fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

Jahresrückblick 2009 Teil 5 Gesellschaft

29. Dezember 2009

Nun ist das Jahr 2009 fast vorbei und auch dieser Jahresrückblick neigt sich nun schon wieder dem Ende zu. Mit den politischen und wirtschaftlichen Rückblicken sind zwei Drittel geschafft. Bleibt die Frage offen, wie die Gesellschaft all die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse des Jahres 2009 aufgenommen hat bzw. sich mit ihnen entwickelt hat. Hier muss man vor allem festhalten, dass die Zeiten in Deutschland und auch in weiten Teilen der Welt brutaler geworden sind, denn auch dies ist ein Aspekt der nun hier in den letzten beiden Teilen des Jahresrückblicks 2009 behandelt wird. In der Armut steigt die Gewalt, genau wie der Extremismus , dass ist auch einer der Fakten des Jahres 2009. Aber es gab auch einige tragische Todesfälle von Michael Jackson bis Robert Enke mit denen sich hier ebenfalls auseinandergesetzt wird.

Januar: Alle Jahre wieder Gewalt in Gaza
Wie auch schon in den vergangenen Jahren, war der Jahreswechsel wieder durch Gewalt in Gaza geprägt. Man muss allerdings einräumen, dass es in diesem Jahr weit über die ansonsten bekannte Gewalt in diesem Gebiet hinausging und man diesmal sogar von Krieg sprechen musste. Hier zeigte sich dann auch ein weiterer Trend für dieses Jahr, denn die Berichterstattung zu solchen Krisen ist dabei sich völlig zu verändern. Zur gleichen Zeit beschäftigte auch Deutschland eine Gewalttat und zwar der Angriff auf den Passauer Polizisten Alois Mannichl, der an seiner Wohnungstür niedergestochen wurde. Bis zum heutigen Tage gibt dieser Kriminalfall viele Rätsel auf, denn trotz anfänglichen, vermeintlichen großen Erfolgen in der Fahndung nach den Tätern, bleiben im Moment einfach nur Fragezeichen. Man darf gespannt sein, ob und in welche Richtung diese Tat aufgeklärt wird.

Februar: Wenn aus Frust pure Gewalt wird
Im Februar stand natürlich wieder einmal der bestellte Frohsinn, also der Karneval, auf dem Programm und auch hier zeigte sich schon ein weiterer Trend für das Jahr 2009, denn es sollte in diesem Jahr in der Gesellschaft doch sehr brutal zu gehen. Denn nicht nur im Karneval führte die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen den Armen und den Reichen im Land zu Gewaltexzessen. So bahnte sich die Krise ihren Weg durch die Gesellschaft und es wurden natürlich meist die Unschuldigen getroffen. Da wäre es schon sinniger gewesen sich für große Demonstrationen gegen dieses System zu engagieren aber auch dies blieb in 2009 leider in den meisten Fällen aus. Dies freut natürlich die, die ein Interesse daran haben dieses raubtierkapitalistische System weiter zu etablieren. Es wird eine große gesellschaftliche Herausforderung sein, sich dem endlich entgegen zu stellen und dies gilt natürlich auch für die Medien, die dies in 2009, wenn überhaupt, nur halbherzig taten.

März: Katastrophen von Köln bis Winnenden
In Köln stürzte das historische Stadtarchiv ein. Menschen starben und Kulturgüter von unschätzbarem Wert wurden vernichtet. Bis zum heutigen Tag hat sich keine wirkliche Klärung der Schuld ergeben, dass einzige was da ist, ist die nahe liegende Vermutung, dass der U-Bahnbau der KVB Schuld an dieser Katastrophe hatte. Aber diese menschliche, wie auch kulturelle Katastrophe wird sich wohl niemals gänzlich klären. Ganz anders sieht es da mit dem unfassbar, grauenvollen Verbrechen des Josef Fritzl aus. Dieser Kriminalfall endete im März mit einem klaren Urteil. Ein weiterer gesellschaftlicher Tiefschlag im Frühjahr 2009 war der Amoklauf von Tim K. in Winnenden, der die Gesellschaft wieder einmal vor große Fragen stellte und man wohl kaum die Antworten hören will. Denn Winnenden sollte nur der Beginn einer Reihe von gelungenen und gescheiterten Amokläufen sein, die das Land immer wieder in Angst und Schrecken versetzten.

