Ich kauf mir Europa
27. Oktober 2011
Nachdem es hier und da den Anschein hat, dass die Bundesrepublik Deutschland sich damals schon die DDR eingekauft hatte, was die Gesamtdeutschen bis zum heutigen Tage mit dem Solidaritätszuschlag abzahlen dürfen, scheint es nun einen noch größeren Kaufrausch zu geben. Hat man gemerkt, dass die Pläne eines großen Deutschlands nicht funktioniert haben, scheint man es nun noch eine Nummer größer zu versuchen und gleich ganz Europa aufkaufen zu wollen. Ohne sonderlich pessimistisch klingen zu wollen, scheint klar zu sein, wie dieser weitere Schritt des Größenwahns enden wird. Wer ihn bezahlt, steht zu mindestens schon einmal fest. Es sind einmal mehr die Stunden der Entscheidung und all dies stand schon so lange fest, dass es wirklich niemanden mehr überraschen sollte. Sowohl die Währungsunion, wie auch die Europäische Union (EU) waren vom ersten Moment an zum Scheitern verurteilt, nur hat man die, die immer wieder auf die Gefahren hingewiesen haben, als Pessimisten verspottet. Nun steckt Europa in der größten Krise seit den Zweiten Weltkrieg, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am gestrigen Tag in ihrer Regierungserklärung formulierte. In der Gesamtheit zeigte diese übrigens wieder einmal, dass totale politische Versagen auf.
Bewegt sich wirklich gar nichts für die Bürger?
Unabhängig davon, was der EU-Gipfel vom gestrigen Abend noch alles an schwerster Kost zum Verdauen mit sich brachte, zeigte sich den ganzen Tag über schon, dass sich in Deutschland, wie natürlich auch im Rest der Europäischen Union (EU), für die Bürger gar nichts tut, außer das man deren Belastungen immer mehr nach oben schraubt. Hier findet man ein weiteres Indiz dafür, dass weder der Euro, noch die EU, den Europäern wirklich etwas bringt. Das Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) ständig die EU und Europa verbreit und so tut als sei dies alles eins, zeigt auch wieder, welches Denken, weit entfernt von den Bürgern, bei ihr vorherrscht. Immer mehr Politiker machen deutlich, dass sie gar nicht mehr bis ins Detail verstehen, worum es im Moment im Kontext des Rettungsschirms und des Hebels geht. Da ist es natürlich erstaunlich, dass es von Union über FDP bis zu der SPD und den Grünen so breite Zustimmung gibt. Es sollte später nur niemand behaupten, dass hätte man nicht gewusst oder nicht verstanden, denn dann hätte man nicht zustimmen dürfen. Der gestrige Tag im Bundestag hat wieder einmal bewiesen, dass die Liberalen in der Slowakei genau richtig lagen, als sie behaupteten, die einzelnen Parlamente seien nur noch Marionettetheater der EU, auch dies zeigte sich wieder sehr deutlich.
Die Einschläge betreffend dem Ende des Euros und natürlich auch der EU kommen immer näher und man muss sich einmal fragen, ob es die Aufgabe so genannter Volksvertreter ist, die breite Masse der Bevölkerung ausbluten zu lassen, wie es im Moment geschieht oder ob es nicht viel mehr die Aufgabe wäre, die Bevölkerung zu beschützen. Letzteres hat man aber wohl auch weiterhin nicht vor. Denn während man im politischen Berlin scheinbar trotz völligem Kontrollverlust, lustig und munter, Milliarde um Milliarde verschiebt, kann man sich beim Thema Bankenkontrolle und ähnlichem gerade einmal dazu durchringen, sich dafür einsetzen zu wollen, dass sich hier nach Jahren endlich einmal etwas tut. Einsetzen reicht aber einfach schon lange nicht mehr aus, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat und auch dies sollte Merkel (CDU) und ihrer Regierung klar sein. Statt hier gegen die Plünderer der Neuzeit vorzugehen, droht sie lieber mit den Folgen, die ein Scheitern von Euro und EU hätten, wenn man nicht auch noch den letzten Cent aus den schon reichlich geplünderten Taschen der Bürger zieht. Man fühlt sich bei einem solchen Vorgehen schon an einen Raub oder an Erpressung erinnert und muss sich fragen, wie lange man so etwas noch hinnehmen mag. Es ist unfassbar mit welcher Dreistigkeit die Politik mittlerweile die Interessen einer kleinen Minderheit gegen die der großen Masse immer wieder durchpaukt.
