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Jahresrückblick 2010 Teil 3 Wirtschaft

29. Dezember 2010

Nachdem hier in den letzten zwei Tagen das politische Geschehen in Deutschland und dem Rest der Welt dargestellt wurde, geht es nun mit der Wirtschaft weiter. Schon im politischen Rückblick konnte man natürlich merken, wie eng die Politik und die Wirtschaft mittlerweile verflochten sind und man muss kein Politologe oder Wirtschaftsexperte sein, um zu erkennen, dass diese Verflechtungen nicht gut sind bzw. nur einer Seite im System dienen und damit nicht der Mehrheit der Bürger im Land geholfen wird. All dies hat natürlich auch in 2010 wieder Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben im Land gehabt. Um diese Fakten geht es allerdings erst in den letzten beiden Teilen dieser sechsteiligen Rückblicksreihe auf das Jahr 2010. Ohne den beiden Rückblicken auf den Bereich der Wirtschaft vorgreifen zu wollen, kann man wohl sagen, dass dieses nun ablaufende Jahr, gerade auch aus wirtschaftlicher Sicht, zu mindestens sehr spannend war und es auch für die Zukunft verspricht, spannend zu bleiben. Ob diese Spannung im Sinne der Bevölkerung ist, gilt es an dieser Stelle allerdings noch nicht zu beurteilen.

Von Winterchaos zu Winterchaos
Eines der Themen im Bereich der Wirtschaft erleben wir aktuell schon wieder, denn auch zum Ende des Jahres steckt Deutschland wieder fest im Winterchaos und die wirtschaftlichen Probleme sind genau die, die es vor gut zwölf Monaten auch schon waren, nur das diesmal der oft gelobte Aufschwung, über den sich vor allem auch der Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) immer wider so sehr freute, als Ausrede fehlt. Trotzdem gibt es auch diesmal wieder Profiteure dieses Chaos, wie es sie auch schon im letzten Jahr gab. Ein weiteres negatives Highlight zu Jahresbeginn war mit Sicherheit, dass Millionen Menschen nicht an ihr Geld kamen, was einmal mehr ein sehr schönes Zeichen dafür war, wie kaputt das Bankensystem ist. Dies war aber lange noch nicht alles, so dürfte zum Beispiel Siemens spüren, wie hoch der Preis der Korruption ist. All diese Nachrichten wurden dann auch noch auf Gipfeln von Davos bis München untermauert, wo man sehr deutlich erkennen konnte, wie massiv die Schwierigkeiten tatsächlich sind und all dies sollte erst der Anfang sein. Für die Menschen konnte so etwas nur als ein Warnhinweis verstanden werden, denn am Ende des Tages wird jeder von Armut in irgendeiner Form betroffen sein.

Natürlich sollte man das Wirtschaftsproblem nicht nur auf Deutschland beziehen, denn wir stecken noch immer mittendrin in der Weltwirtschaftskrise, auch wenn die Politik, gestützt von vermeintlichen Experten und einem Großteil der etablierten Massenmedien, über das gesamte Jahr 2010 versuchten das Gegenteil zu verkaufen. Für Deutschland galt aber auch im Frühjahr, dass man mit der Natur, wie auch das aktuelle Winterchaos zeigt, einfach Mangels Kapital, welches man scheinbar für andere Dinge braucht, nicht mehr klar kommt. Auch kein gutes Zeichen für das ehemalige Land der Dichter und Denker. Hier ist man dann natürlich auch ganz schnell beim Thema Bildung und auch die stellte in 2010 im Kontext der Wirtschaft immer wieder ein Thema dar. Bei allem kann man aber nicht behaupten, dass es, zu mindestens in gewissen Gebieten, nicht doch Ideen gab, wie man die Wirtschaft tatsächlich ankurbeln konnte, man darf an solchen Stellen eben nur nichts auf Ethik und Moral geben. Wie schon kurz erwähnt, konnte man auch im Bereich der Wirtschaft nur mit dem Kopf schütteln, wenn man sich einen Großteil der Medien anschaute, ganz wie im Bereich der Politik.

Als der Aufschwung das Land überrollte
Desto näher die zweite Jahreshälfte, der wir uns am morgigen Tage ausgiebig widmen werden, kam, desto mehr sorgte man dafür, dass die Menschen denken konnten, es würde mit Land aufwärts gehen und sie würden davon profitieren. Zur gleichen Zeit zeigte sich aber auch sehr schön, was für ein völliger Kontrollverlust in der Wirtschaft mittlerweile vorherrscht und auch hier wartete man vergebens auf ein Einlenken aus dem politischen Berlin. Viel klarer sah es damit aus, wer auch in diesem Krisenjahr wieder zu den großen Gewinnern gehörte, denn da brauchte man nicht lange suchen. Wenn man sich die Verliererseite anschaute, wurde hier der Zorn und die Wut natürlich immer größer, denn die Menschen möchten endlich wieder mehr leben und nicht nur überleben, wie man es scheinbar in der Wirtschaft gerne hätte. Dies wird allerdings außerordentlich schwer, solange die Bundesrepublik Deutschland alles Mögliche finanziert, bevor man sich um die Finanzbelange der eigenen Bürger kümmert und dies ist sowohl politisch, wie auch wirtschaftlich zu sehen. Die Folgen dieses fehlgelenkten Kurses zeigten sich übrigens schon in der ersten Jahreshälfte deutlich, sollten aber im Verlauf des Jahres noch deutlicher werden.

Im Sommer waren natürlich alle auf die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika fixiert, schließlich propagierten die etablierten Massenmedien und die Politik ein Sommermärchen, welches das Land noch weiter nach vorne bringen sollte. Natürlich stand Deutschland wirtschaftlich gesehen auch schon in der ersten Jahreshälfte 2010 richtig gut da, schließlich endete schon zum Beginn des Sommers zum unendlichsten Mal die Krise, wobei der Aufschwung auch diesmal scheinbar zum größten Teil am Volk vorbeiging. Dieser Trend, der sich auch schon in den ersten Monaten des Jahres abzeichnete, sollte sich aber in der zweiten Jahreshälfte noch einmal verstärken, denn es wurde auch immer mehr davon geredet, wie traumhaft der Aufschwung in Deutschland sei. Man war endlich wieder die wirtschaftliche Lokomotive in Europa. Die Menschen glauben dies nur immer weniger, denn sie spüren die steigende Armut im Land des wirtschaftlichen Wunders ganz genau und haben ein immer größeres Problem damit, was natürlich mehr als verständlich ist. Man sieht es gab in 2010 wieder einige Gewinner und eine große Masse an Verlierern und so spaltete sich natürlich die Gesellschaft immer mehr und dies ist für einen demokratischen Staat nichts Gutes.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Jahresrückblick 2010 · Medien · Politik · Rückblicke · Wirtschaft

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