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Die Wahrheit des Wortes

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US-Schuldenkrise II – Der Wirtschaftsterrorismus

4. August 2011

Dies ist der zweite von drei spannenden Teilen zur US-Schuldenkrise, eines der entscheidenden Themen im Jahr 2011. Ging es im ersten Teil noch um die Rolle des US-Präsidenten Barack Obama, geht es nun um den großen Themenkomplex des Wirtschaftsterrorismus. Handelskriege gab es schon vor Jahrhunderten, dies bedeutet, dass der Zusammenhang von Handel und Krieg ebenso wenig etwas Neues darstellt, wie der Bezug von Kapital und Gewalt. Aber auch auf dieser Ebene verändert sich natürlich einiges im Leben, denn Kriege sind in der heutigen Zeit ganz allgemein nicht mehr das, was sie noch vor Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten waren. Vor allem sind die Fronten über all die Jahrzehnte und Jahrhunderte unklarer geworden. In den USA kommt es mit 911 zu dem größten Angriff von außerhalb, den das Land je erlebt hat. Allerdings wurde selbst dies nie rechtsstaatlich einwandfrei belegt und die letzte Chance ließ der US-Präsident damit verstreichen, dass er den Hauptverdächtigen, dass er Osama bin Laden in Pakistan von US-Spezialeinheiten, die viele auch schlichtweg ein Killerkommando nannten, scheinbar einfach erschießen ließ und dies obwohl er unbewaffnet war. Man erkennt recht schnell die große Komplexibilität dieses Themenbereichs und sieht, wie hier sehr viele, der einst so klaren Grenzen verschwimmen.

Terrorismus für mehr Überwachung?
Natürlich ist sehr vieles am Thema Terrorismus erst einmal so oder so ziemlich unklar, was in der Natur der Sache liegt. Nun bleibt oftmals ein fader Beigeschmack, da immer wieder Geheimdienste oder ähnliches auf den verschiedensten Ebenen die Finger mit im Spiel haben. Wirklich nachweisliche und klar nachvollziehbare Fakten findet man eher selten. Genau diese Zweifel versucht man dann natürlich immer damit zu unterbinden, dass man ganz schnell von Verschwörungstheorien und ähnlichem spricht, auf der anderen Seite aber scheinbar auch nicht in der Lage oder Willens ist, die Zweifel, egal wie auch immer sie motiviert sein mögen, aus der Welt zu schaffen. All der Terrorismus der letzten Jahrzehnte wurde vor allem dafür genutzt die Rüstungsindustrie anzukurbeln, da man in diesem Namen neue Kriege vom Irak über Afghanistan bis Libyen führen konnte und so auch gleich noch den Einflussbereich der westlichen Welt massiv erweitern konnte. Letzteres ist übrigens auch schon seit Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden ein beliebtes Mittel, wenn im eigenen Einflussbereich nichts mehr geht. Ein weiterer Effekt ist, dass man die Überwachung der eigenen Bevölkerung immer weiter erhöht. Da wird die deutsche Sicherheit am Hindukusch verteidigt, während man in Deutschland selbst scheinbar versucht durch die Hintertür einen Überwachungsstaat zu errichten. All diese Überwachung dient allerdings nicht nur der Politik und ist somit auch nicht nur dem politischen Berlin anzulasten, denn Überwachung spielt auch auf einer anderen Ebene der heutigen Zeit eine immer größere Rolle.

Die Mitglieder der deutschen Wirtschaft, die zum größten Teil aus der Familie der DAX-Unternehmen besteht, geraten auf den verschiedensten Ebenen immer wieder mit dem Gesetz weltweit in Konflikt, ob es Korruption bei Siemens ist oder Abhörskandale von der Deutschen Bahn bis zur Telekom oder andere juristische Probleme, wie sie auch immer wieder bei der Deutschen Bank vorkommen. Meist hat auf dieser Ebene illegales Verhalten aber nicht im Ansatz die Konsequenzen, die es zum Beispiel für einen Normalbürger hätte, wenn er gegen das Gesetz verstößt. So überrascht es auch nicht, dass die Überwachung von Mitarbeitern in Deutschland scheinbar an der Tagesordnung ist und so natürlich der Druck immer weiter erhöht wird und auch hier scheint ein gewisses System vorhanden zu sein. Ganz davon abgesehen, dass man diese Art der Behandlung seiner Mitarbeiter auch durchaus, als Teil des Wirtschaftsterrorismus einstufen könnte, ist es auch so, dass man mit diesem Druck scheinbar eine besondere Form der Motivation schaffen will. Es gibt Tendenzen in Deutschland die klar machen, dass man auf dem Weg in ein Billiglohnland ist, was nichts anderes bedeutet, als dass fairer Lohn als Mittel der Motivation wegfällt. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Wirtschaftsterrorismus ist natürlich der hinlänglich bekannte Konsumterror dem man jeden Tag in den Medien, so zum Beispiel auch im Fernsehen, ausgesetzt ist. Dies gilt übrigens gleichermaßen für Privatsender, wie auch für die öffentlich-rechtlichen Sender, was natürlich ein großes Fragezeichen hinter die GEZ-Gebühr setzt, die eigentlich auch genau davor schützen sollte. Übrigens gehört im Rahmen des allgemeinen Konsumterrors auch die immer stärkere Überwachung der Konsumenten zum Alltag, schließlich viel man seine Ziele auch möglichst genau treffen.

