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Die Wahrheit des Wortes

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Michael Jackson – Der King of Pop ist tot

26. Juni 2009

Es war schon ein Schock, als wir hier in der Kölner Redaktion in dieser Nacht erfuhren, dass Michael Jackson, der `King of Pop`, im Alter von nur 50 Jahren verstorben war. Er war eine der großen Ikonen der Popmusik. Er war umstritten, ganz klar aber niemand hat in den letzten Jahrzehnten die Musik so sehr geprägt wie er. Jacko, wie man den Superstar auch nannte, bewegte ganze Generationen und zeigte, dass man auch als Schwarzer in den USA unendlichen Erfolg haben kann, lange bevor man in seiner Heimat damit rechnen konnte, dass einmal ein Afroamerikaner, wie Barack Obama, das Land regieren würde. Man muss wohl einräumen, dass Michael Jackson auch in gewisser Weise dem 44. Präsidenten der USA den Weg ebnete. Jackson war in jedem Fall eine große Persönlichkeit und wir hier in der Redaktion trauern um ihn.

Wenn das Herz der Musik nicht mehr schlägt

Gegen 13 Uhr Ortszeit ging der Notruf ein, denn da hatte das Herz des großartigen Musikers Michael Jackson aufgehört zu schlagen. Er wurde umgehend in die Universitätsklinik von Los Angeles (UCLA) eingeliefert aber auch hier konnte man ihm nicht mehr helfen. Nachmittags wurde sein Tod bekannt gegeben und die Welt begann zu trauern. Kurz vor dem Start seines erneuten Comebacks, verstarb der großartige Künstler in den USA, was natürlich auch direkt zu vielen Spekulationen führte. Am 13. Juli sollte seine Konzertreihe in London beginnen und seit diese Termine bekannt geworden waren, wurde darüber spekuliert und diskutiert, ob er überhaupt noch die körperliche Verfassung hätte, so etwas durchzustehen. Laut ersten Gerüchten, die auch aus seinem familiären Umfeld genährt werden, könnte Medikamentenmissbrauch eine mögliche Todesursache gewesen sein. Genaueres wird wohl nun die Autopsie ergeben.

Michael Jackson wurde als siebtes von neun Kindern geboren und feierte schon früh Erfolge. Der Ruhm begann mit seinen Brüdern als `Jackson Five`, bevor ihm 1982 mit `Thriller`, dem wohl legendärsten Album der jüngeren Musikgeschichte, der absolute Durchbruch gelang. Aber schon zu Beginn seiner Karriere machten Gerüchte über eine viel zu harte Erziehung durch den Vater Joe Jackson die Runde und nur allzu oft war in diesem Zusammenhang die Rede von einer gestohlenen bzw. verlorenen Kindheit. Michael Jackson, der schwarze Superstar, der im Laufe seiner Karriere, auf eine bis zum heutigen Tage nicht geklärte Art und Weise, immer hellhäutiger wurde, prägte mit seiner Musik, aber auch mit seinen Shows ganze Generationen. Sein `Moonwalk` ging in die Geschichte ein und machte ihn, wie so vieles andere auch, ein Stück unsterblich, auch wenn dies an einem Tag wie diesem natürlich etwas zynisch klingt.

Nicht alles Gold was glänzt

Neben all seinen Erfolgen, von dem eben genannten Album `Thriller` über sein Engagement mit `USA for Africa` bis hin zu `Bad`, waren da aber auch immer wieder die Schattenseiten seiner Karriere gut sichtbar. Oftmals wurde ihm Kindesmissbrauch vorgeworfen, nachweisen konnte man es ihm allerdings nie. Wobei ihn dieses Image in jedem Fall in der Öffentlichkeit auch ein wenig beschädigte und er sich vor allem musikalisch nie davon erholte. Es waren wohl auch genau diese Negativschlagzeilen, die ihn so aus der Bahn geworfen hatten. Dies führte dann wohl letztendlich auch zu seinen großen finanziellen Sorgen, die er ganz offensichtlich hatte. Dies wiederum führte sogar soweit, dass er sich vor einigen Jahren von seiner legenderen `Neverland Ranch` trennen musste. Genau diese wirtschaftlichen Probleme waren es dann wohl auch, die ihn zu seinem Comebackversuch in Europa trieben und hier zeigte sich auch das sein Ruhm auch über Generationen ungebrochen war. Leider wird es zu diesem Comeback nun nicht mehr kommen.

