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Die Wahrheit des Wortes

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US-Schuldenkrise III – Die Medienhelfer

5. August 2011

Dies ist der dritte und letzte von drei spannenden Teilen zur US-Schuldenkrise, eines der entscheidenden Themen im Jahr 2011. Ging es schon um den US-Präsidenten Barack Obama und seine Rolle in diesem, letztendlich global zu sehenden, Spiel, wie auch um das große Thema des Wirtschaftsterrorismus, wird nun die Rolle der Medien genauer beleuchtet, die natürlich auch hier eine große Bedeutung haben. Die Medienwelt hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert und hier spielt natürlich vor allem das Internet eine maßgebliche Rolle. Diese technische Errungenschaft, die das Leben in der heutigen Zeit so massiv beeinflusst, könnte der große Schlüssel sein nachdem die Menschen so lange gesucht haben. Es könnte tatsächlich sein, dass hier die lang ersehnte Lücke im System ist, vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, warum in diesem Bereich, gerade auch in jüngster Zeit, immer neue, immer massivere Konflikte aufkommen. Die Welt ist durch das Internet näher zusammengerückt, so banal dies klingen mag, so wahr ist es auch. Man erkennt hier die Globalisierung der Menschlichkeit, als Gegengewicht der wirtschaftlichen Globalisierung. Natürlich ist hier auch eine riesige Ablenkungsmaschinerie aufgebaut worden und dies ohne Zweifel mit voller Absicht. Es wird sich zeigen, wem all dies am Ende des Tages mehr nutzt, denen, die die Massen ablenken und kontrollieren wollen oder denen, die all dies, als ein großes Werkzeug auf dem Weg in eine bessere, gerechtere Welt sehen.

Nur noch eine Dauerwerbesendung?
Wenn man sich in der heutigen TV-Landschaft umschaut, hat man oftmals das Gefühl in einer großen Dauerwerbesendung gelandet zu sein, wo tatsächliche journalistische Aspekte immer mehr in den Hintergrund getreten sind. Es scheint so, als seien Nachrichten oftmals nichts anderes mehr, als reine Produktpräsentation in mehr oder weniger direkter Form und hier natürlich ganz weit vorne mit dabei, die Finanzwirtschaft. Allerdings darf man auch nicht unterschätzen, wie massiv im Bereich der heutigen Medienlandschaft ganz allgemein politischer Einfluss genommen wird, womit man auch schnell zurück beim Thema Internet wäre. Das beste Beispiel dafür in Deutschland sind die Plagiatsaffären, die sich scheinbar ganz gezielt nur in eine politische Richtung bewegen und somit auch nur in dieser Richtung zu Schaden führen. Ein besseres Beispiel für politische Einflussnahme über die Medien durch die Hintertür gibt es wohl kaum. In diesem Dreiteiler soll es aber vor allem um die USA gehen und hier ist man, wie so oft, natürlich schon mindestens einen Schritt weiter. So muss man sich fragen, ob Barack Obama ohne Facebook und Twitter nun auch der Präsident der Vereinigten Staaten wäre? Wahrscheinlich wohl eher nicht. Im Kontext der US-Schuldenkrise kann man auch schön nachvollziehen, wie hier ganz gezielt so viel Verwirrung erzeugt wird, dass man die ausschlaggebenden Fakten oftmals suchen muss, wie die Nadel im Heuhaufen und auch dies ist gerade auf dem Gebiet des Staatbankrotts der USA wohl genau so gewollt.

Billionen an US-Dollar werden zur Verfügung gestellt, damit der schon längst gescheiterte Weg des globalisierten Raubtierkapitalismus weitergefahren werden kann. Es wurde in den letzten Wochen in den Medien eine wahnsinnig Spannung aufgebaut, die sich im Schwerpunkt mit der Frage nach den Folgen eines möglichen Staatbankrotts der USA beschäftigte. Spielte man hier so ziemlich jedes denkbare und undenkbare Szenario durch, sah es auf der anderen Seite, die nun eingetreten ist, ganz anders aus. Man tat lange Zeit so, als sei das Risiko für die USA und durch den wirtschaftlichen Sogeffekt in einer so globalisierten Welt, auch für den Rest der Welt, überdimensional hoch. Nun ist dieser Punkt zwar nicht im Ansatz aus der Welt geschafft aber Barack Obama hat sich Luft bis zu den nächsten US-Wahlen im Jahr 2012 verschafft, denn mit viel Glück dürften die Gelder nun bis 2013 reichen. Diese Luft, die in Wahrheit natürlich mit sehr viel Geld finanziert wird, wird vor allem wieder für die ein Problem werden, die nicht zu dieser vermeintlichen Elite gehören, die scheinbar im Hintergrund die Strippen ganz fest in der Hand hält. Denn natürlich wird auch hier wieder im Bereich Soziales und Gesundheit massiv gespart werden, während man die Reichen verschont. Ein anderes einfaches Beispiel zeigt, wie es in der westlichen Welt im Moment ausschaut und zwar verfügt Apple mittlerweile über mehr liquide Mittel, als die USA selbst. Da zeigt sich natürlich, wo in einer Welt in der Geld alles ist, die Macht ist und dies scheint nicht mehr im Bereich der Politik oder der einzelnen Staaten zu sein.

