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Die Wahrheit des Wortes

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Jahresrückblick 2009 Teil 4 Wirtschaft

28. Dezember 2009

Nachdem sich der erste Teil dieses wirtschaftlichen Jahresrückblicks auf das Jahr 2009 schon sehr stark mit Themen, wie dem Papst, der Automobilbranche aber auch dem traditionellen Einzelhandel auseinandergesetzt hat, sollten sich die hier gezeigten Trends auch in der zweiten Jahreshälfte 2009, die nun hier beleuchtet wird, weiter fortsetzen. Die ersten beiden Teile aus dem Bereich der Politik haben schon gezeigt, dass 2009 in jedem Fall ein Bahnbrechendes Jahr sein würde aber wohl nicht im positiven Sinne, wie man auch hier sieht. Hier zeigt sich dann auch, dass dies für den Bereich der Wirtschaft genauso gelten sollte, wie für die restlichen Bereiche auch. So erkennt man schon bald, dass man in den Bereichen Politik und Wirtschaft nicht zwingend von einem positiven Wandel sprechen kann und genau diese Entwicklung sollte sich auch in gesellschaftlichen Belangen fortsetzen, die in den letzten beiden Teilen des Jahresrückblicks 2009 beleuchtet werden.

Juli: Die Politik mag halt die Wirtschaft
Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte wurde ganz schnell deutlich, wie sehr sich die Politik der Wirtschaft verbunden fühlt und auch sehr offen zeigt, dass in diesem Land erst die Wirtschaft und dann die Bürger kommen. Denn ein Fakt, der sich nicht nur aber auch ganz deutlich im Juli zeigte, war, dass meistens an den relevanten Stellen zu erst die Wirtschaft kommt und dann erst die Bürger und Wähler. Leider zeigte sich in diesem Monat, der auch wieder die Reichweite der Krise von der Automobilbranche bis hin zum Einzelhandel gut verdeutlichte, dass auch die Medien scheinbar so tief in diesem System verwoben sind, dass doch scheinbar oftmals die wirkliche Unabhängigkeit auf der Strecke bleibt und immer wieder Quantität vor Qualität kommt. Dies lenkt zwar die Massen zum Teil von der Wahrheit ab, hat aber leider mit unserem Verständnis von Journalismus nichts mehr zu tun.

August: Geburtstag im Kanzleramt und gekaufte Eliten
Im Hochsommer, der in diesem Jahr kein wirklicher war, zeigte sich auf drastischen Art und Weise von Geburtstagsfeiern in Kanzleramt bis hin zur Lobbyarbeit, dass der Anschein wohl legitim ist, dass die Wirtschaft mehr Einfluss auf die Politik nimmt, als es umgekehrt der Fall ist. Das bei einer solchen Konstellation natürlich die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft mehr und mehr vernichtet werden und durch den ungehemmten Raubtierkapitalismus ersetzt werden, ist selbstverständlich. Allerdings muss man sich in einer solchen Diktatur der Wirtschaft natürlich fragen, welche Bedeutung die Politik eigentlich noch hat. Außerdem ist es natürlich mehr als erschreckend zu sehen, wer in diesem Land als Experte und Elite gehandelt wird und die Entwicklung der Krise zeigt immer wieder, warum wir in diesem Kontext seit längerer Zeit immer auf die Vermeintlichkeit hinweisen.

September: Verbessert die Wahl nun die Wirtschaftslage?
Der September war wohl der politischste Monat in diesem Jahr für Deutschland und es wurden große Hoffnungen auf einer bessere Zukunft forciert, was aus ihnen wurde ist nun eher erschreckend. Denn tatsächlich wurde die SPD aus der Regierung verbannt und durch die FDP ersetzt, um es vereinfacht darzustellen. Dieser Umstand bot großes Potenzial für die Bürger aber natürlich auch ein gewisses Risiko. Nun sind die magischen ersten 100 Tage der neuen Bundesregierung fast um und es ist viel versprochen worden, was es zu analysieren gilt und hier tritt dann schlagartig Ernüchterung ein. Denn ein Jahr nachdem Start der Weltwirtschaftskrise, wird einem bis zum heutigen Tage klar, dass sich kaum etwas verändert hat und es wohl weitergehen wird mit der völligen Narrenfreiheit der Wirtschaft, die am Ende des Tages der Bürger zu bezahlen hat.

