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Die Wahrheit des Wortes

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Michael Schumacher – Der Krisenmanager

12. August 2009

Wahrscheinlich macht sich fairschreiben.de mit diesem Artikel keine Freunde aber der Ansatz hier ist es auch nicht sich Freunde zu machen, sondern unabhängig, aus einem anderen Blickwinkel, der nicht immer zwingend dem Mainstream unterliegen muss, zu berichten. Auch wenn natürlich ganz vornan die Frage steht, wie wichtig es überhaupt für die Welt ist, ob ein Michael Schumacher nun Autorennen fährt oder nicht, bewegt dieses Thema ganz offensichtlich die Massen. Massen bewegen in der heutigen Zeit ist gar nicht so einfach, dass spüren im Moment vor allem auch viele Politiker, denn so etwas wie Wahlkampf, will in diesem politisch ermüdeten Land nicht aufkommen, da ist es natürlich ein angenehme Abwechslung, wenn ein 40 Jahre alter Ex-Rennfahrer, solche Wellen schlägt und beweist, dass man die Massen ganz offensichtlich doch noch bewegt bekommt, wenn man es nur geschickt anstellt.

Grüßt nun täglich der Schummel-Schumi?

Michael Schumacher, der Formel Eins-König den so viele Menschen bewundern, kündigte vor gut 14 Tagen sein Comeback in den Rennzirkus an. Er wollte seinem Freund und Kollegen Felipe Massa helfen, der zuletzt beim Rennen in Ungarn einen schweren Unfall erlitt. Er wollte für sein Ferrari-Team da sein, letztendlich wollte und sollte er so etwas, wie der Krisenmanager für die Formel Eins sein und das ist ihm auch bestens gelungen. Wie weggeblasen waren plötzlich die ganzen Skandale und Streitereien in der Formel Eins, die Negativschlagzeile, dass BMW in der nächsten Saison nicht mehr an der Formel Eins teilnimmt, war von jetzt auf gleich im Nachrichtennirwana verschwunden, alles schien so perfekt. Nun muss man allerdings sagen, dass es wohl mehr Schein als Sein war und schon taucht in den Medien auch immer wieder der Begriff `Schummel-Schumi` auf. War sein Comeback ernst gemeint oder war alles nur ein riesiger PR-Gag, der ihn wieder in den Mittelpunkt rücken sollte? Da würde man doch gerne einmal einen Blick in die Bücher werfen und sehen, wie hoch der Anstieg beim Absatz von Fanartikeln und Tickets für die Restsaison ist.

Vereinzelt spricht man in den Medien auch schon davon, dass sich das Aus nur auf diese Saison beziehen könnte, was natürlich den Rückschluss zulässt, dass es vielleicht ein Comeback in der nächsten Saison geben könnte und sich all dies noch länger fortsetzen könnte. Wir kämen hier natürlich nicht im Traum darauf zu unterstellen, dass es ein durchgeplanter Auftritt war, den Michael Schumacher in den letzten zwei Wochen auf die Bühne der internationalen Medienwelt gelegt hat aber trotzdem bleiben Fragen in diesem Kontext offen, denen wir schon einmal nachgehen wollen. Natürlich ist man auch bei fairschreiben.de gespannt, was die Pressekonferenz um 14 Uhr in Genf ergeben wird. Michael Schumacher war seit er die Formel Eins verlassen hat vor allem Privatmann und damit gelten für ihn natürlich andere Regeln, als würde er noch als Rennfahrer im Cockpit eine F1-Autos sitzen. Dieser Status hat sich natürlich mit dem angekündigten Comeback wieder geändert. Genau an dieser Stelle kommt nun natürlich sein schwerer Motorradunfall aus dem Februar ins Spiel, der nun letztendlich auch das Comeback verhinderte. Denn die Unfallfolgen betrafen nun nicht mehr nur den Privatmann Michal Schumacher, sondern gerade auch den Rennfahrer Michael Schumacher.

Schumacher und das Kleingedruckte

Experten und Kenner der Szene, wie man zum Beispiel Menschen wie Niki Lauda aber auch Ralf Schumacher gerne nennt, hatten nach der Bekanntgabe des Comebacks alle keine Zweifel an Schumachers Fitness oder an seinem Gesundheitszustand. Es war die Rede davon, dass ihm vielleicht am Anfang etwas der Nacken schmerzen könnte aber mehr auch nicht. Der Motorradunfall, der sich zu Jahresbeginn ereignete, spielte kaum eine Rolle und genau hier wird es sehr interessant. Dieser Unfall war bis zur Ankündigung seines Comebacks natürlich seine Privatsache, was im speziellen auch für die Unfallfolgen gilt. Das nun allerdings plötzlich nicht mehr die Rede von Prellungen ist, sondern von Frakturen des Schädels und der Halswirbelsäule, hätte zum Beispiel die Menschen, die sich Tickets gekauft haben oder ähnliches, wohl doch schon eher interessiert, weil mit diesem medizinischen Background, die Grundlage des Comebacks natürlich eine ganz andere war. So überrascht es auch nicht, dass seine Sprecherin am gestrigen Morgen massiv darauf hinwies, dass all dies nur eine Absichtserklärung von Michael Schumacher war. Dies wirkt dann wie das Kleingedruckte mancher Bank, die ihre Anleger in den Ruine getrieben haben und das juristisch einwandfrei. Ob die Gesellschaft ein solches Verhalten auch bei einem Sportler sehen möchte, darf wohl eher bezweifelt werden.

Unterm Strich dürfte die Absichtserklärung seines Comebacks der Formel Eins im Ganzen in jedem Fall eher geholfen als geschadet haben, womit sich Schumacher natürlich in jedem Fall als Krisenmanager einen Namen gemacht haben dürfte. Wenn die Verletzungen an der Halswirbelsäule und dem Kopf nun tatsächlich so schwerwiegend sind, sollte er darüber nachdenken, ob er nicht vielleicht dem Sport ganz den Rücken kehrt und in die Wirtschaft wechselt, denn dort werden Krisenmanager im Moment massiv gesucht. Erst am gestrigen Tag kündigte der Münchner Modekonzern Escada an, noch in dieser Woche Insolvenz anmelden zu müssen, womit über 2.000 weitere Arbeitsplätze in Deutschland auf dem Spiel stehen, vielleicht könnte er hier als Krisenmanager helfen. Er könnte natürlich auch in die Politik gehen, denn auch hier kann man einen Krisenmanager immer gut gebrauchen, gerade auch in Zeiten wo der Wahlkampf nicht an Fahrt gewinnen will. Wobei man hier einräumen muss, dass es vielleicht Probleme bei der Dienstwagennutzung geben könnte aber mit Autos kennt sich Herr Schumacher bestens aus und das Dienstwagenaffären nicht zwingend eine Schädigung der Karriere bedeuten muss, hat gerade erst die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bewiesen. Am besten könnte er seinen Job als Krisenmanager natürlich als Bundeskanzler ausüben und wir bei fairschreiben.de sind der Überzeugung, dass er Topwerte bekommen würde.

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Kategorie: Gesellschaft · Medien · Politik · Sport · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 feuershow // 12. Aug 2009 at 11:29

    In meinen Augen ist das wichtigste das Michael gesund und munter bleibt! Klar hätte ich mich gefreut wenn das alles so geklappt hätte…aber es wird schon so sein wie beschrieben! Ein zu großes Risiko…und das muss er eben nicht mehr eingehen er hat doch schon alles erreicht!

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