Michael Jackson wurde nur 50 Jahre alt und hat es doch geschafft sich durch seine Musik unsterblich zu machen. Die weltweite Trauer, die in den letzten Stunden ihren Lauf nahm, belegt genau dies auch noch einmal. Menschen weltweit huldigen dem `King of Pop` und man darf gespannt sein, welche Szenen sich im Rahmen der Trauerfeier noch abspielen werden. In einer Zeit die durch Unruhen im Iran aber auch durch die Weltwirtschaftskrise sehr negativ geprägt ist, schmerzt ein solcher Verlust natürlich noch einmal mit größerer Nachhaltigkeit. Umso schöner ist es zu sehen, dass in der Trauer um diesen Megastar auch immer etwas positives mitschwingt, denn die Menschen zelebrieren auch seinen Tod als ein positives Ereignis. Sie tanzen und singen seine Lieder, ein gutes Zeichen in der heutigen Zeit und vielleicht färbt ein Hauch seines Gedankens die Welt zu heilen, dem er mit `Heal the world` Ausdruck verlieh, auch noch auf Generationen ab. Dies wäre wünschenswert, denn die Welt wird sich natürlich auch ohne Michael Jackson weiterdrehen aber ein wenig Heilung könnte sie schon gut gebrauchen.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Kultur

Bis jetzt 7 Kommentare ↓

  • 1 Thorsten Hülsberg // 26. Jun 2009 at 13:06

    [...] Michael Jackson begeisterte die Masse, wie kaum ein anderer und auch ich hatte die Ehre ihn einmal `live` erleben zu dürfen und auch ich war mehr als begeistert. Er hat das Showbusiness revolutioniert. Seine Shows waren mehr als reine Musikkonzerte und der von ihm erfundene Moonwalk, war da nur ein kleines Highlight. Aber auch neben der Bühne war er so gut wie nie, so fern man dies aus Sicht der Öffentlichkeit beurteilen kann, ein Mensch. Er war immer eher ein Wesen, ein Geschöpf, welches wie geschaffen für die Popkultur war. Es waren die Bewegungen aber auch die kleinen aber feinen Details, wie zum Beispiel die Handschuhe oder ähnliches, die ihn so einzigartig machten. Er war unabhängig von seiner grandiosen Musik ein Gesamtkunstwerk und genau dieser Fakt führte natürlich auch zu der Mystik die diesen Menschen all die Jahre begleitete. [...]

  • 2 jens k. // 26. Jun 2009 at 20:24

    bin sehr betroffen und kann es immer noch nicht glauben,er war einer der besten vielleicht sogar der beste musiker der welt,ich hoffe dass die justiz der usa den so unverhofften tod aufklären wird

  • 3 schicke juliane // 26. Jun 2009 at 23:22

    ich finde es schade das der michael jackson tot ist das tut mir so leid er hat so viele gute lieder raus gebracht und das konzert wollte ich auch in london gehen ich hab extra zwei tickets für das konzert und ich und meine freundin wollten dort hin aber es ging nicht weil er leide jetzt gestorben ist . ich hab die chance meine lebens gehabt ich hätte michael jackson so vor mir stehen können und das hab ich mir gehofft das ich ihn vormir stehe .ich trauer selber und auch für die familie ich unterstützte die ganze familie mit freundlichen gruss schicke juliane

  • 4 Starblogger // 27. Jun 2009 at 18:12

    Wirklich schade daß das so kurz vor seinem Comeback passieren musste. Nach all den Skandalen und dem Gerüchten um ihn die letzten Jahre hätte ihm das sicherlich gut getan. Wirklich traurige Sache.

  • 5 Art for Europe » Club 27 // 22. Aug 2011 at 05:42

    [...] US-Sängerin und Songwriterin Janis Joplin, nach einer Überdosis Heroin, tot in Los Angeles aufgefunden. Womit natürlich in kürzester Zeit eine große Anzahl absolut begnadeter [...]

  • 6 love me // 1. Okt 2011 at 02:23

    nach elvis presley vielleicht der zweitbeste sänger.
    sein wunsch bzw sein wahn, größer als elvis zu werden, das hat er nie erreicht. dafür war king elvis presley einfach ein paar nummern zu groß.
    jackson hat eins leider nie begriffen, dass bescheidenheit die wahre größe ausmacht.

  • 7 ladame // 24. Okt 2011 at 00:53

    @Thorsten Hülsberg : wie kommst du darauf, dass michael jackson den moonwalk erfunden hat? diesen tanz gab es schon seit mindestens 10 jahre vorher und ist überhaupt keine neu-erfindung von jackson. er machte ihn vielleicht bekannt, aber keines wegs hat er ihn neu-erfunden. jackson kopierte gerne, das soll man nicht vergessen.

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