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Die Wahrheit des Wortes

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Hier kommt die Apokalypse

16. März 2011

Am Montag sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), in Bezug auf die japanischen Katastrophen und man muss hier die Mehrzahl verwenden, von apokalyptischen Zuständen. Dies zeigt, wo die Welt durch das völlige Versagen der Politik in den letzten Jahren und Jahrzehnten nun angelangt ist. Dies zeigt auch ganz deutlich, dass selbst die agierenden Kräfte, die es scheinbar im Hintergrund gibt und die wohl im Bereich der Wirtschaft zu suchen sind, die Kontrolle verloren haben. Die Menschheit stolpert über den Planten, wie ein angeschlagener, schwer blutender Boxer durch den Ring. Man erinnert sich noch an die unvorstellbare Erdbebenkatastrophe von Haiti, die gerade erst etwas mehr als ein Jahr her ist. Es starben fast eine Viertelmillionen Menschen aber es war weit weg. Es war eines der Armenhäuser der Welt, wo man einfach ein paar Spenden sammelt, um das Gewissen zu befriedigen und sagt, dass so etwas hier nicht möglich sei. Da sind die merkwürdigen Aufstände in Nordafrika, in der arabischen Welt, die spätestens im Moment in Libyen völlig eskalieren und nun eben noch die Katastrophen von Japan, die deutlich machen, es kann jeden Tag, überall passieren, auch in Japan oder Deutschland.

Wo führt ein unveränderter Weg hin?
Sollte man nicht langsam damit beginnen, denn Umgang mit den Armenhäusern dieser Welt zu verändern und damit ist es egal, ob man von Haiti oder den unzähligen Hungerzonen in Afrika spricht. Tut man dies nicht, werden sie die vermeintlich sicheren Bastionen der reichen Industrieländer stürmen und es wird zu einem schrecklichen und opferreichen Krieg kommen, denn diese Menschen haben vor nichts Angst, da sie wirklich nichts zu verlieren haben. Man scheint aber gerade auch für den erwähnten Bereich in Nordafrika ganz andere Pläne zu haben aber auch diese scheinen in diesen Tagen außer Kontrolle zu geraten. Man erinnert sich noch daran, wie noch vor einigen Wochen Fernsehsender, wie zum Beispiel die ARD, in ihren Nachrichten verkündeten, dass der Osten Libyens nicht mehr zurück zu erobern sei, so musste man die Nachrichten damals verstehen. Wie falsch diese Einschätzung, des zum großen Teil auch durch GEZ-Gebühren finanzierten Senders, war, sieht man aktuell. War man etwa falsch gebrieft? Kam es anders, als es kommen sollte oder war es einfach nur ein journalistischer Fehler? Diese Art von Fragen stellt sich im Moment übrigens immer häufiger und gerade im Bezug auf die öffentlich-rechtlichen Programme muss man dies kritisch im Auge behalten, schließlich gibt es angeblich gute Gründe für die eben genannten GEZ-Gebühren. Sollten diese Gründe nicht mehr gegeben sein, müsste man noch ernsthafter über eine Abschaffung der Gebühren und dieser Institution diskutieren.

Bleiben wir aber beim Hauptproblem und dies ist der immer größer werdende Kontrollverlust auf dieser Erde. Man kann behaupten, dass sich die Lage zum Beispiel in Haiti nur oberflächlich etwas verbessert hat, von Nachhaltigkeit auch hier keine Spur. In den oben angesprochenen nördlichen Gebieten Afrikas muss man schauen, ob man bald einen großen und sehr blutigen Bürgerkrieg sehen wird oder eine weitere Front westlicher Streitkräfte, wie man sie aus dem Irak und Afghanistan kennt. Sollte letzteres der Fall sein, dürfte man wohl auch mit einen noch größeren Flüchtlingsstrom von Afrika nach Europa rechnen aber auch mit einer Ausweitung des internationalen Terrors. Man sieht, auch hier sind die Aussichten nicht wirklich rosig. Dies ist aber nun einmal der Preis der Gier und es war absehbar aber man hat die Warnsignal viel zu lange einfach missachtet. Es wird sich zeigen, ob es nun schon zu spät ist oder ob man dieser Katastrophe, egal wie man sie genau definiert, noch ausweichen kann. Man sollte allerdings diese Signale nun in jedem Fall nicht wieder ignorieren, denn der aktuelle Weg führt für die meisten Menschen, auch in Deutschland, früher oder später in den Abgrund. Wenn die kleine, vermeintlich elitäre Clique im Hintergrund auch weiterhin all diese Warnung ignoriert, muss man sie zum Einlenken zwingen, schließlich gelten in Demokratien noch immer Mehrheitsprinzipien und diese beziehen sich nicht aufs Kapital.

