fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

Vom Verständnis und der Obergrenze

10. Oktober 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Doch erstaunlich früh, schon gut eine Woche vor der Landtagswahl in Niedersachsen, hat man in der Union Fakten geschaffen und bewiesen, dass man die Wähler auch zukünftig ignorieren möchte. Man darf nun gespannt sein, wie sich diese klare Ansage auf die kommenden Wahlen auswirkt. Jeder der nun am Sonntag noch die CDU wählt, weiß genau, was dies bedeutet. Nach der Bundestagswahl haben die Dauermachthaber, wie auch ihre Helfershelfer, immer wieder betont, dass man die Signale der Wähler verstanden hätte. Da man sich nun direkt von der Obergrenze verabschiedet hat, also in dem Stil weitermacht, den die Bürger ablehnen, zeigt, dass man den Wähler wieder einmal ignoriert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) konnte Fehler in ihrer Politik allgemein noch nie feststellen, womit allerspätestens dort deutlich wird, dass die Unionsparteien auch weiterhin unwählbar bleiben. Dies gilt für die SPD schon lange, warum sie zuletzt auch ihren Status verloren hat und eigentlich keine Volkspartei mehr ist. Trotzdem hält man dort am alten Kurs fest, auch dies sollten die Niedersachsen genauso bei der Wahl berücksichtigen, wie die Rolle von Stephan Weil (SPD) im VW-Skandal, wo man es schon dreist nennen muss, dass er trotzdem wieder angetreten ist. Aber auch sonst bleiben es bewegte Zeiten in der Politik.

Der Ausverkauf geht bald schon weiter
Haben somit die ehemaligen Großkoalitionäre sehr schön bewiesen, warum sie auf längere Sicht nicht wählbar sind, kann man dies auch an anderen Dingen festmachen, so zum Beispiel am Versagen in Sachen Air Berlin. Dort wird der Betrieb nun zum 28. des Monats eingestellt, was eigentlich verhindert werden sollte. Stattdessen gibt es wohl die nächste Entlassungswelle, welche natürlich beim Umbau zum Billiglohnland wieder hilfreich sein wird. Man muss auch im Auge behalten, ob die 150 Millionen Euro zurückkommen oder ob der Steuerzahler auch wieder um diesen Betrag betrogen wurde. Nun sollen bei der nächsten Bundesregierung zwei neue Player ins Boot kommen, da die SPD die Dauermachclique vor der Alternative für Deutschland (AfD) in der Opposition beschützen muss. Schaut man sich das Affentheater um die Flüchtlingsproblematik an, welches die Union jetzt präsentiert hat, müssten die Grünen und die FDP eigentlich schon von der Sondierung Abstand nehmen, wollten sie ihre Wähler nicht verraten. Natürlich geschieht dies nicht. In Sachen Obergrenze, welche es offiziell nicht mehr gibt, wird es bald schon die nächste lächerliche Änderung geben und dann steht auch schon die Jamaika-Koalition und der Wähler wurde wieder einmal vom vorherrschenden System hinters Licht geführt. So ändert sich in diesem Land natürlich rein gar nichts, außer dass die bekannten Probleme, von Überwachungswahn bis Massenausbeutung, um nur zwei wichtige Bestandteile des Wirtschaftsfaschismus zu nennen, fleißig weiter forciert werden. Es ist bemerkenswert bis erschreckend mit welcher Dreistigkeit in diesem Land gegen die Interessen der Bürger gearbeitet wird, was natürlich nicht akzeptiert werden kann.

Der Zufall schlug auch wieder zu
Die gerade beschriebenen Entwicklungen werden natürlich auch weiterhin zu einer Stärkung der AfD beitragen aber auch dies interessiert die Dauermachtclique erst einmal genauso wenig, wie die zunehmende Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft, sonst hätte man schon längst den Kurs geändert. Eine Kursänderung ist mit den genannten Protagonisten allerdings ausgeschlossen, was auch noch einmal unterstreicht, warum es längst um einen Systemwechsel gehen muss. Aber es gibt auch noch ganz andere Optionen oder vielmehr Zufälle, welche den Aufstieg der AfD scheinbar bremsen sollen. Auf Bundesebene hat dies zwar auch versagt, was aber nicht heißt, dass sich ein Zufall nicht wiederholen kann. Kurz vor der Bundestagswahl wurde juristisch gegen Frauke Petry (AfD) vorgegangen und dies in einer alten Geschichte, so dass man den Zeitpunkt selbst in den systemtreuen Medien eher kritisch fand, könnte es doch so wirken, dass die Justiz so versucht Einfluss auf die Wahlentscheidung der Bürger zu nehmen. Genau dieser Zufall wiederholt sich nun gerade in Niedersachsen, wo es so kurz vor der Wahl eine Hausdurchsuchung bei Armin-Paul Hampel (AfD) gab. Auch hier liegt der Auslöser wieder länger zurück. Würde sowas in der Türkei oder Russland passieren, wäre der Aufschrei, gerade auch wenn es zwei Mal hintereinander geschehen würde, ziemlich groß. Passiert es, wie eben aktuell, in Deutschland, ist es eben einfach nur ein völlig unpolitischer Zufall. Auch dazu kann sich jeder sein eigenes Bild ausmalen und sich überlegen, wie der Zustand der Demokratie im ehemaligen Land der Dichter und Denker ist.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt ohne Kommentar ↓

  • Bisher noch ohne Kommentar - Fang an und sag Deine Meinung

Schreib was dazu