Ist in Deutschland alles anders?
Um noch einmal auf den Einfluss der Medien zurückzukommen, gibt es auch in Deutschland eine Besonderheit zu berücksichtigen und zwar die großen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die natürlich mittlerweile auch massiv im Internet mitmischen. Um in diesem Bereich für besonders hohe Qualität und Unabhängigkeit zu sorgen, gibt es eine Art Zwangsabgabe, die GEZ-Gebühr. Soweit der Grundgedanke, gegen den erst einmal auch gar nichts einzuwenden ist. Allerdings, wenn man sich die Medien auch in diesem Bereich genauer anschaut, kann man schon einmal Zweifel bekommen. In den Nachrichten, gerade auch im Bereich des Krieges in Libyen oder im großen Konflikt in Syrien, wird immer öfters auf eigenes Material verzichtet und sich auf Blogs und Handyvideos bezogen, deren Authentizität und Unabhängigkeit in den meisten Fällen wohl kaum seriös prüfbar sein dürfte. Dies kann man nicht gerade als großes Qualitätsmerkmal ins Feld führen, gerade auch dann nicht, wenn man diese Formen der heutigen Medienwelt in Deutschland gerne schon einmal abwertend einfachen Bürgerjournalismus nennt. Auf der anderen Seite verändern sich auch hier Nachrichten scheinbar sehr gerne nach wirtschaftlichen oder politischen Zielsetzungen, was dann natürlich auch kein hohes Maß an Unabhängigkeit vermuten lässt. In diesem Gesamtkontext, den man zu einem gewissen Teil auch in der Berichterstattung zum Thema der US-Schuldenkrise verfolgen konnte, ist es natürlich mehr als logisch, dass es Stimmen gibt, die fordern, dass man weniger über die Umstrukturierung der GEZ und der erhobenen Gebühren diskutieren sollte, als viel mehr über deren Abschaffung, was übrigens auch die Bürger in Deutschland wieder entlasten würde und somit die Binnenkonjunktur ankurbeln würde.

Man sieht auch trotz dieser Besonderheit, sieht es in Deutschland nicht anders aus, als eben in den USA. Die Menschen sollten versuchen, so schwer es bei dieser ungebändigten Informationsflut in der heutigen Zeit auch ist, sich mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich gezielter mit dem Nutzen der Medien und hier im speziellen mit dem Nutzen der neuen Medien auseinander zusetzen. Denn die so entstandene weltweite Community hat auch große Macht und damit ist man wieder bei der am Anfang des Artikel angesprochenen Lücke im System. Die Angst der Mächtigen dieser Welt scheint in diesen Tagen so groß geworden zu sein, dass man auf verschiedenen Ebene darüber nachdenkt, gewisse Gruppierung von Netzaktivisten, als terroristische Vereinigung einzustufen, um so noch mehr Macht für ihre Bekämpfung zu erlangen. Die USA sind Bankrott, dies waren sie vor der Einigung im Schuldenstreit und dies sind sie aktuell noch immer, nur der Termin an dem dies verkündet werden muss, ist gerade in einem grandiosen Schauspiel so verschoben worden, dass er die nächsten US-Wahlen nicht tangieren wird. Gerade, dass es letztendlich nur um eine Terminverschiebung mit klarem politischen Kalkül geht, wird in den Medien der westlichen Welt aber eher nur am Rande behandelt. Natürlich würde man hier in Europa und damit auch in Deutschland nicht damit beginnen den ersten Stein zu werfen, sitzt man doch längst schon in der Mitte dieses Glashauses. Denn vom Grundprinzip her sieht es in Deutschland auch gar nicht so anders aus, wie in den USA und ob hier die eingebaute Schuldenbremse nicht auch in absehbar Zeit ausgehebelt werden muss, wie man es gerade in den USA erlebt, bleibt auch mehr als fraglich. Übrigens beteiligen sich auch hier die Medien massiv an der Desinformation der Bürger, was man auch sehr schön daran erkennen kann, dass auch hier nur allzu oft die Mär eines Aufschwungs der allen etwas bringt, verbreitet wird. Man sieht sehr schön, dass die Medien in all dies genauso eingebunden sind, wie die Politik und die Wirtschaft und dies ist mit Sicherheit nicht förderlich für eine Demokratie.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Technik · Wirtschaft

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