Wie verstrahlt ist Japan wirklich?
Die Nachrichten, vor allem auch im Kontext von Fukushima, zeigten von Stunde zu Stunde, wie die Katastrophe jeden Tag größer wurde und auch dies dürfte niemanden, der sich auch nur ein wenig mit der Betreibergesellschaft Tepco auseinandergesetzt hat, überraschen. Was will man auch von einer Betreibergesellschaft erwarten, die in den letzten Jahren vor allem durch Vertuschungsskandale und ähnliches aufgefallen ist. Schon vor fast genau 25 Jahren zeigte sich in Tschernobyl, dass es Techniken gibt, die der Mensch einfach nicht mehr kontrollieren kann. Diese deutlichen Hinweise wurden allerdings einfach ignoriert und nun fliegen einem gleich in Reihe die nächsten Atomreaktoren um die Ohren und so etwas, wie eine wirklich unabhängige Berichterstattung scheint auch in einem demokratischen und hochtechnisierten Land, wie Japan, nicht mehr möglich zu sein. Was auch an dieser Stelle wieder belegt aus welcher Richtung hier manipuliert wird. Sollte die Wahrheit über die von Tepco betriebenen Reaktoren überhaupt einmal ganz ans Tageslicht kommen, darf man davon ausgehen, dass es für viele Menschen schon zu spät ist, von den Umweltschäden einmal ganz zu schweigen. Auch hier muss man erkennen, wie aussichtslos die Lage auch hier erst einmal ist. Schaut man sich kleinere Katastrophen, wie zum Beispiel den Einsturz des Kölner Stadtarchivs an, wo scheinbar genau die gleichen Regeln gelten, ist dies schon ungeheuerlich aber im Fall der Atomkatastrophe von Japan, spricht man noch einmal von ganz anderen Folgen, was man auch berücksichtigen sollte.

Allerspätestens seit Samstag sollte man auch in Deutschland realisiert haben, dass man auch hier quasi schon im Vorhof der Apokalypse angelangt ist und man darf nun zum Beispiel im Bereich der Atompolitik schauen, ob die scheinbar von der Wirtschaft gesteuerte Politik in Deutschland die Menschen weiter in Richtung Apokalypse treiben wird oder ob man es nun endlich verstanden hat. Da sich die Bundeskanzlerin und Physikerin Angela Merkel (CDU) nur zu einem doch sehr überschaubaren Moratorium, in Sachen Laufzeitverlängerung, hat durchringen können, bleibt erst einmal der Verdacht, dass man hier nichts anderes gesehen hat, als einen weiteren Schachzug im Bereich der anstehenden Landtagswahlen. Sollte dem nicht so sein, wird von all dem Gesagten in den letzten Stunden und Tagen mehr als nur die üblichen, leeren Worthülsen bleiben. Andernfalls gilt auch hier, dass der Protest dann noch weiter auf die Strasse getragen werden sollte und zwar politisch unabhängig und nicht im Rahmen eines Lagerwahlkampfes. Auch hier ist es außerordentlich wichtig, dass endlich wieder die Interessen der Bürger im Vordergrund stehen und nicht wieder die politischen bzw. wirtschaftlichen Ziele, die gerade die etablierten Massenmedien immer gerne Versuchen als Volkesmeinung zu verkaufen, denn auch auf diese Tricks fallen immer weniger Menschen rein, vor allem wenn es um ihre Gesundheit oder gar ihr Leben geht und wie schnell man an diesem Punkt sein kann, sieht man in diesen Tagen in Japan.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Technik · Umwelt · Wirtschaft

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