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Die Wahrheit des Wortes

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Jahresrückblick 2011 Teil 6 Gesellschaft

4. Januar 2012

Nun endet dieser sechsteilige Jahresrückblick, mit dem was sich in der Gesellschaft im letzten Halbjahr 2011 alles getan hat. Zuvor wurde der Bereich der Wirtschaft auch schon in zwei spannenden Teilen abgehandelt und gerade die zweite Jahreshälfte zeigte hier sehr schön auf, wie sich die Zusammenhänge darstellen. All das, was man im Bereich der Wirtschaft und natürlich auch in den zwei Teilen, die nach dem Weihnachtfest die politische Lage in Deutschland und dem Rest der Welt beleuchteten, lesen konnte, ging eben nicht spurlos am gesellschaftlichen Leben vorbei. Mit diesem Background kann man natürlich sehr gut erahnen, dass es auch in gesellschaftlichen Fragen in 2011 hoch herging und dies gilt für die zweite Jahreshälfte auch noch einmal in einem ganz besonderen Maß. So wundert es auch nicht, dass es einige negative Highlights im gerade abgelaufenen Jahr gab, welche einen fast das komplette Jahr über begleiteten und wahrscheinlich leider auch noch dieses Jahr begleiten werden. Dies gilt vor allem für das Thema Religion und hier im speziellen für den Bereich des Christentums und den Papst. Nicht zu vergessen ist natürlich vor allem auch die immer massiver werdende Spaltung der Gesellschaft durch stetig ansteigende Armut. Auch hier muss man wohl leider annehmen, dass es in diesem Jahr in eine weitere Runde gehen wird und dies ist natürlich nicht gut für die Gesellschaft.

Wie der Papst durchstartete
Die zweite Jahreshälfte sollte gleich dramatisch beginnen und dies nicht nur da der Jahrestag der Tragödie der Loveparade in Duisburg zum ersten Mal anstand. Vor allem war die Gesellschaft von der Spur des Todes geschockt, die Anders Behring Breivik von der norwegischen Hauptstadt Oslo bis raus auf die Fjordinsel Utoya legte. Eigentlich noch mitten in diesem Schock steckend, machte dann auch noch die Nachricht vom Tod der britischen Souldiva Amy Winehouse die Runde, womit es nach langer Zeit ein neues Mitglied im Club 27 gab. Nicht zu vergessen, tobte auch noch immer der Krieg in Libyen. Wer nun meinte, in solch dunklen Stunden Unterstützung von Papst Benedikt XVI. zu bekommen, wurde, wie so oft in 2011, maßlos enttäuscht. Denn anstatt nachhaltig Stellung in Kontexten, wie dem gerade genannten Krieg, zu beziehen, zwitscherte er lieber vor sich her und bewies, auch der Vatikan kann PR. Jetzt hätte man denken können, dies wären schon alle negativen Nachrichten gewesen, die die katholische Kirche betroffen hätten, zu mindestens, was den hier behandelten Jahresabschnitt angeht aber es sollte sich zeigen, dass es leider anders war. Denn auch, als es um die Hungerskatastrophe in Afrika ging, die den Osten des Kontinents einige Zeit in den Schlagzeilen oben hielt, geriet diese Glaubensgemeinschaft in ein schlechtes Licht. Da wundert es wirklich niemand, dass die Ablehnung in diesem Jahr auch sehr deutlich zu spüren war, so natürlich auch auf dem Weltjugendtag in der spanischen Hauptstadt Madrid.

Während der Papst auf Twitter aktiv wurde, gab es im Sommer massive Drohungen gegen ein ganz anderes soziales Netzwerk und so drohte Anonymous damit, im Herbst Facebook zu zerstören. Facebook spielte natürlich auch bei den schweren Ausschreitungen in England eine große Rolle, die deutlich machten, wie es in der britischen Gesellschaft aussieht. Bald sollte es aber auch schon wieder um Papst Benedikt XVI. gehen, denn er kam auch nach Deutschland und war aber auch ebenso schnell wieder weg und auch hier schlug ihm, nicht wirklich überraschend, viel Ablehnung entgegen. Natürlich zeigte sich auch bei diesem Deutschlandbesuch ganz deutlich, warum es in diesem Kontext auch immer, um ein hohes Maß an Heuchelei geht. Fast so ein Dauerbrennerthema, wie der Papst und die Kirchen, wenn es um Negativschlagzeilen ging, stellte in 2011 auch die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) in Köln dar, denn hier gab es viele große FraGEZeichen in diesem Jahr. Nachdem ein Sommer vergangen war, der so miserabel war, dass ihn manch einer schon als Kachelmanns Rache bezeichnete, sollte es um ein weiteres wichtiges Thema des Jahres gehen. 911 hatte in diesem Jahr den 10. Jahrestag, was natürlich wieder Vieles aufkommen ließ und man sich auch die Frage stellen musste, wie wohl nun das nächste Jahrzehnt im Zeichen von 911 werden wird. Nicht überraschend, war natürlich auch hier der Ausblick eher ein düsterer und man wird wohl auch an dieser Stelle von noch mehr Gewalt und Brutalität ausgehen müssen, was ebenfalls nicht gut für eine Gesellschaft sein kann.