April: Erdbeben in den Abruzzen
Eine große Katastrophe ereignete sich in Italien, wo ein schweres Erdbeben eine ganze Region vor große Probleme stellte. Für Probleme ganz anderer Natur sorgte im April auch wieder die Weltwirtschaftskrise, wobei sich auch zeigte, wie alleine die Politik und die Wirtschaft so oder so, die Gesellschaft im Regen stehen ließen. Die Allmacht der großen Firmen zeigte sich auch beim großen Netzausfall von T-Mobile, der im Verhältnis für den Telefonriesen, ganz im Gegensatz zu seinen Kunden, glimpflich verlief. So ist es nun einmal in einem System, in dem es so etwas wie Verbraucherschutz scheinbar gar nicht mehr gibt. Es ist eine zynische Zeit in der wir leben und auch dieser Fakt sollte sich im April in verschiedenen Bereichen zeigen. Einer dieser Bereiche war und ist der Umgang mit der Schweinegrippe, die im April ihren Anfang in Mexiko nahm. Wie es sonst so um die Zukunft bestellt ist, zeigte im April auch ein Blick auf die heutige Generation, der allerdings auch nicht gerade ermutigend war.

Mai: Koma gegen die Krise
Im Mai zeigten sich auch wieder weitere Folgen der Krise, denn als solche kann man wohl das stetig anwachsende Alkoholproblem bei Kindern und Jugendlichen bezeichnen. Aber auch in diesem Monat wurde das Land erneut von einem Amoklauf schockiert, auch wenn hier das Schlimmste verhindert werden konnte. Natürlich versuchte man es auch hier mit den altbekannten Lösungsansätzen und natürlich scheiterte man auch diesmal. Das in Deutschland auch noch auf ganz anderen Ebenen einiges scheiterte, wurde in diesem Monat auch sehr deutlich. Viele sind mit der Krise und den Folgen dieser überlastet, zu ihnen zählen auch die Kirchen, die im Mai natürlich genauso ein Thema waren, wie Papst Benedikt XVI., der auch in diesem Kontext wieder einige Antworten schuldig blieb. Man sah in diesem Monat doch sehr deutlich, dass es um Deutschland schon lange nicht mehr so gut bestellt ist, wie es noch vor Jahren der Fall war.

Juni: Der King of Pop ist tot
Opel ist ein Thema, welches die Gesellschaft das ganze Jahr 2009 beschäftigte, so natürlich auch im Juni. Ähnlich verhielt es sich mit dem Thema Klimawandel, welches einem auch das ganze Jahr über an den verschiedensten Stellen begegnete. Ansonsten zeigte sich in Europa wieder massives Desinteresse an der Europäischen Union (EU) die zur Wahl aufgerufen hatte. Ganz anders sah es da mit dem politischen Interesse der Iraner aus, denn auch hier wurde gewählt und die Folgen bewegen das Land, wie auch den Rest der Welt, bis zum heutigen Tag. Eines der erschütternsten Ereignisse, war der traurige und überraschende Tod des King of Pop. Michael Jackson verstarb völlig überraschend in seiner Villa in Los Angeles an einer Medikamentenüberdosis und versetzte so Millionen Menschen weltweit in riesige Trauer. So endete die erste Jahreshälfte mit einem herben kulturellen Verlust und es sollte auch in der zweiten Jahreshälfte einige dramatische Entwicklungen im Kontext zur Gesellschaft geben.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Europa · Gesellschaft · Jahresrückblick 2009 · Kultur · Medien · Neues aus Österreich · Politik · Sport · Umwelt · Wirtschaft

Bis jetzt ohne Kommentar ↓

  • Bisher noch ohne Kommentar - Fang an und sag Deine Meinung

Schreib was dazu