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Die Wahrheit des Wortes

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Magna und GM und Kanada

8. Juni 2009

Die zuständige Redakteurin für Österreich hat beschlossen, sich für einen Kommentar zur Woche pünktlich zu melden. Wahrlich, die Ereignisse haben sich in der vergangenen Woche überschlagen – und trotzdem soll der Blick auf die Gegenwart gerichtet sein. Jetzt abends im Jacuzzi (Whirlpool) genüsslich plantschend, sprachen wir über die Krise, die Rezession und Kanada und Österreich.

Ja, es gibt Entlassungen in Calgary, mehr noch im Osten Kanadas, in Ontario vor allem in der Autobranche - und in der vergangenen Woche hat der Sozialist Hannes Androsch in seiner AT&S gleich 800 Mitarbeiter freigestellt. Jetzt fällt man wieder gegenseitig übereinander her. Die Politiker in Wien über den Androsch, der Androsch über die Politik. Erstaunlich, dass trotz der gegenwärtigen Herausforderungen noch Energie für derartige Gefechte vorhanden ist! Und in Vancouver liest man in regionalen Zeitungen davon, dass ein Herr Obama nach wie vor versucht, den Menschen glaubhaft zu vermitteln, GM wäre nicht tot, sondern “`ee´s just restin´” – also doch nur eine Pause bei GM?

Weiters versucht der insolvente Konzern Geld in neue Entwicklungen zu stecken. Wir fragen mal dezent nach, woher das Geld dafür kommt – das weiß wohl niemand, außer vielleicht ein Herr Obama. Was man entwickeln will, was das “bone-headed GM product developement” beabsichtigt? Einen Hybrid Truck natürlich – dick und gross und umweltfreundlich. Passt das zusammen? Wohl eher passt es, dass Magna´s Übernahme von Opel wieder in der Luft hängt. Magna ist nicht insolvent, und trotzdem wird gezögert. GM ist insolvent und investiert. Verstehe da einer die Logik dahinter!

In Vancouver sieht man in den Parks die Obdachlosen wohnen. Sie leben auf den Bänken, schieben ihre Räder, Rollstühle und Einkaufswagen vor sich her, in denen das letzte Hab und Gut aufbewahrt wird. Bei manch einem solchen Hausrat-Mobil hängt eine kanadische Fahne dran: “I am proudly Canadian!”, soll das wohl heißen. Was darf passieren, bis dass diese Fahne nicht mehr neben dem Obdachlosen am Wagerl hängt? Wenn Österreich weiter so brav entlässt, wenn man weiter so “bone-headed” der Krise begegnet, dann dürfen wir vielleicht auch bald die Obdachlosen in Österreich und Europa in den Parkanlagen begrüßen.  Spätestens dann, wenn der Kreditkarten-Kollaps beginnt, der vor der Haustüre steht. Viel Spaß dabei, wünscht eine nachdenkliche Österreich-Redakteurin aus Vancouver, Kanada!

AMW

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Neues aus Österreich · Politik · Technik · Umwelt · Wirtschaft

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