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Die Wahrheit des Wortes

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Mediendemokratie – Für weitere Angst

12. November 2012

Im Zusammenhang mit den US-Wahlen in der letzten Woche war wieder vielfach die Rede von der Mediendemokratie aber was soll das sein? Wenn es so etwas überhaupt geben sollte, muss man wohl eher von einer Mediendiktatur sprechen. Medien bilden Meinungen und dies wird dann zum Problem, wenn die vorgeflüsterten Informationen nicht im Ansatz unabhängig sind. Dies war auch bei der gerade angesprochenen Wahl sehr schön zu erkennen, wo man, vor allem auch in Deutschland, aus dem Wahlsieger Barack Obama einmal mehr einen Heiligen gemacht hatte. Überall hörte man `Four more years-Vier weitere Jahre` und dies klingt doch sehr stark nach `For more fears-Für weitere Ängste` und genau darum geht es, wenn man sich anschaut, wie massiv die Medien in der Politik gegenwärtig sind. Es werden Bilder aufgebaut, die mit der Realität vielfach so gut wie gar nichts mehr zu tun haben, sondern nur gewissen Interessen dienen. Es ist genau dieser Mangel an Unabhängigkeit, der die Situation so beängstigend macht, gerade auch wenn dieser auf völlig überforderte Menschen trifft.

Die totale Überforderung
Viele Menschen sind in der heutigen, immer schnelllebigeren Zeit mit ihrem Leben ziemlich bis völlig überfordert und dies ist auch bei dem Leistungsdruck der in der Diktatur des Kapitals herrscht, nachvollziehbar und nicht überraschend. Diese immer größer werdende Personengruppe, möchte sich nicht auch noch großartige Gedanken über die tägliche Nachrichtenlage machen. Man will gut informiert werden, ohne selbst viel denken zu müssen. Geht es aber nun um Desinformation und nicht unabhängige Nachrichten, kann man die Massen ganz schnell in Richtungen lenken, in die sie sich unter normalen Umständen niemals bewegt hätten. Die hieraus resultierenden Ergebnisse nun als demokratisch zu bezeichnen, wäre einfach falsch. Unabhängige Medien sind ein wichtiger Baustein einer funktionierenden, freiheitlichen Demokratie, dies ist auch der Grund dafür, warum die aktuellen Entwicklungen so kritisch einzustufen sind. Es sind kleine Bausteine, die sich Stück für Stück zu einer großen Mauer aufbauen. Es ist diese Normalität, mit der an solche Fakten herangegangen wird, die es so schwer macht, zu erkennen, auf welchem Weg man sich schon längst befindet. Es ist der Mangel an Kritik an dem, was sich gesellschaftlich und politische im Moment alles bewegt und dieser Weg führt in die völlig falsche Richtung.

Der Aufschwung in China
Gerade erst wird ein neues Regime in China installiert. Eine Art der Politik an die man sich auch schon fast gewöhnt hat. Längst gibt es auch in Deutschland schon Stimmen, die meinen, dass das was dort läuft, gar nicht so schlecht sei, vor allem, wenn man sich die Wachstumsraten anschaut. Ein schönes Beispiel dafür, was mit einer Diktatur des Kapitals gemeint ist. Es gibt nur ein Ziel und dies ist Wachstum, Gewinnmaximierung um jeden Preis, was aus den Menschen wird, ist dabei nebensächlich. Ein zutiefst beängstigendes Weltbild, welches hier immer mehr normalisiert werden soll. Es geht hierbei um Massenausbeutung, um Menschenrechtsverletzungen und die totale Beschneidung der Meinungsfreiheit und natürlich auch der Pressefreiheit. So etwas sollte bekämpft und nicht toleriert werden, geschweige denn, dass man darüber nachdenkt auch nur Teile eines solchen Systems zu übernehmen. Die Ansätze, die es auf dieser Ebene schon länger gibt, sind zu einem gewissen Teil schon gescheitert, weil die Menschen nicht so leben wollen. Dies muss man akzeptieren und an neuen, wirklich freien und demokratischen Gesellschaftsformen für Europa und damit natürlich auch für Deutschland arbeiten, denn die Reaktionen auf immer mehr Ausbeutung, Bevormundung und Überwachung wird hier anders quittiert, als in China, wie sich von Griechenland bis Spanien zeigt.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

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