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Jahresrückblick 2010 Teil 6 Gesellschaft

5. Januar 2011

Nachdem der gestrige Teil der Jahresrückblicke auf das Jahr 2010 sehr schön verdeutlichte, welchen Einfluss die Ereignisse aus den Bereichen Politik und Wirtschaft auf das gesellschaftliche Leben hatten und vor allem warum man in der ersten Jahrehälfte die Kirchen und hier vor allem die katholische Kirche zu den Topverlieren zählen muss, geht es hier nun ebenso spannend weiter. Wer die Nachrichtenlage im letzten Jahr auch nur im Ansatz mitverfolgt hat, wird schon einmal nicht davon überrascht sein, dass gerade auch die katholische Kirche auch im zweiten Halbjahr 2010 mit zu den Hauptverlierern gehören sollte. Stellt man die Gesellschaft in einen Kontext zur Wirtschaft, sieht man sehr schön, dass auch im vergangenen Jahr leider auch wieder die Gewerkschaften eher auf der Verliererseite standen, wie es die Ethik und die Moral im Bereich der Politik ebenfalls taten. Man wird sehen, dass es gesellschaftlich auch in Jahr 2010 wieder einmal sehr spannend war, was auch ein gutes Fazit für die Rückblicke 2010 ganz allgemein darstellt. Fakt ist aber auch, dass Spannung nicht alles sein kann, was das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in einem Jahr ausmacht.

Die Kirche und die Katastrophe
Gesellschaftlich betrachtet begann die zweite Jahreshälfte 2010 auch wieder außerordentlich negativ für die katholische Kirche, die auch weiterhin unter massivem Beschuss stand. Hauptproblem der Kirche zu dieser Zeit des Jahres war der Mangel an nachhaltigem Aufklärungswillen, was die Täter in den eigenen Reihen anging. Es sollte einem, bei einer solchen Anzahl von Fällen, auch bewusst sein, dass man wohl, wenn es sich nicht um die katholische Kirche gehandelt hätte, schon von organisierter Kriminalität gesprochen hätte, denn eine gewisse Systematik war scheinbar klar zu erkennen. Natürlich ist das Schweigen von Papst Benedikt XVI. da nicht im Ansatz hilfreich. Das zweite negative Schlaglicht zum Beginn des zweiten Halbjahrs ereignete sich im Ruhrgebiet im Rahmen der Ruhr.2010. Hier wollten Menschenmassen auf der Loveparade in Duisburg auf ihre ganz eigene Art ihre Kultur feiern. Aus bis zum jetzigen Zeitpunkt, juristisch noch nicht geklärter Ursache kam es zu einer Massenpanik, die unzählige Menschen das Leben kostete, von den Verletzten und Traumatisierten ganz zu schweigen. So sollte das Highlight der Kulturhauptstadt 2010, gerade auch für die jüngerer Generation, wohl kaum aussehen und die Trauer war unvorstellbar groß.

Während das Verhalten der Kirchen in Deutschland mit Sicherheit auch seinem Anteil am weiteren Zerfall der Gesellschaft in Deutschland hatte, zeigte sich dieser aber auch noch an anderen Stellen, so kam auch wieder der Verdacht auf, dass die Geldeintreiberei der GEZ nicht wirklich zu einer unabhängigen Medienwelt in Deutschland beiträgt, was den Sinn einer solchen Institution natürlich mehr als in Frage stellt, denn auch hier könnte man die Bürger ordentlich entlasten und dieses Bürokratiemonster, dessen Nutzen so fraglich ist, abschaffen. Um im Bereich der Medien zu bleiben, gilt es noch den Fall Jörg Kachelmann anzusprechen, in dem man mittlerweile eigentlich gar nichts mehr weiß und etwa auch noch genau so viel glauben kann. Fakt ist, er steht noch immer wegen dem Verdacht der Vergewaltigung in Mannheim vorm Landgericht und es scheint so, als würde sich der Prozess dort, wenn überhaupt, auch nur juristisch auflösen. Ob die Wahrheit jemals ans Tageslicht kommt, bleibt hingegen abzuwarten. Wer nun meint alle Probleme des öffentlich-rechtlichen Fernsehbetriebs des Jahres 2010 seien besprochen, irrt sich, denn es bleibt noch der Fall Samuel Koch, der junge Mann der bei `Wetten dass…? `, der Megashow im ZDF mit Thomas Gottschalk, so schwer verunglückte und somit die Frage aufbrachte, ob dies noch irgendwas mit öffentlich geförderter Unterhaltung zu tun haben kann.

Holten die Gewerkschaften die Kirche noch ein?
So gesellte sich zur katholischen Kirche, also auch noch das GEZ-fnanzierte Fernsehen im Bereich der Verlierer 2010 aber man sollte nicht unter sich bleiben, denn auch die Gewerkschaften versprachen viel und leisteten im Verhältnis wenig bzw. gar nichts. Dies bewies abermals, wie integriert sie im negativen Sinne im Gesamtsystem sind aber auch, wieso sie mit zu den Verlierern 2010 zählen, denn so wird man die nächsten Jahre und Jahrzehnte wohl kaum überstehen. Desto mehr gesellschaftliche Stützpfeiler, wie zum Beispiel Religionen, unabhängiges Staatsfernsehen und Gewerkschaften verloren gehen, desto mehr organisiert sich ein ganz eigener Widerstand und auch dies hat 2010 bewiesen und dies ist als eine durchaus positive gesellschaftliche Entwicklung einzustufen. Hier helfen auch die bisherigen, meist faulen Kompromisse nicht mehr weiter, den Bürgern reicht es und wenn sie in ihrer Wut und Ohnmacht keine Hilfe von den Kirchen und Gewerkschaften mehr zu erwarten haben, kümmern sie sich selber darum, was natürlich die Frage nach dem Nutzen der gerade genannten Institutionen aufwirft und hier wird in Zukunft wohl noch einiges mehr zu diskutieren sein.

Auch wenn die Gewerkschaften sich, gerade auch im Jahr 2010, wirklich sehr bemühten, schafften sie es nicht an der katholischen Kirche, als gesellschaftlicher Verlierer des Jahres 2010, vorbeizuziehen. Nun muss man bei all der Beurteilung der gesellschaftlichen Lage im letzten Jahr auch mit berücksichtigen, dass es die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gab und auch wenn das Sommermärchen nicht wahr wurde, reichte die WM für ordentlich Ablenkungsmöglichkeiten und die brauchte es im letzten Jahr auch wieder. Voller Spannung darf man nun sehen, womit man in diesem Jahr versucht abzulenken, denn fest steht jetzt schon, der Wandel und die Spaltung der Gesellschaft geht weiter und auf die Größen aus vergangenen Tagen kann man sich einfach nicht mehr verlassen, ohne verlassen zu sein. Auch hier muss die Gesellschaft endlich akzeptieren, dass ein Neuanfang herbeigeführt werden muss. Es muss endlich die völlige Abkehr und Distanzierung von Institutionen vollzogen werden, die keinerlei gesellschaftlichen Nutzen haben, denn nur so kann der längst überfällige, positive Neustart in eine gerechtere Gesellschaftsform endlich beginnen und genau dies sollte das Ziel sein, gerade auch für 2011.

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Kategorie: Gesellschaft · Jahresrückblick 2010 · Kultur · Medien · Rückblicke · Sport · Wirtschaft

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