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Die Wahrheit des Wortes

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Kölner Kofferbomber am Times Square?

4. Mai 2010

In gut einer Woche wird es in Deutschland vielleicht wieder ein wenig mehr Politik geben, denn dann sind die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen gelaufen und es scheint wirklich spannend zu werden, denn schon seit Wochen heißt es, dass es keine klaren Verhältnisse gibt. Aber was bedeutet in dieser Zeit Politik überhaupt noch? Barack Obama zeigt gerade zum wiederholten Male seine Unfähigkeit sich gegen die Wirtschaft durchzusetzen. Klare Zeichen gegen BP, die gerade für die wahrscheinlich größte Naturkatastrophe in den USA verantwortlich zeichnen, denn auch weiterhin fließen Millionen Liter Öl auf die amerikanische Golfküste zu, sucht man vergeblich. Man könnte sagen, dass es hier um einen weiteren massiven innenpolitischen Tiefschlag gegen den US-Präsidenten geht. Da wirkt es schon überraschend, wenn auf dem Times Square eine amateurhafte Bombe nicht detoniert aber alle davon reden, was alles hätte passieren können. Es wirkt schon wie eine positive, überraschende Ablenkung von innenpolitischen Problemen, die dem Präsidenten wohl endgültig das Genick brechen könnten.

Zocken bis sich die Balken biegen
Ebenfalls wie durch Zufall, wurde fast punktgenau eine Woche vor dieser so entscheidenden Landtagswahlen mit bundesweitem Erschütterungspotenzial im bevölkerungsreichsten Bundesland, durch die so genannten etablierten Medien verbreitet, dass es einen Verdacht wegen illegaler Parteienfinanzierung gegen die CDU in Nordrhein-Westfalen gibt. Dies ist nun schon der zweite schwere Angriff gegen die CDU und gegen Jürgen Rüttgers (CDU) im aktuellen Landtagswahlkampf. Die Angriffe gegen die SPD oder anderer Parteien halten sich da doch in klaren Grenzen. Es ist aber ebenfalls schon sehr erstaunlich, um kurz wieder in die USA zu schwenken, dass es im Notfall immer wieder Terror gibt, der so dilettantisch ist, dass es viele offene Fragen gibt. Die Kölner Kofferbomber, die Sauerlandgruppe und jetzt das mutmaßliche Attentat von New York, all das passt nicht wirklich in das Konzept bestorganisierter, internationaler Terroristen  aber es hat an den wichtigen Stellen schon eine Wirkung, die dem ein oder anderen Protagonisten scheinbar mehr oder weniger positiv zuspielt. Da hat man es in Deutschland mit reinen Attacken durch die Medien noch sehr gut aber man hinkt hier den amerikanischen Verhältnissen immer etwas hinterher und das lässt für die Zukunft Schlimmes erahnen.

Bei alldem scheint es gar nicht mehr um demokratische Grundsätze oder ähnliches zu gehen, sondern nur noch darum, wer der beste Zocker ist, denn zocken bis sich die Balken biegen, scheint mittlerweile auch in der Politik die Devise des Tages zu sein. Unterm Strich bedeutet dies vor allem die Entmachtung des Volkes durch fragwürdige Prozesse im Kontext des Terrorismus, der Medien oder ähnlichem. Überall dies scheint der Kampf gegen den Wirtschaftsterrorismus, der sich immer mehr auch direkt gegen ganze Volkswirtschaften richtet, völlig unterzugehen. Die Sauerlandgruppe war einer der Gründe für den damaligen Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble (CDU), der heute der oberste Herr der deutschen Finanzen ist, seine Vorstellungen eines Überwachungsstaates durchzupeitschen, was ihm allerdings nur zum Teil gelang. Ähnlich verhielt es sich eben auch mit den Kofferbombern von Köln und dem aktuellen Attentatsversuch in New York, meistens fördern sie eine gewisse Politik oder lenken von anderen Sachverhalten ab. Es werden Ziele erreicht aber nicht auf Seiten der Terroristen und das ist schon erstaunlich. Die Abweichung von der Professionalität das World Trade Center (WTC) in New York zum Einsturz zu bringen und das Pentagon in Flammen zu setzen und der aktuelle Dilettantismus ist kaum noch an Klarheit zu überbieten. Es scheint doch, dass hier von langer Hand gewisse wirtschaftliche Ziele durchgesetzt werden sollen.

