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Die Wahrheit des Wortes

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Neue Saison und neues Glück

8. August 2011

Endlich war es soweit und am Freitag begann mit dem Auftaktspiel zwischen dem amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund und dem Hamburger SV die 1. Bundesliga. Es war geschafft, endlich startete die Saison 2011 / 2012. Fußball ist natürlich auch gesellschaftlich relevant und findet deshalb auch auf dieser journalistischen Internetplattform immer wieder seinen Platz. Diese Plattform, die seit kurzem zu hÜlsberg-Die Agentur für Kunst, Kultur, Journalismus, Text, Fotografie, PR & SocialMedia gehört, zeigt aber natürlich nur die Highlights dieser Sportart, alles weitere übernimmt BALLacker, eine weitere Internetplattform aus dem selben Haus. Dies bedeutet, dass der Fokus hier ein wenig anders ausgerichtet ist, so geht es hier natürlich im Schwerpunkt nicht nur um die sportlichen Aspekte, sondern vor allem auch um die wirtschaftlichen, wie auch um die sportpolitischen. Leider hat sich auch der Fußball in den letzten Jahrzehnte mehr und mehr zu einer Ware, zu einem ganz eigenen Geschäftsfeld entwickelt, was wahrscheinlich aus ökonomischer Sicht her als große Errungenschaft gefeiert werden dürfte, tut dieser größten Volkssportart in Deutschland allerdings scheinbar nicht immer nur gut.

Gegen das Vergessen
In dieser Saison 2011 / 2012 jährt sich zum zweiten Mal der Todestag von Robert Enke. Der damalige Keeper von Hannover 96 litt unter schweren Depressionen und warf sich aus diesem Grund im Herbst 2009 vor einen Zug und setzte seinem Leben so ein Ende. Trauer und Entsetzen machten sich daraufhin in der Liga aber auch in der Nationalmannschaft, dem DFB und anderen Bereichen dieses Sports breit. In den Tagen nach seinem schrecklichen Tod machten viele Aussagen von Sportlern, wie auch von Funktionären die Runde, die sich für eine Veränderung in diesem Sport aussprachen, denn mittlerweile gelten hier die gleichen Spielregeln, wie auch in anderen Sektoren dieses globalisierten, raubtierkapitalistischen Systems. Auch im Bereich des Fußballs fordert dieses System, wie dieses Beispiel aus Hannover zeigt, eben auch seine Opfer und auch im Sport gelten die gleichen Halbwertzeiten, wenn es um das Vergessen geht, wie in den anderen Lebensbereichen auch oftmals. Viele Aussagen der Protagonisten dieses Sports von damals haben sich mittlerweile, als leere Worthülsen herausgestellt, wie man sie aus der Politik und der Wirtschaft kennt, was natürlich sehr traurig ist aber es gibt auch diese Saison wieder die Möglichkeit Zeichen zu setzen und vielleicht widmet man in diesem Kontext die eine oder andere Glanzparade diesem großartigen Torhüter, es wäre mehr als angemessen.

Es ist dieser Druck, der hier aufgebaut wird, um immer schneller, immer höhere Profite zu erzielen, der vielen Beteiligten so zu schaffen macht. Wie hoch der Druck auch in diesem Wirtschaftsbereich ist und wie zum Anfang dieses Artikel schon beschrieben ist es scheinbar nichts anderes mehr, zeigte sich in diesem Jahr auch in der Sommerpause sehr deutlich, denn es stand die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland auf dem Plan. Eine Sportart die man beurteilen kann, wie auch immer man mag, die aber in jedem Fall weiter nach vorne gebracht werden soll. Wer dieses Turnier, die zweite Fußballweltmeisterschaft innerhalb eines halben Jahrzehntes in Deutschland, verfolgt hatte, stellte doch fest, dass man vielfach den Eindruck gewinnen konnte, dass es hier um nichts mehr ging, als neue Märkte zu erschließen, was allerdings nur außerordentlich bedingt gelang, um es einmal vorsichtig auszudrücken und dies lag nicht nur am frühen Ausscheiden der NEIDischen Mädels gegen Japan. Hier werden gezielt neue Märkte, weitere Einnahmequellen im Bereich des Fußballs aufgebaut und dies leider wieder in einer Art, wo man das Gefühl nicht los wird, dass es nicht im Ansatz um die Sache der Frauen in diesem Sport geht, sondern nur um die Gewinnmaximierung in diesem Wirtschaftsbereich ganz allgemein und dies stellt natürlich schon ein weiteres Problem für diesen Sport dar, da wieder weder der Sport selbst, noch der Mensch im Vordergrund steht.

