fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

So geht das Scheitern munter weiter

21. März 2018

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Am Wochenende wurde Wladimir Putin erwartungsgemäß zum vierten Mal gewählt, was in den systemtreuen Medien in Deutschland für Schlagzeilen sorgte, welche zum Beispiel von seiner unheimlichen Macht sprachen. Man fragte sich, wo diese Schlagzeilen zuvor bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) waren, als diese zum vierten Mal gewählt wurde. Es sind diese Kleinigkeiten, die sich allerdings so aneinanderreihen, dass man eben von Propaganda und nicht von freien und unabhängigen Berichten sprechen muss, die vieles aufzeigen. In Russland setzte man sich für eine hohe Wahlbeteiligung ein, auch dies wurde vielfach so dargestellt, als hätte das Ziel ein Geschmäckle, dabei setzt man sich in Deutschland auch immer wieder für hohe Wahlbeteiligungen ein. Natürlich kann man beide politische Systeme nicht direkt miteinander vergleichen, so kommt Putin mit seiner vierten Amtszeit auf 24 Jahre und Merkel (CDU) nur auf 16 Jahre aber die Tendenzen sind schon sehr interessant. Dies gilt auch an einigen anderen Stellen, wie die gerade installierte, erneute Große Koalition (GroKo) schon erkennen lässt, wichtiges Stichwort ist da auch der Populismus, welchen man immer wieder gerne der Alternative für Deutschland (AfD) vorwirft und dabei gerne verschweigt, dass es zum festen Stil der Dauermachthaber gehört. Überhaupt ist der Umgang der Dauermachtclique und ihrer Medienhelfer mit dem ersten, ernstzunehmenden politischen Gegner seit Jahrzehnten ein sehr spannender.

Alles nur geklaut
Populismus prägte auch die jüngsten Aussagen des neuen Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) zum Thema Islam. Jeder müsste längst erkannt haben, dass hier, auch wenn es immer wieder verleugnet wird, ganz gezielt Themen der Alternative für Deutschland (AfD) abgegriffen werden, um im Wahlkampf zur Bayernwahl noch irgendwie zu punkten. Was hat man dort nicht alles versprochen, von klaren Flüchtlingsobergrenzen bis hin zu Klagen gegen die Regierung, geblieben ist nichts, außer sein Posten in der Neuauflage der Großen Koalition (GroKo). Sein Problem wird nun, dass man die Sachlage so verstehen kann, dass die Themen nicht das Problem sind, denn ein großer Aufschrei, wie man ihn in Sachen AfD kennt, konnte man bei der CSU bislang nicht erkennen. So scheint nur der politische Gegner selbst das Problem zu sein. Nun könnten Menschen, den großen Aufstand gegen die AfD, der auch massiv von den systemtreuen Medien geführt wird, als Heuchelei verstehen und sich bei der Stimmabgabe für das Original entscheiden, was dann allerdings nicht mehr das Problem von Seehofer (CSU) sein wird. Kommen wir aber nun zum wahren Großmeister in Sachen Populismus und dies ist ein Altbekannter bei diesem Thema, nur fällt es nun so richtig auf, da auch er es in die Regierung geschafft hat. Was Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Sachen Armut und Abtreibung vom Stapel ließ, schlägt die AfD in Sachen Populismus ganz locker. So wird es evident, dass sowohl bei der Art des Vortrags, wie auch bei den Inhalten, nur die Partei dahinter zählt. Gewisse Inhalte und Populismus bleiben somit ein Problem der AfD, bei den Dauermachthabern scheint all dies hingegen legitimer Politalltag sein zu sollen.

Man könnte sich ein eigenes Bild machen
Die Dauermachthaber und ihre wechselnden Steigbügelhalter hatten verkündet, die AfD, vor allem auch im Parlament, stellen zu wollen. Auch hier lässt sich das Scheitern dieser kleinen Clique und ihrer Propagandaorgane sehr schön aufzeigen. Es sieht doch ziemlich dumm aus, wenn diese Ankündigung nun ins Leere läuft, denn so könnte dieser Schuss extrem nach hinten losgehen und genau danach sieht es im Moment aus. Den politischen Gegner mit den immer gleichen Floskeln zu beschimpfen, ihm Zwischenfragen zu untersagen und ähnliche Verhaltensmuster haben mit diesem Stellen rein gar nichts zu tun. Ein sehr gutes Beispiel gab es gleich zum Wochenauftakt, wo die Ergebnisse einer Syrienreise, welche einige AfD-Mitglieder gemacht hatten, zu Diskussionen führten. Das Bild, welches dort von diesem Bürgerkriegsland gemacht wurde, deckte sich so gar nicht, mit dem, was man aus dem kritisierten Teil der Medien in Deutschland kennt. Dies heißt natürlich nicht, dass die Staatsmedien oder andere Journalisten, welche man zu den Systemtreuen zählen muss, lügen würden. Man fragt sich nur, warum die AfD auch an dieser Stelle nicht enttarnt wird, wie es versprochen wurde. Wenn dann Experten von n-tv auch noch einräumen müssen, dass es eine gute Idee wäre, sich tatsächlich einmal ein eigenes Bild der Zustände in Syrien zu machen, ist doch vieles erklärt. Den Vorwurf zu erheben, diese Reise hätte den Sinn gehabt, eigene politische Ziele besser zu verkaufen, zeigt auch wieder die große Verzweiflung des genannten Personenkreises und führt zwangsläufig zur Frage, warum dieser Vorwurf nicht auch bei anderen Parteien erhoben wird. Natürlich ist dies der Sinn solcher Reisen, was allerdings allgemeingültig ist. Man sieht, es ist wichtig, sich mit dem Scheitern des noch vorherrschenden Systems zu beschäftigen, um wirklich das ganze Bild zu sehen, ansonsten läuft man Gefahr, auf die kleinen, oftmals manipulierten Ausschnitte reinzufallen.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Der BALLacker » Dauerwerbesendung und Papierflieger // 26. Mrz 2018 at 06:52

    […] Was somit von der Dialogbereitschaft des Ex-Politikers, der nun die Sektion Fußball in Merkelland leitet, zu halten ist, ist klar erkennbar. Ob dieses Land noch mehr Spaltung braucht, sollte von […]

Schreib was dazu