezeigt, dass Globalisierung und technischer Fortschritt nicht alles sein kann. Die Diktatur des Kapitals wird immer deutlicher. Eine Diktatur ist allerdings, unabhängig durch wen oder was sie gesteuert wird, nichts was eine Gesellschaft langfristig positiv beeinflusst. Auch wir hier, in der deutschen Redaktion von fairschreiben.de,  haben diese Woche am eigenen Leib erfahren dürfen bzw. erfahren es noch immer, wohin diese Form der Diktatur führt. Dieser Artikel zeigt am Beispiel dessen, was hier in dieser Woche los ist, wo die Probleme dieses Systems liegen. Direkt aus dem wahren Leben eben.

Von der Globalisierung profitieren

Vorab sei erwähnt, dass natürlich auch fairschreiben.de von einer gewissen Art der Globalisierung profitiert, denn hätten wir nicht vor einigen Wochen die Redaktion um ein Büro in Österreich erweitert, wären die Problem diese Woche wahrscheinlich noch größer gewesen. Insofern gilt natürlich auch an dieser Stelle noch ein Mal ein besonderer Dank an unser Büro in der Steiermark. Was war passiert? Zum Ende der letzten Woche fiel in der Redaktion der Hauptrechner aus. Zum Glück gibt es natürlich mehr als nur einen Rechner in dieser Redaktion. Außerdem traten die Fehler glücklicherweise wie gesagt zum Wochenende hin auf, so dass bis Montag Zeit genug war, um alles wieder ans Laufen zu bekommen. Soviel zur Theorie. Leider ist es auch in unserer Redaktion, wie überall im Bereich der Medien und des restlichen Lebens so, dass es immer einen massiven Unterschied zwischen Theorie und Praxis gibt.

Da wir kein großes DAX-Unternehmen sind und wir somit nicht in der Lage sind, bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), eben einige Millionen oder gar Milliarden zum Fortbestand der Redaktion zu beantragen, muss man sich anders helfen. Denn natürlich wäre es der einfachste Weg gewesen, eben einen oder mehrere neue Rechner mit passender Software und Lizenzen zu kaufen aber dies ist hier eigentlich erst ein Mal nicht möglich. Normalerweise wäre es auch kein Problem mindestens einen Rechner kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen, allerdings wird dies in der heutigen Zeit immer schwieriger, da die Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Man erinnert sich noch gut an eine Zeit, die noch gar nicht so lange zurück liegt, in der man technische Geräte kaufen konnte und diese auch Jahrzehnte lang nutzen konnte. Von diesem Gedanken muss man sich in der heutigen Zeit zwangsläufig verabschieden. Denn die Systeme haben sich unter dem Deckmantel des Fortschritts so verändert, dass dies fast unmöglich geworden ist.

Von Pinguinen und zerfressenen Äpfel

Heute kann man wählen, ob man sich für das System mit dem angeknabberten Apfel entscheidet oder für die Erbschaft Bill Gates. Dies ist eine Grundsatzfrage in der sich unsere Redaktion für das Erbe von Bill Gates entschieden hat. Natürlich gibt es auch noch eine dritte Alternative, in dem man sich für ein Betriebssystem mit dem Pinguin entscheidet. So gut dies auch immer sein mag, setzt es ein relativ hohes Maß an programmiertechnischem Wissen voraus, was auch nicht Sinn der Übung sein kann. Man merkt somit ganz schnell, welches Monopol hier vorherrscht. Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera. Erschwerend kommt hinzu, dass der Marktführer immer wieder seine Monopolstellung ausnutzt. Nicht nur das neue Produkte immer wieder massive Fehler aufweisen, für dessen Folgen man letztendlich auf Grund der komplexen Materie auch niemand haftbar machen kann, geht es soweit, dass auch die Ausgaben für die Unternehmen von außen gesteuert werden.

Denn schraubt man nun ein wenig an seinen Rechnern herum und bekommt sie wieder ans Laufen, braucht man natürlich ein Betriebssystem und stellt auf ein Mal fest, dass die Anwendungen, die Tools die man braucht unter dem alten Betriebssystem, welches vor allem durch eine höhere Stabilität überzeugte, nicht mehr laufen. Somit wird man also genötigt sich ein möglichst aktuelles Betriebssystem zu kaufen. Das Thema Haftung für die Fehler, hatten wir gerade behandelt. Es kommt aber noch besser. Denn kaum hat man ein neues Betriebssystem, stellt man fest, dass die Kapazität der Festplatten nicht mehr ausreicht, denn man muss zwangsläufig Berge an Daten installieren, die man niemals benötigen wird, da ein Grossteil dieser Anwendungen, zum Beispiel für unsere Redaktion, irrelevant sind. Über Kurz oder Lang wird einem klar, dass neue Rechner die einzige Möglichkeit sind, die einem dieses System lässt. Dies hat mit freier Marktwirtschaft nichts mehr zu tun, dies ist schlicht und ergreifend eine Diktatur des Kapitals bzw. der Wirtschaft. Leider tritt selbst die Politik dieser Form der Diktatur nicht entgegen, was sie nicht gerade glaubwürdiger macht.

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Kategorie: Gesellschaft · Neues aus Österreich · Technik · Wirtschaft

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