Die ausgebrannte Gesellschaft
Es zeigte sich in dieser zweiten Jahreshälfte aber auch, dass immer weniger Menschen mit dem ständig zunehmenden Leistungsdruck zurechtkommen, womit man beim Thema Burn Out wäre, was unter anderem auch ein großes Thema beim Fußball war, da genau aus diesem Grund der Trainer von Schalke 04, Ralf Rangnick, völlig überraschend zurücktrat. Da wirkte Chaos im Bereich der Telekommunikation, der natürlich auch wieder bewies, wie mangelhaft in Deutschland der Verbraucherschutz funktioniert, schon fast, wie eine Banalität. Aber auch hier kam man, wie in vielen anderen Bereichen der Wirtschaft, gerne mit vielen Zufällen und Überraschungen daher, um so alles zu erklären. Natürlich sind all dies auch Fakten, die verdeutlichen, warum der Widerstand immer größer wird und somit ist man auch gleich schon wieder beim Thema der Kirchen, die man in Bereich des Widerstands eigentlich auch gar nicht wirklich vermisste. Dies passte dann natürlich zu der relativ klaren Aussage, dass Glaube eigentlich Privatsache sein sollte. Völlig unpassend war dagegen natürlich die Gewalt, die auch ganz direkt im letzten Jahr von Christen ausging und dies, wo man doch immer wieder versuchte, den Islam ins Spiel zu bringen, wenn es um das große Thema Religion und Gewalt ging. Natürlich ist dies auch wieder ein schönes Indiz dafür, wie auch in diesem gesellschaftlichen Bereich ganz eindeutig mit zweierlei Maß gemessen wird.

Gewalt sollte zum Jahresende aber vor allem auch noch einmal im Kontext des Terrors von Norwegen ein Thema werden, denn die Gutachten über Anders Behring Breivik führten doch zu vielen Diskussionen. Kurz nach einem weiteren traurigen Jahrestag und zwar dem des Selbstmordes des ehemaligen Keepers von Hannover 96, Robert Enke, hätte sich diese Tragödie in Köln fast wiederholt, was ein weiteres schlechtes Licht auf den Präsidenten des Deutschen Fußballbunds (DFB), Theo Zwanziger, warf, der übrigens auch im letzten Jahr seinen Rücktritt ankündigte, was nicht unbedingt zu großer Trauer führte. Das Jahresende und die Rückblicke rückten immer näher, da gab es auch einen Rückblick auf die Kirchen in 2011 und man dachte, dieses Thema damit für dieses Jahr abgearbeitet zu haben, als dann ein neuer, massiver Missbrauchsskandal in den Niederlanden Schlagzeilen machte, was zur Überlegung führte, ob man nicht andere Organisationen, mit einem solch hohen Maß an krimineller Energie, schon längst verboten hätte. Kriminelle Energie war zum Jahresende auch noch einmal in einem ganz anderen Zusammenhang ein großes Thema, denn es wurde aufgezeigt, wie moderne Schutzgelderpressung in der heutigen Zeit aussieht. Dies führt einen dann natürlich zwangsläufig zum Thema Abzocke und hier zeigte sich, dass in ziemlich genau einem Jahr ganz groß abGEZockt werden soll und zwar durch die GEZ. Festzuhalten bleibt am Ende dieses sechsteiligen Jahresrückblicks, dass es kein gutes Jahr für die Wirtschaft war, natürlich auch keins für die Politik und damit in der Konsequenz natürlich auch ganz und gar kein gutes Jahr, was die gesellschaftlichen Entwicklungen anging.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Jahresrückblick 2011 · Kultur · Medien · Politik · Rückblicke · Sport · Technik · Wirtschaft

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