Fußball und Gewalt
Zum Ausklang der 1. Bundesliga in der Saison 2010 / 2011 musste man sich mit brutalen Ausschreitungen in der Commerzbank Arena in Frankfurt beschäftigen und auch die schweren Krawalle Berliner Fans im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zum Auftakt der aktuellen Saison im DFB-Pokal 2011 / 2012 haben bewiesen, dass dieser trennt sich auch nach der Sommerpause fortsetzen wird. Nun ist die Verknüpfung von Fußball und Gewalt nicht wirklich etwas Neues aber trotzdem sollte man hier die Entwicklungen genau im Auge behalten. Man muss davon ausgehen, dass sich die Gewalt in diesem Bereich des Sports auch in dieser Saison ausbauen wird, denn auch sie ist ein Zeichen der allgemeinen Unzufriedenheit, die sich in diesem Land ebenfalls ausbaut. Nicht umsonst findet man im Bereich der Hooligans und Ultras Mitglieder aller Schichten dieser Gesellschaft. Der Fußball im Allgemeinen ist eben auch immer ein sehr gutes Spiegelbild unserer Gesellschaft, dies kann man auch auf den Drang nach Unterhaltung oder auch Ablenkung, ganz wie man es sehen mag, beziehen, nicht umsonst wurden auch wieder in dieser Saison neue Rekorde beim Absatz der Jahreskarten erreicht und dies trotz steigender Preise, die man natürlich auch hier vorfindet. Dies sind aber noch lange nicht alle Negativseiten, die man in diesem gesellschaftlich so wichtigen Bereich aufzählen kann und muss.

Wie auch in vielen anderen Lebensbereichen, scheint auch im Sport und hier im Speziellen auch im Fußball, die Entwicklungen der USA ein großes Vorbild zu sein. Was einst reine Fußballarenen waren, die oft noch die Namen derer trugen, die diese Vereine groß gemacht hatten, sind es in der heutigen Zeit Multifunktionstempel, die die ganze Familie unterhalten oder eben ablenken und auch immer mehr dem elitären Fanbedürfnis nach Logen und ganzen Hotelanbauten nachkommen. Diese neuen Tempel des Konsums haben dann namentlich, wie gesagt, auch meist nichts mehr mit dem Sport zu tun, sondern mit den Geldgebern aus der Wirtschaft. Es scheint manchmal so, als hätte manch einer schon ganz vergessen, dass ganz weit unten, auf dem grünen Rasen, noch Fußball gespielt wird. Genau auf diesem kleinen Flecken Erde trifft man dann oftmals ein weiteres Phänomen dieses Sportes in seiner heutigen Ausführung an, die so genannten Fußballmillionäre. Hierbei handelt es sich um Sportler, die oft genug mehr durch Show, als durch sportliche Leistungen überzeugen aber dies kann man natürlich auch wesentlich besser vermarkten. Sollte es einmal vorbei sein, findet man dann auch scheinbar schnell einen Vertrag als Experte bei den Medien, wo man dann vermeintlich unabhängig von seinem Ex-Arbeitgeber, Fußballweisheiten am Fließband loslassen kann. Aber der Fußball und die Medien sind noch einmal ein ganz anderes Thema, von der ARD bis zum FCB aber es gibt natürlich auch noch eine Rückrunde, zu der man hier berichten kann und wird. In diesem Sinne auf die neue Saison, die hoffentlich in vielerlei Hinsicht mehr Glück bringt.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Medien · Sport · Wirtschaft

Bis jetzt 2 Kommentare ↓

  • 1 Der BALLacker » Der Anfang 2011 // 8. Aug 2011 at 05:25

    [...] war es auch in der 1. Liga wieder soweit und am Wochenende startete die Saison 2011 / 2012. Den Auftakt machte in diesem Jahr, wie immer am Freitag, Borussia Dortmund mit einem ganz souveränen 3:1 [...]

  • 2 Der BALLacker » Die Zeit der Bayern // 15. Aug 2011 at 00:13

    [...] zuvor noch den 1. FC Köln, wobei man dort nun weiß, dass eine 3:0 Heimniederlage zum Saisonauftakt auch nicht besser ist, als 5:1 auf Schalke im ersten Auswärtsspiel unterzugehen und dies [...]

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