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Die Wahrheit des Wortes

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Terror in Moskau bedroht ganz Europa

25. Januar 2011

Am gestrigen Tag erschütterte ein heftiger Anschlag die russische Hauptstadt Moskau. Ziel war diesmal der größte Moskauer Flughafen Domodedowo, wo sich wohl ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte und weit über 30 Menschen mit in den Tod riss und unzählige Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzte. Schon kurz nach dem Attentat stand für die breite Welt der Medien fest, dass man die Brut des Terrors im Kaukasus suchen müsse. Nach 20 Minuten Hetze in Richtung Kaukasus wurde dann aber meistens auch kurz erwähnt, dass es sich natürlich bei alldem nur um Spekulation handelte, bevor es wieder neu begann. Dies bedeutet hier wurden wieder einmal Fakten geschaffen, die eigentlich gar keine waren und man schon sehr konzentriert schauen musste, um dies zu erkennen. Aber es ging noch weiter, denn der Terror wurde von den Medien auch direkt nach Europa und damit unterschwellig auch nach Deutschland getragen und dies in einem Maß, wie es bislang zu mindestens aus dieser Richtung noch nicht der Fall war.

Ist Bin Laden out?
Man fragt sich natürlich, was mit dieser neuen Taktik verfolgt werden soll. Noch vor gut neun Monaten, als es zu dem letzten massiven Attentat in Moskau kam, konnte man dieses Verhalten der Medien nicht so klar erkennen. Der Fall von vor neun Monaten, als es zu einem vergleichbaren Drama in der Metro der Metropole mit ihren etwa 11 Millionen Einwohnern kam, ist bis zum heutigen Tage nicht im Ansatz glaubwürdig aufgeklärt worden und auch damals kursierten schon schnell Gerüchte, dass es vielleicht Hintergründe geben könnte, die die Täter nicht im Nordkaukasus vermuten ließen, denn dieser Terror in Moskau führt natürlich auch immer zu massiven politischen Bewegungen. In einem solchen Geflecht, wie man es hier vorfindet, stellt sich natürlich auch die Frage, in wie fern die Medien in diesem Geflecht mitverwoben sind oder ob es einfach um eine neue Technik geht, was die Erhöhung der Quoten angeht. Auch hier ist vieles möglich, es scheint nur in jedem Fall so, als sei Osama bin Laden im Moment ziemlich out und man versucht zu mindestens für Europa neue Feindbilder zu schaffen.

Ganz anders sieht es da mit der Verbreitung von Angst und Schrecken in unbeteiligte Länder aus, denn unabhängig davon wer nun hinter dem Attentat auf den größten Moskauer Flughafen, über den im Jahr 20 Millionen Passagiere gehen, steckt, baut man hier auch direkt wieder Brücken in die hiesigen Regionen und das ist natürlich wieder sehr bemerkenswert. Es scheint ein massives Interesse zu geben, dass solche Anschläge weit über den eigentlich Ort des Geschehens hinaus Wirkung zeigen. Die Art und Weise, wie hier im oben genannten Stil Fakten geschaffen werden, die allein vom Kern her schon keine sind, da noch nicht im Ansatz eine Beteiligung irgendeiner kaukasischen Gruppe gesichert wäre, ist bedenklich. Eine Folge ist übrigens, dass so eine Spaltung ethnischer Gruppen vorangetrieben wird, denn kurz nach den ersten Verdächtigungen in Richtung Kaukasus, konnte man die Hetze auch schon auf  Twitter verfolgen. Auch so kann man natürlich ganz schnell Stimmung machen, die wohl kaum aus Bereichen des Kaukasus selbst kommen dürfte. Die so entstehende Verwirrung scheint auch mehr und mehr zum Prinzip zu werden, wie man an einfachen Beispielen erkennen kann.

Wird der Terror der Zukunft noch nachweisbar sein?
Wenn es in der heutigen Zeit um die Bedrohung durch den internationalen Terror geht, wird einem noch etwas klar, die Strukturen weichen immer mehr auf. Klare Bekennerbotschaften bleiben aus und man muss sich natürlich fragen, wem dieses Vorgehen nutzen würde. Den Terroristen wohl kaum, denn diese haben ein ureigenstes Interesse klar zu machen von wo der Terror ausgeht und was man damit erreichen will. Auch hier scheint man Indizien zu finden, dass vieles nicht so ist, wie man es in den Medien vermittelt bekommt. Fakt ist, dass sich hier die Welt vielfach auf diesem Weg immer weiter neu sortiert, auch dies spricht für andere Quellen des Terrors. Ein großes Problem ist natürlich, dass sich gerade auch die etablierten Massenmedien, die sich an der Verbreitungen solcher Spekulationen, die so kurz nach einem Attentat auch kaum etwas anderes sein können, beteiligen, ganz allgemein noch unglaubwürdiger machen. In einem solchen Fall könnte weniger wirklich mehr sein und kein ernsthaft an soliden Nachrichten interessierter Mensch würde es verübeln, wenn es kurz nach einer solchen Tat nur wenige Fakten gibt.

Ein weiteres Problem ist natürlich auch, dass die Medien oftmals damit nicht dem Weg der Unschuldsvermutung folgen und es so natürlich zu einer Vorverurteilung kommt. Dadurch können dann natürlich die oben genannten Probleme, wie die Hetze auf Twitter, entstehen. Eine spätere Klarstellung oder ähnliches kann den entstandenen Schaden nicht ausgleichen, auch dies sollte man auf Seiten der Medien berücksichtigen, wenn man sich so verhält, wie man es in dem aktuellen Terrorfall des Moskauer Flughafens getan hat. Man kann nur hoffen, dass es bei alldem wirklich nur um eine gewisse Gewinnmaximierungssucht geht, dies wäre zwar schon schlimm genug aber immerhin noch besser, als wenn man sich von den Machthabern dieser Welt politisieren lassen würde. Dies geht übrigens schneller als man denkt, wie man spätestens seit dem Wahlsieg von Barack Obama weiß und auch hier klingen die mahnenden Worte manch Medienmachers in den heutigen Tagen wie der pure Hohn, schließlich haben gerade auch viele der Großen das Spiel ganz brav mitgespielt. Nun sollte man, bevor man den Terror von Moskau nach München oder Köln trägt, einfach den Fokus wieder auf die Fakten richten, seien sie auch noch so gering, wie es im Fall des Anschlags von Moskau der Fall ist.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Politik

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