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Die Wahrheit des Wortes

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Neues von Josef Fritzl und dem Horrorhaus von Amstetten

5. Mai 2008

So traurig es auch sein mag, beginnt auch diese Woche wieder mit Neuigkeiten von der Tragödie um den Inzest von Amstetten. Denn außer vielen Gerüchten und einer überraschend früh erscheinenden Aussage des Ermittlungsleiters, der sagt `… unser Puzzle ist fast fertig…`, gibt es auch wieder neue schreckliche Fakten die zum Teil darauf beruhen, dass laut Medienberichten das Opfer Elisabeth Fritzl ausgesagt haben soll. Somit erhält die Öffentlichkeit nun noch tiefere Einblicke in ihr grauenvolles Martyrium, welches sie die letzten 24 Jahre durchleben musste.

Die ersten Jahre des Martyriums von Elisabeth Fritzl

Mehr und mehr melden sich Zeugen, in diesem mysteriösen Fall von Amstetten, in dem die mittlerweile 42-jährige Elisabeth Fritzl, 24 Jahre lang in einem Kerker im Keller des Hauses ihres Vaters gefangen gehalten wurde. Zu Beginn wohl mit Handschellen gefesselt und später angeleint, wurde sie immer wieder von ihrem Vater Josef Fritzl missbraucht. Dies wohl auch noch später vor den Augen der beiden ersten Kinder. Fragwürdig bleibt aber, warum die Menschen, denen nun nach dieser enormen Zeitdauer plötzlich auffällt, dass wohl zum Beispiel mehrfach Hunde im Hausflur angeschlagen haben oder es Klopfzeichen gab, jahrelang darüber geschwiegen haben. Es tauchen plötzlich Personen auf, die von Lebensmitteldiebstählen und Stromklau gewusst haben wollen. Warum haben sie so lange geschwiegen? Man muss wohl in solchen Fällen auch ein Mal näher beleuchten, ob sie nicht so eine Mitschuld an der Tragödie hatten?

Auch als sehr fraglich einzustufen ist das Verhalten des Anwaltes von Josef Fritzl. Dr. Rudolf Mayer, über den fairschreiben.de schon in einem anderen Bericht über diese grauenvolle Tragödie schrieb, ist der Auffassung das sein Mandat, dessen Kern in seinen Augen pulverisiert sei, eher eine Strafe in Form eines Psychiatrieaufenthalts erhalten sollte. Es muss wohl gefragt werden, wie man zu dem Erkenntnisstand gelangen mag, dass ein Mann, der ein solches Verbrechen planen und 24 Jahre lang in die Tat umsetzen konnte, nun als Unzurechnungsfähig gelten sollte? Laut Berichten in den Medien, hielt er seine Tochter zwischen 6 Monaten und 10 Jahre lang in nur einem Raum gefangen. Womit sich weitere Fragen in der Sache ergeben. Denn wenn der Sachverhalt, wie geschildert gelagert war, bleibt auch die Frage offen, wie man aus einem genehmigten Luftschutzraum über all die Jahre, einen 60 qm großen Kerker entstehen lassen konnte, ohne das jemand etwas mitbekam.

Die Rolle der Medien im Fall von Amstetten

Wie im oberen Absatz aufgezeigt, weichen die Berichte der Medien am heutigen Tag teilweise ein Mal mehr markant von einander ab. Was umso erstaunlicher wirkt, wenn man zu Grunde legt, dass es bei dem angesprochenen Zeitraum, um einen Teil des Inhaltes der Vernehmung des Opfers Elisabeth Fritzl gehen soll. Das ZDF zum Beispiel berichtete davon, dass es sogar soweit ging, dass am Wochenende deutsche Urlauber einen Abstecher nach Amstetten, auf ihrem Weg in den Urlaub, gemacht hätten. Man muss sich da wohl auch an Stelle des ZDF fragen, ob dies nicht einer gewissen Logik folgt, wenn man sich die Berichterstattung seit Bekannt werden der Tragödie anschaut. Die 35 Ermittlungsbeamten, denen übrigens mittlerweile auch Psychologen zur seelischen Unterstützung zur Seite stehen, können doch scheinbar so gut wie keinen Schritt ihrer Arbeit mehr tun, ohne dabei völlig von den Medien belagert zu werden. Da darf es nicht verwundern, wenn der ein oder andere auch ein Mal persönlich zu diesem schrecklichen Ort reist.

