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Die Wahrheit des Wortes

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Michael Schumacher Comeback 2.0

14. Dezember 2009

2009 war in jedem Fall auch wieder ein Jahr der sportlichen Skandale, dass bleibt zum Ende auch festzuhalten. Dabei sollte sich auch hier niemand überrascht zeigen, denn gerade wenn wir über den Profisport reden, reden wir vor allem vom großen Geschäft und natürlich von der Ablenkung der Massen. Claudia Pechstein, die illegalen Fußballwetten aber auch die Merkwürdigkeiten um das Comeback von Michael Schumacher. Es war ein Jahr mit vielen Fragezeichen und es gibt auch nicht wirklich Aussicht auf Besserung, denn auch weiterhin soll der Rubel rollen. Ein Indiz ist die Qualifikation Frankreichs anstelle von Irland für die Fußball-WM nächstes Jahr in Südafrika. Man sieht es war merkwürdig und es bleibt merkwürdig aber so lang die Menschen all dies mit ihren Eintrittsgeldern unterstützen, scheint es auch weiterhin zu funktionieren.

Beruhigung unter einem guten Stern
Nehmen wir Michael Schumacher, dessen Comeback in diesem Jahr großartig gefeiert wurde und der Formel Eins, wie auch Michael Schumacher selbst den ein oder anderen Euro eingebracht haben dürfte, bevor es aus gesundheitlichen Gründen wieder abgesagt werden musste. Der Grund für die damalige Absage waren Gesundheitsprobleme auf Grund eines Motorradunfalls über dessen schwere Folgen die Massen bis zu diesem Zeitpunkt nicht informiert waren. Nun gerade einmal vier Monate später kommen die nächsten Comeback-Gerüchte auf. Diesmal geht es nicht mehr um Ferrari, sondern um Mercedes und es ist die Rede von einem Einjahresvertrag für 3,5 Millionen Euro. Schumacher lässt all dies offen und beendet die Spekulationen weder durch eine klare Absage, noch schaffte er Fakten durch eine klare Zusage. Man darf sehen, wie die Geschichte am Ende ausgeht, auch wenn die Sieger natürlich auch diesmal wieder feststehen.

Egal ob es diesmal ein Comeback geben wird oder ob es wieder überraschende Punkte geben wird, die dagegen sprechen, dürfte Michael Schumacher, der schon so etwas wie ein eigenes Produkt ist, profitieren. Vor allem dürfte man sich aber bei dem Autobauer mit dem Stern massiv freuen, hatte man doch noch zuletzt durch die Umstrukturierungsmaßnahmen in Sindelfingen eher für negative Schlagzeilen und Unruhe gesorgt. Folgt man den aktuellen Gerüchten sind allerdings trotz Krise 3,5 Millionen Euro für einen in die Jahre kommenden Rennstar drin. Man sieht, es bedarf gar keiner Wettmafia, um große Geldsummen im Sport zu bewegen. Aber auch bei solchen Aktionen bleibt natürlich ein fader Beigeschmack. Gerade auch im Fall von Michael Schumacher fällt es natürlich schwer dies alles an einer aktuellen sportlichen Leistung zu fixieren, schließlich sind seine großen Zeiten auch schon lange vorbei und was vermeintliche Experten dazusagen, sei mit Vorsicht zu genießen, denn die sagten zuletzt auch schon vor vier Monaten, dass einem Comeback nichts im Wege stehen würde und lagen, wie man jetzt weiß, völlig daneben.

Die Telekom und der FC Bayern München
Das eine solche Art Geschäfte zu machen Alltagsgeschäft ist, zeigen aber auch noch ganz andere Vereine und Konzerne. Nehmen wir als Beispiel den FC Bayern München, wo sich die Telekom schon seit Jahren sehr massiv engagiert. Spätestens seit den Skandalen im Radsport weiß man, dass es bei der Telekom auch schon mal Berührungspunkte mit Sportlern gab, die es mit der Fairness nicht allzu ernst meinten. Der FC Bayern München, als der deutsche Vorzeigefußballclub, scheint in Deutschland so oder so eine gewisse Narrenfreiheit zu besitzen, was sowohl die Akzeptanz in der Gesellschaft angeht, wie aber gerade auch bei den Medien. Denn unabhängig von den hier gezeigten sportlichen Leistungen, die man ganz einfach in Tabellen ablesen kann, bleibt dieser Verein in den Schlagzeilen immer ganz weit vorn, was diesen Verein natürlich für ein Unternehmen, wie die Telekom, so interessant macht. Persönlich dürfte es auch diesmal wieder nur wenige überrascht haben, das genau dieser Verein einmal mehr, wie Phoenix aus der Asche aufstieg, was sowohl für die UEFA Champions League, wie auch für die 1. Bundesliga galt.

Man sieht immer wieder, Wettmafia, Wettskandale sind das eine Problem im Sport und gerade auch im Fußball, auch wenn man natürlich beim Deutschen Fußballbund (DFB) darauf pocht, dass die 1. Bundesliga, wie auch die 2. Bundesliga nicht betroffen sei aber es scheint noch ein viel größeres Problem zu geben. Die Wirtschaft und damit sind natürlich nicht nur Konzerne, wie zum Beispiel Sportartikelhersteller gemeint, die natürlich eine enge Bindung zum Sport haben, sondern auch Konzerne aus den unterschiedlichsten und teilweise weit vom Sport entfernten Branchen. Wir reden hier mehr und mehr von eigenen Wirtschaftszweigen und so fragt man sich manchmal, was all dies überhaupt noch mit Sport zu tun hat und ob man eigentlich nicht nur noch von reinem Entertainment mit der passenden Werbung reden sollte. Da die Politik hier nicht bereit ist ausreichend einzuschreiten, muss man davon ausgehen, dass dort auch kein Interesse an einer Einmischung besteht. Dies ist natürlich auch nicht verwunderlich, da die Menschen hier natürlich von den wirklich entscheidenden Dingen abgelenkt werden und natürlich eine gute Plattform geboten wird, um den für die Weltwirtschaft so wichtigen Konsumterror weiter zu verbreiten. Die Aussage, dass dies an anderen Orten in Europa noch viel schlimmer ist, hilft den Sportfans in Deutschland, denen es um tatsächliche sportliche Leistung geht, auch nicht wirklich weiter.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Medien · Politik · Sport · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Frank // 16. Dez 2009 at 10:52

    Tja, man sieht auch im Fall von M.S. das eine nicht mit Dementi gestoppte Gerüchteküche einen Effekt wie virales Marketing ergibt…

Schreib was dazu