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Die Wahrheit des Wortes

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So geschickt agieren die Kirchen

5. August 2015

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Kirchen produzieren in diesen Tagen wieder ordentlich Schlagzeilen und es lohnt wieder einmal ein Blick dahinter. Dies gilt auf der einen Seite für die evangelische Kirche, welche am vergangenen Wochenende zum Frieden aufrief, wo man natürlich erst einmal nichts gegen einwenden kann. Aber auch bei den Katholiken tat sich einiges, so entließ der Papst der Armen in der letzten Woche einen Priester, welcher auch als Pfarrer im Bistum Limburg tätig war, womit dieses auch weiterhin nicht aus den Negativschlagzeilen kommt. Wenn nun Papst Franziskus jemanden wegen Kindesmissbrauch feuert, gilt dies natürlich als hartes Durchgreifen und sorgt erst einmal ebenfalls für positive Nachrichten. Man könnte nun also meinen, dass die Kirchen endlich einmal aus den ständigen Skandalen rausgekommen wären, diese Erkenntnis schwindet allerdings, wenn man sich mit den hier geschilderten, vermeintlich guten Nachrichten ein wenig tiefer beschäftigt und feststellt, wie geschickt die Kirchen doch wieder einmal agiert haben. Denn es sind genau diese Nachrichten, die vor allem zu weiteren Fragen führen sollten. Warum zum Beispiel einen Aufruf zum Frieden an einem 70 Jahre alten Kriegsereignis festmachen, obwohl es mit dem großen Religionskrieg aber auch anderen Kriegen genug aktuelle Anlässe geben würde. Was die Entlassung durch den Papst angeht, kommen gleich mehrere Fragen auf, so zum Beispiel natürlich auch, warum die ganzen Missbrauchsfälle noch immer nicht im Ansatz angemessen aufgeklärt und aufgearbeitet wurden? Es zeigt sich aber auch, dass dieses Problem nicht, wie man immer wieder versucht zu verkaufen, ein uraltes ist, welches es schon lange nicht mehr gibt.

Nur nicht am Krieg die Finger verbrennen
Die Atombombenabwürfe der USA über dem japanischen Hiroshima und Nagasaki liegen nun ziemlich genau 70 Jahre zurück. Längst weiß man, dass die Gründe, welche die Amerikaner für diese Massenmorde in die Geschichtsbücher schrieben ließen, auch wieder nur Lügen waren. Es sind genau solche Fakten, die auch dafür sorgen, dass man davon ausgehen kann, dass wohl viele Fakten in Sachen amerikanischer Kriege ebenfalls nur Lügen sind, um als Schutzmacht und nicht als Aggressor da zu stehen. Man ahnt schon, wie in einigen Jahrzehnten dann wohl auch die Wahrheit über 911 eine ganz andere sein könnte und dies den aktuellen, großen Religionskrieg auch in einem ganz anderen Licht zeigen würde. Womit der Bogen zum Christentum und den Kirchen gespannt wäre. Da rief die evangelische Kirche am Wochenende im Kontext der gerade geschilderten Atombombenabwürfe über Japan 1945 zu mehr Frieden auf. Warum geschieht dies nicht, wenn es um den angesprochenen Religionskrieg geht oder um den Krieg in der Ukraine? Es gibt aktuell ausreichend Gründe, um sich massiv für Frieden, gerade auch in Europa, einzusetzen, da will man sich aber scheinbar nicht die heiligen Finger dran verbrennen. Im System des Westens, wo die Kirchen natürlich ein fester Bestandteil von sind, ist dies allgemein eine Linie, der man gerne folgt. Immer wieder wird auf die Geschichte hingewiesen und aufgezeigt, warum sich diese nicht wiederholen darf, um auf der anderen Seite direkt zu beweisen, dass man sehr viel dafür tut, dass sich diese doch immer wieder wiederholt. Man erkennt die große Heuchelei auch hier ganz deutlich. Auch dies ist ein Grund, warum auch dieser Teil des westlichen Systems beim Systemwechsel unbedingt berücksichtigt werden muss.

Das Ende ist offensichtlich nicht absehbar
Selbstverständlich bleibt in Sachen Kirchen aber auch weiterhin das Thema Kindesmissbrauch das größte Skandalthema und ein Ende ist offensichtlich auch nicht absehbar. Hatte man immer wieder versucht, den Beweis zu erbringen, dass es sich beim Thema Missbrauch, um ein längst abgeschlossen handelt, scheint sich nun nach und nach das genaue Gegenteil zu zeigen und man wäre nicht verwundert, wenn es auch in diesen Tagen noch akut wäre. Schaut man sich den neusten Skandal im Bistum Limburg an, wo die Fälle noch keine Jahrzehnte zurückliegen, ahnt man, dass sich hier bei den Kirchen ebenfalls gar nichts verändert hat. Gar nichts ist natürlich auch das Stichwort, wenn es um die nachhaltige Aufklärung und Aufarbeitung der Altlasten in diesem Kontext bei den Kirchen geht. Immer wieder tut man so, als würde man aufklären und sich um die Opfer kümmern aber wirklich Zählbares bleibt dann doch wieder aus. Aussitzen und weiter vertuschen, scheint noch immer ganz oben auf der Agenda zu stehen, was natürlich auch bedeutet, dass man die nicht abebben wollenden Kirchenaustrittsflut auch weiterhin nur begrüßen kann. Natürlich ist die Entlassung des Priesters ein gutes Zeichen aber es ist in Anbetracht der Größe des Gesamtskandals auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Überlegt man sich, dass im Vatikan nun schon seit längerer Zeit zwei Päpste sitzen, muss man doch sagen, dass sie auch beide weiterhin einfach nur enttäuschen. Es sind die hier geschilderten Sachverhalte, welche aber natürlich auch noch einmal sehr schön beweisen, wie geschickt bei den Kirchen Schlagzeilen gemacht werden und wie sehr man sich darauf verlassen kann, dass diese von den systemtreuen Massenmedien auch dementsprechend kritiklos verbreitet werden.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Art for Europe » Auferstehung in Berlin // 27. Aug 2015 at 04:26

    […] Religion beigesetzt. Unabhängig von Herkunft und Religion sollte in Zeiten des großen Religionskrieges allgemein vielmehr sein, würde es doch sehr vieles im Leben wesentlich vereinfachen. Ich […]

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