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Die Wahrheit des Wortes

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Mal gewinnt man, mal verlieren die anderen!

18. Mai 2010

Genau um diese Aussage, die doch meist mit einem zwinkernden Auge verwendet wird, soll es in diesem Artikel gehen. Natürlich leben wir in einer Leistungsgesellschaft und Motivation ist wichtig und all dies sind auch Faktoren über die man gerne diskutieren kann, worüber man allerdings nicht diskutieren kann, ist der völlige Verlust jeglicher ethischer und moralischer Ansätze bis hin zum Betrug. Wenn man sich manch Ablauf ansieht, wie er in der heutigen Wirtschaft häufiger vorkommt, stellt man bald fest, dass dies als Privatperson gar nicht machbar wäre, da einem entweder der Einfluss, die Macht fehlt oder weil man eine Straftat begehen würde. Es sticht direkt ins Auge, dass es hier scheinbar einen Zusammenhang zwischen Macht und Strafverfolgung gibt, den auch der ein oder andere nutzt. Manch einer wird sich jetzt wahrscheinlich denken, natürlich ist dem so und daran erkennt man, wie weit so etwas aktuell schon zum Alltag gehört, obwohl dem gar nicht so sein dürfte.

Ein Schweizer für die Schweiz
Die Schweiz ist ein wundervolles Land, nicht das hier ein falscher Grundton aufkommt und die meisten Menschen die dort leben oder von dort stammen, sind wirklich nette Zeitgenossen aber es gibt einen Menschen der von dort stammt, bei dem man einmal überlegen sollte ihn in seine Heimat zurückzuschicken, denn er sorgt in Deutschland immer wieder für Aufregung, um es einmal halbwegs positiv zu formulieren. Es ist die Rede vom Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann. Es mehren sich in Deutschland langsam doch die Stimmen die meinen, dass er durch seinen Einfluss und seine Macht dem Staat und vor allem den Bürgern schadet. Da er eines der wichtigsten weltweiten Finanzunternehmen leitet, teilt er natürlich auch die Sicht, die man von dieser Seite her kennt und er hatte gerade in den letzten Wochen und Monaten oft genug die Chance ein anderes Gesicht zu zeigen, da ihm immer wieder Plattformen in Deutschland geboten werden, wo er seine Meinung vermitteln kann und dies nicht nur bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Erst in der letzten Woche konnte er wieder einiges im ZDF verbreiten und man muss festhalten, dass dies doch eher beängstigend war, denn er schürt auch weiterhin Ängste gegen Griechenland und dies destabilisiert den Euro und damit am Ende des Tages auch ganz Europa.

Man hatte in den letzten Tagen und Wochen immer wieder das Gefühl, als ginge es schon lange nicht mehr um die Rettung von Volkswirtschaften, wie zum Beispiel die der Griechen, sondern als gehe es eher darum große Banken, wie eben die von Herrn Ackermann zu schützen und dies kann so nicht funktionieren. Wenn Banken sich verspekulieren und Millionen oder Milliarden Euros verbrennen, darf dies am Ende des Tages nicht zu Schwierigkeiten bei den Bürgern irgendwelcher Staaten führen, wie zum Beispiel in Deutschland oder Griechenland. Wenn man jetzt schon weiß, dass man zum Beispiel eine Deutsche Bank niemals in die Pleite gehen lassen könnte, muss man solchen Konzernen eben eine Frist geben, in der die Konzernstruktur so umgestaltet werden kann, dass diese Konzerne am Ende des Tages nicht mehr systemrelevant sind. Das solche Gedanken überhaupt erst aufkommen können, wirft übrigens auch kein gutes Licht auf die Kartellbehörden. Sollten dieses Konzerne in der auferlegten Frist den Auflagen nicht nachkommen, muss man sie eben von staatlicher Seite her zerschlagen und dies hat beim besten Willen nichts mit linker Ideologie, Sozialismus oder ähnlichem zu tun, sondern ganz einfach nur mit normalen Menschenverstand aber den sucht man in der heutigen Zeit leider oftmals ohne Erfolg.

Verschiedene Geschwindigkeiten
Auch nicht gerade uninteressant ist der Fakt, dass es in der Politik ganz offensichtlich zwei verschiedene Geschwindigkeiten gibt mit denen Herausforderungen abgearbeitet werden. Nehmen wir die gesetzliche Eindämmung des raubtierkapitalistischen Systems. Hier hört man nun schon seit Jahren, wie komplex dieses Thema sei und wie zeitintensiv es ist hier gute Lösungen zu finden und diese dann auch umzusetzen. Auf der anderen Seite braucht es inklusive des gesetzgeberischen Verfahrens nur einige Tage um Milliardenpakete in zwei-bis dreistelliger Größenordnung zu verabschieden, was einem dann schon einmal merkwürdig vorkommen kann und natürlich auch immer wieder die Frage aufwirft, ob die Regierungen mittlerweile eigentlich nur noch für das Großkapital agiert. Gerade in Deutschland ist man so auf Sicherheit und Korrektheit bedacht aber wenn es um Milliarden geht, für die am Ende des Tages jeder Bundesbürger bürgen muss, können diese scheinbar auch fließen und die Bedingungen werden im Detail erst später ausgehandelt. Nur am Rande sei erwähnt, dass in dieser finanzpolitisch so wichtigen Zeit dann auch noch der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen Krankheit fehlt. Das eine solche Politik zu Resignation bei den Bürgern führt, die sich in immer weiter sinkender Wahlbeteiligung zeigt, ist selbstverständlich.

Die gerade genannten Beispiele erklären sehr schön, warum bei einem solchen System, wie es eben auch in Deutschland mittlerweile etabliert ist, eigentlich immer nur eine Seite gewinnt und die andere verliert. Genau dieses Ungleichgewicht destabilisiert allerdings mittlerweile jeden Tag auch schon den Sozialen Frieden in Deutschland. Aller spätestens der Verlust des Friedens ist eine Gefahr, die die Volksvertreter in Berlin vom deutschen Volk abzuhalten haben, tun sie dies nicht, kommt die oft gestellte Frage nach ihrer Berechtigung auf. Es ist wirklich an der Zeit sich von Seiten der Politik her klar zu positionieren und zu zeigen, dass man den Wählerauftrag zum einen verstanden hat und zum anderen auch noch Willens und in der Lage ist diesen umzusetzen. Man sieht die Aufgabenstellung ist eine ganz einfache und der gilt es nun endlich einmal nachzugehen, in jedem Fall auch gegen die Interessen des Großkapitals und wieder wesentlich mehr im Interesse der Bürger, denn auch hier wird die Geduld irgendwann einmal zu Ende gehen, denn es gibt aktuell schon viele Menschen, die auf die vermeintlichen Eliten dieses Landes, wie eben auch auf einen Josef Ackermann, nicht gut zu sprechen sind und auch dies ist wieder eine außerordentlich milde Formulierung.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

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