fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

UPS! Bombenstimmung von Washington bis Berlin

5. November 2010

Es war wieder eine Woche, die völlig und ganz vom Terror geprägt war und man fragt sich, wie viel von alldem nun Zufall war oder gezielt geplant wurde. Denn natürlich stand auch politisch in dieser Woche mit den Kongresswahlen in den USA einiges auf der Agenda und gerade bei der Wahl des Repräsentantenhauses stand fest, dass es zu einem Debakel für Barack Obama kommen könnte. Genau an diesen Stellen gerät man immer wieder an die gleichen Fragen, mischen sich hier islamistische Terroristen gezielt ein und was wollen sie damit erreichen oder sind es gezielte Inszenierungen ganz anderer Mächte, wo sich dann natürlich auch diese Frage stellt. Fakt ist, dass Terror immer mehr in Wahlkämpfen auftaucht. Aber die Terrorgefahr betraf nicht nur die USA, selbst im Kanzleramt ging in dieser Woche die Terrorangst um, denn ein verdächtiges Paket war auf dem Weg zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wurde allerdings in der ausgelagerten Poststelle entdeckt und gestoppt. Natürlich kommen hier ähnliche Fragen auf, wie in den USA, auch wenn man hier griechische Linke als mutmaßliche Täter ausgemacht hat.

Wer einmal lügt…
Mitte dieser Woche stand es fest, Barack Obama und seine Demokraten wurden im Repräsentantenhaus bitterlich abgestraft und verschafften den Republikaner so den größten Sieg seit gut 70 Jahren. Man wundert sich nur, dass die Menschen Obama all das, was er vor der Wahl im Herbst 2008 versprochen hatte, überhaupt abgenommen hatten aber immerhin haben sie es recht schnell gemerkt und festgestellt, dass ihr Messias doch auch nichts anderes, als ein normaler Politiker ist, der sich nur eine ganze Zeit über besser verkaufen konnte, als der ganze Rest. Es war auch sehr spannend in der Wahlnacht noch einmal die vielen Rückblicke auf die Ereignisse von vor zwei Jahren zu sehen und mitzuerleben, wie die Medien nun damit umgehen. Man tat zum Teil so, als sei all das, was sich im Moment abspielen würde sehr überraschend. Hat man vielleicht Angst seinen Ruf zu verlieren, schließlich hätte Obama es ohne die grandiose Medienunterstützung von damals wohl kaum soweit geschafft. Nur wenn es jetzt um Realitäten, gerade auch was die Arbeitsmärkte angeht, geht, stoßen offensichtlich auch die Medien an ihre Grenzen.

Kurz vor den Kongresswahlen war es dann wieder soweit und ein weltumspannender Terroralarm zog seine Kreise vom Jemen über Europa bis in die USA. Es ging um terrorverdächtige Päckchen und immer wieder um UPS. Auch hier war das Verwirrspiel wieder brillant, mal waren es Bomben, dann wieder keine. Die Palette hier ist unendlich groß und man fragt sich, wo hier die Wahrheit liegt. Festzustehen scheint nur, dass solcher Terror, Terrordrohungen bzw. Terrorwarnungen immer häufiger Einfluss auf Wahlen nehmen und so scheinbar von der einen oder anderen Seite auch gezielt zu diesem Zwecke eingesetzt werden. Ein Schauspiel, welches man von den Terroranschlägen in Madrid über die vermeintliche Terrorgefahr vor den Bundestagswahlen im Herbst letzten Jahres bis hin zu den gerade genannten  Sachverhalten vor den Wahlen in den USA, erleben konnte. Eine Gefahr existiert hier tatsächlich, denn auch Geheimdienste verhalten sich scheinbar nur allzu oft völlig grenzenlos und eine angemessen Überwachung derer, die selber alles überwachen, scheint oftmals einfach nicht möglich zu sein und so zieht sich der immer wiederkehrende Nebel von 911 bis zu den vermeintlichen Fakten dieser Tage.

Von den USA bis nach Europa
Wie bei vielen anderen Nachrichten auch, erkennt man auch im Gesamtkontext des Terrors, dass sich die Politik die so entstehende Verunsicherung und vor allem auch die Ängste der Menschen zum Verbündeden  macht, um ganz eigene Ziele durchzusetzen und zu erreichen. Wenn man weiß, wie langsam die Mühlen der Europäischen Union (EU) mahlen, ist man doch erstaunt, wie schnell und gezielt auf die vermeintliche Luftfrachtterrorgefahr aus dem Jemen reagiert wurde und als wollte man etwas untermauern und die Drohung noch gezielter auf Deutschland und Europa richten, taucht, wie aus dem Nichts, auf einmal ein linkes Terrornetzwerk aus Griechenland auf und bedroht scheinbar den ganzen Kontinent. Da überrascht es auch nicht wirklich, dass auch das Paket fürs Kanzleramt laut Medienangaben von UPS zugestellt wurde. Wenn man es einmal völlig satirisch sehen möchte, scheint UPS mittlerweile so etwas wie der offizielle Partner in Fragen des internationalen Terrors zu sein. Man sieht, dass hier vor allem wieder eines geschaffen wird, noch mehr Verwirrung in der Bevölkerung.

Verwirrung ist in diesen Tagen übrigens als Ablenkung in Europa mindestes so beliebt, wie in den USA, denn auch hier gibt es genug, wovon die Politiker in der EU gerne ablenken mögen. Vielleicht ist es aber auch alles tatsächlich so, wie es in den Medien in diesen Tagen dargestellt wird und es zieht wirklich eine neue Spirale der Gewalt auf. Sollte dem so sein, wäre das Problem wohl noch größer, da noch unkontrollierbarer und man müsste, ohne hiermit den Terrorismus in irgendeiner Form rechtfertigen zu wollen, die Schuld auch zu einem großen Teil wieder in der Politik suchen. Denn auch gerade im Kontext zu Griechenland ist es nichts Neues, dass die Unzufriedenheit in Wut, Hass und letztendlich auch in Gewalt umschlägt. Bislang kümmerte dies aber in vielen Fällen den Rest Europas höchstens am Rande, da es ein rein griechisches Problem war. Sollten die News, die uns in diesen Tagen erreicht haben, nicht gelogen gewesen sein, dürfte es nun ein europäisches Problem mehr geben. Man sieht, nicht nur der Raubtierkapitalismus ist ein guter Freund der Globalisierung. Lauscht man dem, was man in diesen Tagen aus Washington, Brüssel aber auch aus Berlin hört, sieht es aber leider nicht nach einem glaubwürdigen einlenken der Politik aus und das lässt uns am Ende dieser Woche leider wieder etwas düsterer in die Zukunft blicken.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Manfred Vogl // 5. Nov 2010 at 12:10

    Einen Kissinger-Ziehsohn als Finanzminister, Hillary Clinton als Außenministerin, mehrheitlich Lobbyisten im Stab …

    Es war von Anfang an klar, daß Obama kein Kennedy oder Martin Luther King ist.

Schreib was dazu