fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

US-Schuldenkrise I – Der neue Sklave

3. August 2011

Dies ist der erste von drei spannenden Teilen zur US-Schuldenkrise, eines der entscheidenden Themen im Jahr 2011. Es war ganz, ganz knapp, wie es immer wieder so schön in den Medien kommuniziert wurde aber pünktlich zum Wochenstart an den Aktienmärkte ging die Nachricht am Montag über die Ticker, dass in den USA der Staatsbankrott gerade noch einmal abgewendet werden konnte. Diese Nachricht, die so viel Freude hervorrief, bedeutet im Klartext natürlich nicht, dass es den USA auch nur im Ansatz besser geht, als noch einige Stunden zuvor, sondern einfach nur, dass man die Schuldengrenze nach oben verschoben hat, um sich so Luft bis nach den nächsten Wahlen 2012 zu verschaffen. In Zahlen spricht man hier von Billionen Euros, was jegliche Vorstellungskraft sprengt. Die großen Ratingagentur bedankten sich auch gleich artig, haben sie doch weitere Billionen Spielgeld, die sie nun auch noch verzocken können und man darf sich sicher sein, dass sie dies auch tun werden. Die Zeiten, wo man von Milliarden sprach, sind damit auch endgültig Geschichte. Natürlich ist auch klar, dass dieses Kapital irgendwie beschafft werden muss und auch da hat man natürlich gleich die Lösung parat, denn, man ist kaum noch überrascht, es wird wohl einmal mehr im Bereich der Sozialleistungen gespart und hier vor allem natürlich auch im Bereich des Gesundheitswesens. Diesen Weg kennt man sehr gut aus Deutschland, wo man in diesen Fällen immer von mehr Eigenverantwortung spricht. Man muss auch festhalten, dass sich Barack Obama somit zum Sklaven der Finanzwirtschaft gemacht hat.

Ironie der Geschichte
Natürlich ist es die ganz große Ironie der Geschichte, dass sich gerade der erste schwarze Präsident der USA so sehr zum Sklaven der Kapitalmärkte hat machen lassen aber noch viel schlimmer dürften die Auswirkungen für das Volk, und hier natürlich gerade auch für die Schwarzen, werden, denn man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass auch dieser Schachzug zu Gunsten der Gier vor allem wieder die Armen treffen wird und dies sind in den USA natürlich auch noch immer zu einem großen Teil die Schwarzen. Es gilt auch festzuhalten, dass sich immer deutlich zeigt, wie Barack Obama nach und nach all die vor den Kopf stößt, die ihm sein Vertrauen für den großen Wandel gaben und dies könnte sich rächen. Denn weitere Armutsbekundungen der US-Politik will eigentlich keiner mehr sehen oder hören. Der hier eingeschlagene Weg, der am Ende des Tages wieder eine Marschroute für die gesamte westliche Welt sein dürfte, ist ein sehr, sehr gefährlicher aber dies scheint im Moment keine große Rolle zu spielen, gilt es doch vor allem den nächsten Wahlsieg 2012 vorzubereiten. Natürlich fördert eine solche Politik zu Gunsten einiger Weniger und zum Nachteil der breiten Masse das Unverständnis gegenüber der Politik und man wird am Ende des Tages eine Zunahme an radikalen Tendenzen erleben, da die Menschen immer mehr begreifen werden, dass es eigentlich völlig irrelevant ist, welche Partei sie, mit welchem Namen an der Spitze, im Namen der Wirtschaft ausnimmt. Barack Obama war ein Hoffnungsträger, nun ist er nur noch ein weiterer Sklave der Finanzwelt.

Was wären die Alternativen gewesen, mag man sich nun fragen und die Antwort ist so einfach, wie eben auch hart. Man muss endlich damit beginnen dieses gesamte globalisierte, raubtierkapitalistische System zu verändern und für mehr Gerechtigkeit in der Verteilung sorgen, dass genau dies nicht das Anliegen der Politik in der westlichen Welt ist, zeigte auch wieder dieser Akt des US-Präsidenten sehr deutlich und man erahnt, warum er sich so gut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versteht, die sich wiederum so blendend mit dem Noch(-chef) der Deutschen Bank, Josef Ackermann, versteht. Die Armut wird weiter ansteigen und zwar mindestens genauso schnell, wie die Boni derer, die sich hier gerade wieder Billionen an Spielgeld beschafft haben und dabei eine ganze Nation zur Geisel nehmen und auf der anderen Seite des großen Teichs gleich einen ganzen Kontinent. Natürlich fällt einem da direkt wieder der Begriff des Wirtschaftsterrorismus ein aber den bekämpft Obama eben nicht und dies obwohl er sich doch ansonsten bei jeder Gelegenheit gegen jegliche Form des Terrorismus einsetzt. Natürlich sieht es, wie bereits angesprochen, auch in Europa kein Stück anders aus, auch wenn es hier in kleineren Schritten Richtung Abgrund geht aber das Prinzip ist identisch und auch hier werden die Massen in die Röhre schauen, wenn sie wieder einmal mehr Eigenverantwortung im Bereich des Sozialen oder auch der Renten zeigen müssen, während den Begriff Verantwortung in der Wirtschaft scheinbar gar niemand mehr kennt. Warum sollte man sich dort aber auch verantwortlich zeigen, beweist sich doch immer wieder, dass man jede gewünschte Summe erhält.