Oktober: Da hilft auch kein Gott mehr
Im Oktober wurde dann die neue Bundesregierung vorgestellt, auf die natürlich gerade auch wirtschaftlich sehr viel zu kommen sollte. Das Problem zum Amtsantritt war nur ,dass die Probleme in der deutschen Wirtschaft nicht einfach verschwanden und es scheinbar auch an nachhaltigen Konzepten fehlte, da ging es natürlich auch wieder um den Stand der Kirchen, die aber auch in diesem Kontext kaum Kräfte entwickeln konnten. Von Staat und Kirche verlassen blieb der Herbst doch eher trübe. So wurden weiterhin Spielchen mit unzähligen Arbeitnehmer gespielt, die dies auch leider in den meisten Fällen mit sich machen ließen. Ein anderes Problem in diesem Kontext war aber auch, dass sich wieder Tendenzen in diesem Land ergaben, die man auch nach der letzten großen Weltwirtschaftskrise gesehen hatte und wo dies damals hinführte, dürfte jeder wissen.

November: Chaos von Dubai bis Kopenhagen
Langsam rückte auch das Ende 2009 näher und es sollte noch einmal richtig dick kommen, denn nicht nur die Dubai-Krise jagte Schockwellen durch die Märkte, auch die Vorbereitungen auf die Weltklimakonferenz in Kopenhagen, zeigten schon bald, dass Gewinnmaximierung in dieser raubtierkapitalistischen Welt natürlich auch weit vor dem Umweltschutz kommt, wobei man auch anmerken muss, dass dieser Bereich mittlerweile auch fast vollumfänglich ein ganz normaler Bereich des raubtierkapitalistischen Systems ist. Natürlich stand auch die Weihnachtszeit kurz bevor und somit kamen natürlich auch wieder Themen, wie Gott und Religion ins Spiel, die allerdings auch im November eher genauso schlecht wegkamen, wie zur übrigen Zeit des Jahres, denn wirkliche Hilfe boten auch sie wohl nur einer Minderheit.

Dezember: Immer mehr Gewalt wird die Antwort sein
Die größten Opfer der Krise sind auch diesmal wieder die, die auch vorher nicht viel hatten und so radikalisieren sich natürlich nicht nur die Märkte zum Jahresende munter weiter, sondern auch die Opfer der Profitgier einer Minderheit und all dies wird natürlich auch im Wunderjahr von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) nicht gerade für mehr sozialen Frieden sorgen. Über das gesamte Jahr 2009 warnten immer wieder Menschen davor, dass das was sich im Moment gesellschaftlich abspielt, ein Spiel mit dem Feuer ist. Es gab ausreichend Warnungen vor sozialen Unruhen und Beispiele von Hamburg über Berlin bis nach Athen haben gezeigt, wie gravierend die Lage mittlerweile ist. Angela Merkel (CDU) wird oft als Moderatorin in der Koalition bezeichnet, was übrigens sowohl für die Große Koalition galt, wie auch für die aktuelle, so genannte Tigerentenkoalition. Man könnte diesen Regierungsstil auch als aussitzend bezeichnen und dies dürfte die Mutter der Nation ausreichend von ihrem Lehrmeister und Ex-Kanzler Helmut Kohl (CDU) gelernt haben und genau dies wird für 2010 die völlig falsche Politik sein, auch oder gerade im Bezug auf die Wirtschaft.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Jahresrückblick 2009 · Medien · Neues aus Österreich · Politik · Umwelt · Wirtschaft

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