Man kann bei all dem auch viel über die Ethik und Moral, nicht nur der Taten an sich, sondern auch über die Berichterstattung in den Medien und den daraus resultierenden Fakten in der Gesellschaft philosophieren. Denn, wie zu Beginn schon berichtet, gibt es plötzlich immer mehr Zeugen, bei denen es zum Teil zu mindestens den Anschein hat, dass es ihnen mehr darum geht jetzt im Fernsehen zu sein und Kasse zu machen, als tatsächlich zur Aufklärung der Tat beizutragen. Denn, wie kann man es anders erklären, dass es scheinbar keiner dieser Aussagen in den letzten 24 Jahren zu den Ermittlungsbehörden geschafft hat. Einer ähnlichen Fragestellung muss sich auch Christa Woldrich stellen, die einem heute im Nachrichtensender n-tv begegnete und nach all den Jahren wieder Kontakt zu ihrer alten Freundin Elisabeth Fritzl sucht. Warum gingen die Bemühungen früher nicht schon weiter? Wenn ein Mensch verschwindet, drei Babys wie aus dem Nichts auftauchen, muss man einfach davon ausgehen, dass Josef Fritzl wahrscheinlich kein Einzeltäter war und falls dem doch so sein sollte, es wohl in jedem Fall Mitwisser gab, bei denen man prüfen sollte, inwieweit dieses Mitwissen, nicht auch zu einer gewissen Mitschuld geführt hat.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Neues aus Österreich

Bis jetzt 11 Kommentare ↓

  • 1 Gimbel // 6. Mai 2008 at 08:10

    Dieser grauenhafter Mensch,psychisch krank?Wo den bitte?Eine Bestie der eingesperrt gehört und nie wieder rausgelassen.Diese arme Frau hat alleine da unten Kinder auf die Welt gebracht und nicht wie die meisten Frauen im KH und dazu kein normales Licht ist ständig misshandelt worden, das sind Kinder von ihren Vater, so ein perverses Schwein.Ich möchte wissen wie viele solche Verliese es noch gibt und meiner Meinung nach sollten alle Keller in Österreich untersucht werden und glaube das ein Mensch der nichts zu verbergen hat damit auch vollkommen einverstanden ist und sein wird.Noch verstehe ich diesen Anwalt vom Fritzl nicht ,ich würde diesen nie ,niemals verteidigen wollen auch wenn ich Millionen bekäme,dieses Schwein soll sich selber verteidigen.Ich bitte alle Politiker alle Keller in Österreich ,am besten der ganzen Welt ,so richtig mal untersuchen zu lassen.Hoffentlich laufen nicht mehrere Fritzel´s frei rum.

  • 2 tiger // 7. Mai 2008 at 12:03

    This man is so evil , and you can never ever make me believe that he is sick in his head.
    What he has done was on purpose.
    Has anybody in Östreich ever heard about eye for eye and tooth for tooth? Isn,t it about time that he get,s what he has given?
    Let the man be happy that I not am the judge, I would let him become also. castrated without any painkiller.
    To start with I mean.
    There are no words too find to discribe this evil man.
    I feel so extreme sorry for his douhter and her children,I realy hope that there will be a day where their pain will go away, but that is somthing which only God can give to this poor victims of this mean and evil man.
    And yes all the writer Gimbel is right.
    By the way, all the people which have complaintsabout the police,where were they to help ? To give complaints is so easy, just shut up end look at your self.

  • 3 Lillie // 7. Mai 2008 at 12:13

    Toen ik gezien en gehoord had wat Josef Fritzl gedaan had ben ik werkelijk heel erg geschrokken, ja dat iemand zo slecht kan zijn.
    Gevangenisstraf? nee, dat is niet genoeg, laat hij zich maar kapot werken 20 uur per dag, en alleen water en brood, ook niet te vaak, wat een vuil mens.
    Op vakantie gaan, ja jezelf fijn laten masseren op het strand en lekkere dingen eten enz, terwijl je kind gevangen zit en dat zolang zonder daglicht.
    Die man is alleen maar door en door slecht, niks goeds aan en ook niet meer te verhelpen.
    Mocht hij ook schuldig zijn aan de moord op dat 17 jarige meisje, dan hoop ik dat ze een heel heel zware straf voor hem uitdenken.
    Doodstraf is niet goed genoeg, dan is hij te snel uit zijn lijden, laat hij maar goed voelen wat hij heeft gedaan die vuile smeerlap.
    Bah wat is de wereld slecht.

