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Die Wahrheit des Wortes

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Libyen – Die Wahrheit über den Westen

26. August 2011

Was sich im Moment in Libyen abspielt, wissen wohl nur die wenigsten Menschen wirklich, allerdings kristallisierte sich in den letzten Tagen vor allem eines immer mehr heraus und zwar der massive Einfluss des Westens auf die Geschehnisse in Libyen und letztendlich ist dies wohl auf die gesamte arabische Welt zu übertragen. Es zeigt sich aber auch, dass die Pläne des Westens nur bedingt aufgehen, denn, was als arabischer Frühling, gerade auch in der westlichen Welt so groß gefeiert wurde, da man so in den alten Kolonien auch gleich wieder meinte die westlichen System installieren zu können, scheint nicht aufzugehen, denn die Menschen dort haben ganz eigene Gedanken zu ihrer Zukunft und diese stimmen oft mit denen der westlichen Welt so gar nicht über ein, was noch zu einem großen Dilemma führen dürfte. Es wird sehr spannend sein zu sehen, wie der Westen mit all dem in den nächsten Monaten, Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten umgehen wird. Denn der Plan die arabische Welt kurzfristig umzukrempeln und auf westlichen Kurs zu bringen, geht nicht auf und dies zeigt sich nicht nur in Libyen, wo immer deutlicher wird, wie massiv der Westen hier tatsächlich agiert.

Nur ein humanitärer Einsatz?
Man erinnert sich noch, wie in Libyen alles begann. Plötzlich war Muammar al-Gaddafi kein Freund des Westens mehr. Nun kann die große freiheitlich, demokratisch und schwer christlich geprägte westliche Allianz natürlich nicht einfach so in Libyen einmarschieren und den Krieg erklären, also müssen andere Lösungen her. Wie zuvor schon in anderen Ländern der arabischen Welt, kam es auch hier, wie aus dem Nichts, zu einer Revolution gegen die sich der Machthaber natürlich wehrte. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wie zum Beispiel Tunesien und Ägypten, bewies sich der Machthaber in Libyen allerdings als förmlich mit aller Macht, was hier wörtlich zu nehmen ist, als an dieser klebend. Auch hier bleibt übrigens offen, woher diese zufällige Parallelität westlicher Interesse und der Revolution in den besagten Ländern kommt. Es gab gerade zum Beginn der Konflikte auch immer wieder Gerüchte über die Einmischung westlicher Geheimdienst, was natürlich einiges erklären würde und wenn man sich die aktuellen Entwicklungen anschaut, auch einen gewissen Sinn für den Westen machen würde. Der Fokus soll aber nun erst einmal auf Libyen gerichtet sein, wo es, aus den beschriebenen Gründen, eine sehr blutige Revolution werden sollte und an dieser Stelle kam dann natürlich die westliche Allianz ins Spiel, die sich militärisch in diesen Konflikt einmischte und dies alles unter dem Tarnmantel der humanitären Hilfe, was natürlich wesentlich humaner ist, als einen Krieg auszurufen. Schon kurz nachdem die ersten westlichen Bomben auf Libyen vielen, zeigte sich allerdings, dass es wohl doch eher genau darum ging, um einen Krieg.

Dieser humanitäre Einsatz für die Menschen in Libyen entwickelte sich ganz schnell in eine reine Jagd auf Gadaffi und seine Mitstreiter. Hier befindet man sich natürlich in einer Grauzone, da man so etwas, wenn es tatsächlich im Sinne der Mehrheit der Menschen im Land geschieht, schon als humanitär bezeichnen kann, da man so der Mehrheit versucht ein humaneres Leben zu ermöglichen. Allerdings gibt es auch für solche Einsätze klare Richtlinien und im Moment scheint sich der Verdacht zu erhärten, dass genau diese Richtlinien, die diesen humanitären Einsatz ausmachen sollten, gebrochen werden und zwar mit System. So scheint es immer klarer zu werden, dass die westliche Allianz, bzw. Teile dieser, ganz gezielt die Gegner von Gadaffi ausgebildet haben, um so den Sturm auf die Hauptstadt Tripolis zu forcieren. Es geht aber noch viel weiter, so scheint es tatsächlich auch so zu sein, dass man die Rebellen mit Waffen ausgestattet hat. Eine Strategie die übrigens auch nichts Neues ist, sich im Regelfall aber meistens gerächt hat, wie man bis zum heutigen Tag in Afghanistan deutlich erkennen kann, wo man auf einmal plötzlich auch gegen seine eigenen Waffen kämpft. Ganz allgemein scheint sich zu mindestens in Libyen immer deutlicher zu zeigen, dass es hier in aller erster Linie, um das Umsetzen westlicher Interessen in diesem so wichtigen Ölland geht und all die humanitären Vorsätze eben nichts anderes waren, als ein Tarnmantel, das trojanische Pferd des Westens, um dort einmarschieren zu können, ohne einen offiziellen Krieg beginnen zu müssen.