Die USA als Mutterland des Wirtschaftsterrorismus?
Dieses Fragezeichen hat wohl mehr philosophischen Wert, denn natürlich sind die USA auch das Mutterland, wenn es um das Thema Wirtschaftsterrorismus geht. Und diese Art von Terrorismus, die für viele Beteiligte am großen Wirtschaftszirkus, gerade auch im Bereich der Finanzwirtschaft, schon so etwas wie zu einer Religion geworden ist, hat auch einen neuen Gott und dieser heißt Barack Obama. Manch einer mag noch überrascht sein, dass er sich gerade erst zum Sklaven der Finanzwelt gemacht hat, in dem er für noch mehr verfügbares Kapital, und man spricht hier von Billionen US-Dollar, gesorgt hat, welches natürlich in erster Linie bei denen refinanziert wird, die so oder so wenig haben, denn ein großer Teil geht auf Soziales, Gesundheit und ähnliches. Wenn man sich seine bisherige Regierungszeit anschaut, ist es auch nicht das erste Mal, dass er sich dem Druck der Wirtschaft beugt, man erinnere sich noch an den Kuschelkurs im Kontext der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, den Obama fuhr und auch hier waren viele leere Worthülsen zu hören und am Ende des Tages setzte sich auch hier die Wirtschaft gegenüber der Politik durch. Diese Liste, wo sich der große Hoffnungsträger des Wandels alles durchsetzen wollte und weit hinter den Erwartungen zurückblieb, um es einmal ganz vorsichtig zu formulieren, ließe sich nun in Buchform fortsetzen. Genau dieser Kurs, der die USA in den Staatsbankrott getrieben hat und man redet noch immer über nichts anderes, auch wenn der aktuelle Schachzug das Datum der Verkündung auf einen Termin nach den nächsten US-Wahlen verschoben hat, wird im Moment in Europa, in der Europäischen Union (EU) und damit natürlich auch in Deutschland fleißig kopiert, was auch für eine Ausweitung des Wirtschaftsterrorismus in Deutschland spricht.

Man wird in diesen Tagen das Gefühl nicht los, dass die wahren Terrorzellen gar nicht in Kabul oder Islamabad, sondern in Frankfurt, London oder New York sitzen und die Namen der Protagonisten in diesem Kontext auch gar nicht so sehr arabisch klingen. Gerade erst steuert die Deutsche Bank auf ihren nächsten großen Skandal zu, soll doch der Vorzeigebanker und gute Freund von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Victory-Zeichen, von der Doppelspitze, bestehend aus dem Deutschlandchef Jürgen Fitschen und dem aus Indien stammenden Chef  der Investmentsparte Anshu Jain, beerbt werden. Er selbst soll dann als Aufsichtsratsvorsitzender mit dem angemessenen Maß an Unabhängigkeit alles kontrollieren. Dies alles ist so absurd, dass sich nun auch das politische Berlin damit beschäftigen wird und man bald sehen wird, ob man sich hier gegenüber der Wirtschaft besser behaupten kann, als es in den USA der Fall ist. Vielleicht wird es irgendwann einmal Klarheit geben und man wird erkennen, was die wirkliche Bedrohung dieses Jahrhunderts, wenn nicht gar dieses Jahrtausends, gewesen ist und das es eine massive Bedrohung gibt, die sehr viel Leid über den Planeten bringen wird, hat nicht nur schon der Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) angemahnt und seine Warnung, was die Folgen angeht, sind mehr als eindeutig. Aber auch so war es schon oft in der Geschichte, wenn Systeme, wenn Ideen scheitern, versuchte man oftmals sie im Notfall auch mit Gewalt zu verwirklichen und Gewalt kennt viele Formen, dies zeigt auch die Art, wie der Wirtschaftsterrorismus letztendlich die ganze Welt bedroht und auch hier bedroht eine Minderheit die Massen, auch ein Phänomen, was im Terrorismus genauso verhaftet ist, wie die Feigheit derer, die ihn ausüben.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

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