  • 4 tina // 9. Mai 2008 at 12:00

    ich find es nicht gut, dass hier geschrieben wird, dass man alle keller in österreich untersuchen sollte. es gibt in jedem land solche “kranke” menschen, die nach außen hin den lieben netten verständnisvollen nachbarn vortäuschen und in wahrheit monster sind. das fängt schon an wenn frauen geschlagen werden etc. vor allem ist es immer wieder erschreckend wieviele menschen doch etwas mitbekommen und lieber wegschauen als etwas zu unternehmen. die gesellschaftliche entwicklung heutzutage, bei der jeder nur an sein wohl denkt ist schrecklich.
    lieber einmal mehr die polizei verständigen, als kinderschänder, eltern die ihre kinder vehungern lassen und was es sonst noch gibt frei herumlaufen zu lassen.
    ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen wie es solchen opfern geht, aber sie haben mein tiefstes mitgefühl.

    man sollte sich immer vor augen führen, dass jeder von uns ein opfer solcher taten werden kann, und darum find ich es auch besonders wichtig nicht einfach wegzuhören und so zu tun als ob es uns nichts angeht.

  • 5 flo // 11. Mai 2008 at 19:58

    Ich bete jeden Tag, das dieses Monster seine Strafe bekommt! Von einer “gerechten” Strafe darf und kann hier nicht mehr die Rede sein!! Wenn soetwas in unserer Welt geschieht, dann frage ich mich jedesmal, ob die Menschheit nicht doch vielleicht ausgerottet werden sollte…Kein Tier ist zu soetwas in der Lage, nur ein Mensch kann einem anderen Menschen etwas derart abartiges antun…Um wieviel besser wäre dieser Planet, wenn es unsere “vortschrittliche Menschheit” nicht gäbe…

  • 6 Christa W. // 28. Mai 2008 at 10:40

    Also alleine die Aussage der Mieter die dort wohnten, sie hatten Angst die Whg. zu verlieren, darum hat man den Aufforderungen des Fritzl Folge geleistet, ist sowas von erbärmlich. Angst die Wohnung zu verliere, Elisabeth und ihre Kinder haben Ihr Leben verloren!!!!!!!!!!!!!!!!
    Keiner von den Mieter oder sonst wer, war fähig sich stark zu machen und der Sache nachzugehen, WARUM man nicht in den Keller darf und in den Garten, was sind das für feige Menschen, also echt. Wäre irgendeiner nicht so feig gewesen, hätte man vielleicht das schlimmste noch abwenden können.
    Hätte ich dort gewohnt und das ist jetzt keine Spekulation, wäre ich bestimmt wenn der Fritzl nicht da gewesen wäre, da mal runter maschiert, denn wenn ein Mensch permanent solche Verbote ausspricht, sollte man sich vielleicht doch Gedanken darüber machen, WARUM, wie sagt man so schön, “hat der leicht eine Leiche im Keller”
    Ich hoffe das sich Elisabeth und ihre Familie irgendwie erholen können und vielleicht finden sie in ein halbwegs normales Leben.
    d.Freundin von Elisabeth

  • 7 Bea // 18. Jun 2008 at 10:24

    Es ist erschreckend und macht mir angst was ich alles lese. Man hört nur wie man dieses Monster bestrafen will, keinen kümmert es, dass Elisabeth und ihre KInder eigentlich immer noch nicht richtig frei sind. Sie wird belagert von Reportern, kann nicht mit ihren Kindern raus. Warscheinlich kann sie noch nicht mal ein Fenster öffnen ohne Angst zu haben, dass sie von irgendjemanden belästigt wird. Was ist das für ein Leben???
    Sie ist eine starke Frau und wird irgendwann der Welt erzählen was sie erlebt hat. Aber solange sollte man sie einfach in Ruhe leben lassen!