Israels neustes Problem
Man ahnt schon wie die Geschichte des libyschen Machthabers enden wird. Wahrscheinlich wird er von einer US-Spezialeinheit aufgespürt, erschossen und im naheliegenden Mittelmeer versenkt oder besser gesagt beigesetzt. Überraschend wäre dieser Verlauf natürlich nicht und das all dies irgendwie unter Federführung des amerikanischen Friedensnobelpreisträgers und Präsidenten Barack Obama geschieht, scheint kaum jemanden zu interessieren. Auch die Parallelen zu seinem Amtsvorgänger, George W. Bush, scheinen keine größeren Irritationen hervorzurufen. Was kommt als nächstes, ein humanitärer Einsatz in Syrien, für den scheinbar im Moment schon einmal die Grundlagen geschaffen werden. Das man im Moment vor allem für noch mehr Instabilität in der gesamten arabischen Welt sorgt, wird auch eher selten kommuniziert. Allgemein sind vor allem die etablierten Massenmedien der westliche Welt genau auf Kurs und hinterfragen kaum etwas mit einem ausreichenden Maß an Kritik, welches hier durchaus angemessen wäre. Es bleiben massive Probleme in der arabischen Welt, so kann man in Tunesien noch nicht im Ansatz von einer ruhigen oder stabilen Lage sprechen und welche weitreichenden Konsequenzen all dies über die Grenzen der betroffenen Länder hinaus hat, konnte man gerade erst in Israel erleben, wo sich im schlechtesten Fall, nachdem es im Moment aussieht, eine neue Frontlinie an der Grenze zu Ägypten auftut, was die Region noch instabiler machen würde. Die angesprochene Region gilt schon seit Jahrzehnten als riesiges, ungesichertes Pulverfass, warum der Westen hier nun scheinbar die Lunte angezündet hat, bleibt erst einmal völlig fraglich.

Sollte sich irgendwann einmal herausstellen, dass dieser gesamte arabische Frühling eine Idee des Westens war und sich bewahrheiten sollte, dass dieser genau von dort aus forciert wurde und im Moment häufen sich die Indizien, die genau in diese Richtung deuten, wäre auch klar, warum dies alles jetzt geschieht. Genau die Verknüpfung der ökonomischen Probleme in der westlichen Welt und den Entwicklungen im arabischen Frühling wird, in dem eben schon angesprochenen Bereich der etablierten Massenmedien, eigentlich auch so gut wie nie aufgezeigt, was nicht gerade für deren Unabhängigkeit im Kontext von Politik und Wirtschaft spricht. Es verhält sich hier ähnlich, wie mit den Hintergründen zu 911, denn auch hier gibt es bis zum heutigen Tage unzählige offene Fragen, die man eigentlich ganz einfach beantworten könnte und so alle offenen Fragen aus der Welt schaffen könnte, dass dies immer wieder nicht geschieht, wie eben auch im aktuellen Fall, nährt natürlich die Vermutung, dass es doch alles ganz anders ist, als man es den Massen verkaufen möchte. Denn natürlich wäre wohl der Widerstand, auch in der Bevölkerung der westlichen Welt, wesentlich größer, sollte all dies, was hier immer wieder als humanitärer Einsatz deklariert wird, doch nichts anderes sein, als die kriegerischen Durchsetzung ökonomischer Interessen der westlichen Welt, um sich neu zu positionieren und man weiß, wie wichtig dies für den Westen ist, da dieser Bankrott ist und andere Teile der Erde immer mehr aufstreben und es scheinbar auf eigenem Gebiet keine Lösungsansätze dieser Problematik gibt und auch dies beweist sich in diesen Tagen von Washington über London bis nach Berlin immer wieder.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft

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