Das Ende von BP
Wenn man es einmal ganz genau nimmt und die Blendgranate, die der Terrorversuch von New York in jedem Fall darstellt, ausblendet, bleibt die Frage, warum man bei der aktuellen Ölkatastrophe nicht ganz einfach dem Verursacherprinzip folgt. Barack Obama hat zwar schon verkündet, dass BP für den entstandenen Schaden aufkommen muss aber er hat auch schon verkündet, dass er Guantanamo schließt und die Welt bald frei von Atomwaffen ist. Fakt ist, wenn ein Weltkonzern wie BP so fahrlässig mit der Umwelt umgeht und scheinbar auch im weiteren Verlauf noch falsche Daten und Fakten liefert, kann dies eigentlich am Ende des Tages nur eine Zerschlagung des Konzerns und lange Haftstrafen gegen die Verantwortlichen, die immerhin schwindelerregende Bezüge für ihre Verantwortung beziehen, bedeuten. Schafft es die Politik, schafft es der Gesetzgeber nicht hier für eine angemessene Regelung zu sorgen, muss sich ein Staat fragen lassen, welche Berechtigung er noch hat, wenn er scheinbar noch nicht einmal in der Lage ist seine Bürger vor den Protagonisten des Raubtierkapitalismus zu beschützen. Egal über welche vermeintlichen Fakten man sich als Staat, als Politiker versucht aus der Verantwortung zu ziehen, bleibt die vom Volk gestellte Aufgabe und das sollten die Damen und Herren niemals vergessen.

Das System kippt, da helfen auch keine weiteren Lügen über die finanzielle Lage Griechenlands oder Ausreden über das Missmanagement von Barack Obama im Kontext der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Blendgranaten namens Terrorismus oder ähnliche, vermeintliche, auch gerade von den Massenmedien gerne aufgegriffenen Fakten, schinden Zeit aber ändern am Ende des Tages nichts an den Tatsachen. Warum hackt man nur auf den Griechen rum, anstatt sich viel mehr denen zu widmen, die diese Betrügereien möglich gemacht haben und offensichtlich jetzt auch noch gegen dieses Land wetten? Warum kümmert sich Obama erst jetzt um die Opfer von BP und ist verhältnismäßig zurückhaltend, wenn es um Fakten der Abrechnung diese Naturkatastrophe geht? Die Zukunft von Opel hat sich wie durch Zufall vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auch noch nicht geklärt. Wer am Ende des Tages für den Schaden des Ökosystems im Golf von Mexiko in Gesamtvolumen wirklich aufkommen soll steht noch in den Sternen aber man debattiert über drei Propangasflaschen und 38 Liter Benzin am Broadway, während übrigens auch weiterhin Millionen Liter an Öl in den Golf von Mexiko strömen und einen ganzen Teil der amerikanischen Volkswirtschaft vernichten. Diese Liste könnte man nun fast unendlich fortsetzen. Wenn das der Weg für die Zukunft der Welt ist, sind die Aussichten wohl so düster, wie das Öl an der Golfküste vor Amerika.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Umwelt · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Manfred Vogl // 4. Mai 2010 at 13:16

    Ein Hemd “verstohlen” in die Tasche stecken, ein “verdächtiges rotes Shirt” tragen und sich umzuschuen macht einen verdächtig, gar verfolgungswürdig … selbst wenn man nicht aus der Richtung des Bombenautos dahergestiefelt kommt, wie es auf der Videoaufnahme des Großen Bruders zu sehen ist.

    Da braucht es keine Vershwörungstheoretiker die mit ihrem “qui bono” nerven (-; sondern da genügt die einfache Frage: “Wer hat die Macht zu Manipulieren/Vertuschen und zu Steuern?”

Schreib was dazu