    Fritzel ist ein alter Mann, sein leben ist fast vorbei! Jede Strafe die er bekommt, wird zuwenig sein!!

  • 8 Alina // 5. Jul 2008 at 22:55

    Ohh doch, müssen alle Keller untersucht werden und nicht nur in Österreich.. Und, Leute, aufpassen, aufpassen, hilfsbereit sein und selber aufpassen…

    Die Strafe für Fritzl ist sein Leben, ein Monster zu sein und die ganze Welt sagt das dir, ist das nicht schon die Strafe?
    Wenn er nachdenken würde, was er gemacht hat( er wird wohl Zeit im Knast dafür haben), dann soll er IMMER WIEDER geistlich sterben.. immer wieder…

  • 9 nicki // 28. Mrz 2009 at 20:04

    ich kenne keinen menschen, selbst keine berühmte persönlichkeit in der geschichte der menschheit, die so stark und ehrwürdig ist, wie elisbeth fritzl.
    wie kann ein mensch dieses leiden aushalten und dazu noch das leiden der eigenen kinder mit ansehen über so viele jahre, dazu noch die verantwortung für diese kinder zu tragen und für sie zu sorgen.all dies übersteigt mein fassungsvermögen an menschlicher stärke.
    noch mehr verachte ich nun die bequemen menschen, die bei jeder kleinsten anstrengung stöhnen und für jede eigene unzulänglichkeit sehr schnell außen einen sündenbock finden oder einen verantwortlichen-ekelerregend solche weitverbreiteten charaktäre.
    juristische gerechtigkeit kann es indiesem fall nicht geben, solange josef fritzel nicht mindestens all dieses leid zugefügt w ird, das seine kinder erdulden mußten.aber es gibt eine gerechtigkeit innerhalb der seele.
    ein täter, der unschuldigen wesen, auch und besonders tieren leiden zufügt,wird niemals mehr in der seele reine freude empfinden können, während die so sehr gepeinigte seele eines unschuldigen opfers an jedem gesang eines vogels und an jedem sonnenstrahl heil und tiefe gerecfhtigkeit in seiner seele erfahren kann.dies wünsche ich elisabeth und ihren kindern von ganzem herzen, daß sie so viele teife glücksmomente in ihrem noch bevorstehenden leben erleben können,wie sie für uns ebenso wenig fast nicht vorstellabr sind, wie ihr leiden.
    ich nehme elisabeth und ihre kinder in meine täglichen , innigen gebete. sie sollen wissen, daß sie nicht alleine sind auf der welt, wennauch noch vorläufig vom normalen leben abgeschnitten und hoffentlich gut beschützt.
    liebe und gedanken kennen keine räumlichen grenzen, somit hoffe ich mit meinem tiefen mitgefühl und meinen innigen wünschen an sie und ihre kinder ein wenig helfen zukönnen.
    ich weiß nicht, ob diese familie finanziell ausreichend versorgt ist, zumal sie janoch lange nicht arbeitsfähig sind.
    gerne würde ich einen spendenfond gründen,damit sie sich nach und nach so viele wünsche erfüllen können, wie sie möchten und auf nichts mehr ver-
    zichten müssen.
    ich würde mich über eine antwort von gleichgesinnten freuen.

  • 10 Michael // 10. Aug 2010 at 22:02

    Liebe nicki! Sie sind selbst ein bewundernswerter Mensch. Sie haben die richtigen Gedanken. Auch ich wünsche Elisabeth und ihren Kindern alles gute, am besten sollte man von dieser Familie nie wieder etwas hören und wenn dann nur gute Nachrichten. Gönnen wir der Familie ihre wohlverdiente Anonymität. Leider war das Urteil gegen Fritzl weder Angemessen noch Gerecht nicht mal alle Straftaten wurden Angeklagt. Aber als kleiner Trost vor allen für die Opfer es war das Höchstmögliche was gefällt werden konnte.

  • 11 hmks comment // 18. Aug 2011 at 12:32

    Anscheinend dürften hier manche Schreiber nicht wissen was *fairschreiben
    Die Wahrheit des Wortes* tatsächlich bedeuten sollte. Diese Kommentare sind ja noch weitaus katastrophaler als das krankhafte Verhalten des Täters. Unglaublich und Bemitleidenswert.

Schreib was dazu