Um jeden Preis
Auch hier reicht ein kleiner Blick auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um festzustellen, wie identisch die Sachlagen sind. Auch in Deutschland spricht man bis ganz nach oben zur Kanzlerin davon, dass der Euro um jeden Preis gerettet werden soll. Es ist hier auch kein Problem dafür das Volk bluten zu lassen und für einen immer massiveren Anstieg der Armut zu sorgen und das unter dem Deckmantel eines vermeintlichen Aufschwungs für alle. Hauptsache ist scheinbar nur noch, dass die Finanzwelt befriedigt wird und dies ist in Deutschland ebenso unfassbar, wie in den USA. Das Finanzsystem der westlichen Welt ist schon lange gescheitert und dies gilt es endlich einmal zu akzeptieren und vor allem darauf angemessen zu reagieren und mit diesen harten Fakten muss zukünftig auch gearbeitet werden. Genau dies geschieht natürlich nicht, denn auch in den USA ist man nicht bereit den Fakt des Staatsbankrotts klar ins Auge zu sehen, sondern trickst in Billionen-Dollar-Summen mit der Anhebung der Schuldenobergrenze herum und hier ist schon lange ein zweistelliger Bereich erreicht. Man fragt sich natürlich auch, woher Vertrauen in die Politik eigentlich noch kommen soll, betrachtet man diese Erhöhungen und die weiteren Freiheiten, die diese Meister der Gier in der Finanzwelt genießen dürfen. Man erinnert sich noch gut an die ganzen leeren Worthülsen, als es in Europa und damit natürlich auch in Deutschland aber auch in den USA um mehr Kontrolle im Kontext der Finanzwirtschaft ging. Mehr Kontrolle gibt es in diesem Bereich, auch dies zeigt sich zur Stunde, allerdings geht es hierbei, um die Kontrolle, die das Großkapital auf die Politik ausübt und nicht umgekehrt. Man sieht wie viel hier im Moment falsch läuft und dies von Washington D.C. bis Berlin.

Um jeden Preis bedeutet natürlich vor allem Mehrbelastungen für die breite Masse und die wird mit steigender Armut natürlich auch immer mehr zu einem unkalkulierbaren Risiko, welches man allerdings in der westlichen Welt bereit ist auf sich zu nehmen, wie es die aktuelle Politikrichtung zeigt. Wenn diese Politik der Ignoranz dem Volk gegenüber in den USA und dem Rest der westlichen Welt weitergefahren wird, darf man annehmen, dass die Proteste, die man in diesen Tagen vor allem auch in Europa sieht, erst ein zarter, ganz kleiner Anfang sein dürften, da immer mehr Menschen begreifen, worum es bei diesem schmutzigen Spiel wirklich geht. Es ist nichts anderes, als eine große, ungerechte Umverteilung, die man hier sehr deutlich erkennen kann. Von der Tasche der Bürger, direkt in die Taschen der Zocker an den Finanzmärkten von Frankfurt über London bis nach New York. Die angeblich so freien und demokratischen Staaten des Westens fungieren mittlerweile scheinbar nur noch, als Geldeintreiber für genau diese Zocker ohne jeglichen Bezug zur Realität, was natürlich vor allem wohl kaum zu Mehrheiten bei den Wählern führen dürfte. Da man diese aber im großen Spiel der Medien auch immer gerne und sehr gut ablenkt und mit immer mehr Überwachung in Zukunft noch mehr unter Kontrolle halten will, wird man sehen, wann oder viel mehr ab welchen Billionensummen die Schmerzgrenze der Massen überschritten ist und was dann die Folgen sein werden und da mag man gar nicht drüber nachdenken. Barack Obama hat sich verkauft, so schlicht kann man es umschreiben und hier sieht man auch einen Teil des Risikos, denn immer weniger Vertrauen in den Staat, völlig egal ob in die USA oder in die Bundesrepublik Deutschland, durch das eigene Volk, wird zu immer mehr Radikalismus führen und vor allem dies sollten sich die Protagonisten der westlichen Welt genau vor Augen halten, während sie immer weitere, nicht vorhandene Billionen ausgeben.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt ohne Kommentar ↓

  • Bisher noch ohne Kommentar - Fang an und sag Deine Meinung

Schreib was dazu