Wie teuer wird dies alles?
Wie teuer die ganz große Geldverschieberei, die man hier im Moment sieht, wird, kann außer denen, die diesen Plan geschmiedet haben, und an Zufälle sollte man auch hier nicht glauben, wohl keiner sagen. Feststeht nur jetzt schon, dass es für die Bürger faktisch unbezahlbar wird. Im Moment redet man von 211 Milliarden Euro, muss aber berücksichtigen, dass selbst die Regierungschefin Merkel (CDU) große Verluste nicht mehr ausschließt, was noch vor gar nicht allzu langer Zeit, als diese Beträge aufgebaut wurden, noch ganz anders klang. Man muss also auch hier davon ausgehen, dass es schon weitreichendere Pläne gibt, die man den Bürgern, die zum Glück immer mehr Widerstand zeigen, dann in den nächsten Wochen verkaufen will. Nachdem bisherigen Verlauf in diesem Schauspiel, und der Bundestag scheint mittlerweile nichts anderes mehr, als ein großes Schauspielhaus zu sein, kann und muss man davon ausgehen, dass es noch viel, viel mehr wird. Der Hebel zum EFSF wird natürlich nicht reichen, denn ganz nebenbei hat man mittlerweile den Wortlaut so geändert, dass es eigentlich bei allem nur noch um Griechenland geht, was dies für die Kostenschraube bedeutet, wenn Spanien, Portugal und Italien folgen, kann man sich also ganz leicht ausrechnen. Was dies für steuerliche Mehrbelastungen für den Bundesbürger bis hin zur Maut bedeuten wird, ist dann die ganz schlichte Gegenrechnung. An dieser Stelle hat man nun noch gar nicht davon gesprochen, was Frankreich uns im schlimmsten Fall noch kosten wird. Man fragt sich, ob die deutschen Politiker wirklich bereit sind, Deutschland vor die Wand zu fahren und im Moment sieht es genau danach aus.
Mit 503 von 596 Stimmen hat der Deutsche Bundestag am gestrigen Tag dem Hebel zum EFSF zugestimmt, was im Sinne der Bürger des Landes unvorstellbar ist, denn die Summen mit denen nun gezockt werden wird, erhöhen sich damit noch einmal drastisch um ein Vielfaches und wenn diese Zockereien wieder einmal daneben gehen und genau davon ist auszugehen, denn dies geschieht schon seit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise, werden die Verluste weiter ansteigen und man wird dann die 211 Milliarden wahrscheinlich auch nicht überschreiten, sondern etwas unter anderem Namen schaffen, was an der Ausbeutung der Bevölkerung faktisch aber auch nichts ändern wird. Diese überragende Mehrheit von 503 Stimmen zeigt, dass man wohl davon ausgehen muss, dass sich so gut wie das ganze Parlament gegen die eigene Bevölkerung gestellt hat, da man es noch immer vorzieht, sich auf die Seite des Großkapitals zu schlagen. In den nächsten Monaten und Jahren sollten die Bürger der Bundesrepublik Deutschland auch immer diesen Tag vor Augen haben, wenn wieder einmal zu wenig Geld für Bildung, Kultur und Soziales da ist. Dies Bürger sollten sich auch vor Augen halten, wenn die Maut kommt, die nächste Runde der Steuererhöhungen, Rentenkürzungen und über was man in den Hinterzimmern im politischen Berlin wahrscheinlich jetzt schon diskutiert, dass der Auslöser von Union, FDP, SPD und den Grünen gemeinsam getragen wurde. Natürlich wird man die leeren Kassen dann anders erklären und im Notfall einfach wieder einmal erklären, dass die Bürger im Land über ihre Verhältnisse gelebt haben. Fakt ist und bleibt aber am gestrigen Tag haben genau 503 Bürger bewiesen, dass sie über die Verhältnisse leben, nur bezahlen soll es dann die breite Masse, eben die 99 Prozent.
Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft































Bis jetzt ohne Kommentar ↓
Bisher noch ohne Kommentar - Fang an und sag Deine Meinung
Schreib was dazu