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Die Wahrheit des Wortes

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Obama und McCain auf dem Weg zur Macht

3. November 2008

Politisch gesehen ist diese Woche, die wohl entscheidendste in diesem Jahr. Denn in dieser Woche entscheidet sich ob Barack Obama von den Demokraten der neue Präsident der USA wird oder ob es mit den Republikanern unter John McCain weitergeht. Aber nicht nur in den USA werden wegweisende politische Entscheidungen gefällt, auch in Deutschland steht eine denkwürdige politische Entscheidung an. Hier wird sich zeigen, ob die Erben der SED zum ersten Mal in einem westlichen Bundesland politischen Einfluss nehmen werden. Denn Andrea Ypsilanti (SPD) will versuchen in dieser Woche doch noch Ministerpräsidentin in Hessen zu werden und somit durch eine Tolerierung der Linkspartei von Wiesbaden aus zu regieren.

Der böse McCain und der gute Obama

Man muss es wohl als erschreckend bezeichnen, wie schnell Menschen ganz offensichtlich vergessen. In Wiesbaden spielt sich dieser Tage wohl ein Skandal ab, denn sollte sich Andrea Ypsilanti (SPD) tatsächlich durch die Linke tolerieren lassen und so ihren Machthunger stillen, wäre der Wortbruch der SPD tatsächlich vollzogen. Welche Auswirkungen dies auf die Politikverdrossenheit im Allgemeinen haben wird, mag man sich gar nicht vorstellen. In den USA hingegen kann man dieser Tage nicht von Politikverdrossenheit sprechen, denn man geht von der höchsten Wahlbeteiligung seit langem aus. Hier liegen die Probleme eher an einer anderen Stelle, denn es wurde lange nicht mehr so manipulativ berichtet, wie im Rahmen des Wahlkampf zwischen John McCain und Barack Obama. Ob diese Manipulation, in der vermeintlich wichtigsten Demokratie der Welt, funktioniert hat oder nicht, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Ein guter Beweis, wie einseitig die Berichte über die beiden Kandidaten zu den US-Präsidentschaftswahlen in den Medien sind, war auch der Weltspiegel auf der ARD von gestern Abend. Denn hier ging es um beide Kandidaten, um Republikaner, wie auch um Demokraten. Obama war hierbei, wie meistens, der Sunnyboy, der Gute, der der Amerika retten wird. Es wurde sogar über die, für die Wahl so bedeutenden, Anhänger in Kenia berichtet. McCain kam in den verhältnismäßig geringeren Einblendungen, wie so oft eher schlechter davon. Man sucht eben bei Obama immer die positiven Dinge heraus und bei McCain die negativen. Ob dies als ausgeglichen und fair bezeichnet werden darf, mag jeder Leser für sich beurteilen. Hart war natürlich auch die Drohung von Heidi Klum und ihrem Seal, dass sie laut Medienberichten die USA verlassen würden, wenn McCain der neue Präsident der USA würde. Man darf gespannt sein, ob beide sich dann auch geschäftlich von den USA und ihrem Einfluss lösen und ab sofort kein Geld mehr verdienen.

Wollen wirklich alle Obama?

Aber Frau Klum und ihr Seal sind nicht alleine. So hat unter anderem auch die amerikanische Schauspielerin und Produzentin Susan Sarandon angekündigt die USA zu verlassen, sollte McCain der neue Präsident werden. Die Redaktion empfiehlt Frau Sarandon doch nach Nordkorea auszuwandern, da kann sie dann sicher sein, ganz ohne Rechtskonservatismus auszukommen. Es ist erschreckend, wie gerade im Moment die aufschreien, die auch in den letzten acht Jahren unter George W. Bush gutes Geld verdient haben und sich zum Teil doch eher als unpolitisch gezeigt haben. Sie hatten acht Jahre Zeit ihre Stimme zu erheben, tun es aber erst jetzt, glaubwürdig ist ein solches Verhalten nicht gerade. Ob es im Sinne der Politik ist, wenn sich nun Stars und Sternchen meinen einmischen zu müssen um PR zu bekommen, darf dies mit einem großen Fragezeichen versehen werden. Es bleibt aber unter dem Strich bei all diesen vermeintlichen Nachrichten eine Frage offen, wie sieht es wirklich für Obama und McCain auf dem Weg zur Macht aus? Bei genau dieser Frage ergibt sich die Antwort fast von selbst.

In Deutschland vermelden fast alle TV-Stationen ständig, wie groß der Vorsprung von Obama ist und wie weit abgeschlagen McCain ist. Dann sollten doch alle, die für den ersten schwarzen Präsidenten in den USA sind, zufrieden sein. Man hört immer wieder aus allen Wählergruppierungen, dass sie Obama wählen auch dies wäre dann nur positiv für ihn. Heute berichtet sogar das ZDF, dass selbst die eher konservativen Senioren in Sun City in Florida hinter Obama stehen, genau wie die Afroamerikaner, die Deutschen und die Kenianer. Eigentlich kann dann nichts mehr schief gehen für Obama und die Republikaner. Aber warum dann die Skepsis, warum diese teilweise vernichtenden Kampagnen gegen McCain. Was fürchtet man? Man darf wohl als Fakt festhalten, dass es bei weitem nicht so klar ist, wer der nächste Präsident der USA wird, wie es uns die Medien verkaufen wollen. Denn Barack Obama ist noch genauso wenig an der Macht, wie John McCain. Nur noch einige Tage und dann sind wir alle schlauer, was die großen Machtfragen in den USA aber auch in Hessen angeht.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Neues aus Österreich · Politik

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