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Die Wahrheit des Wortes

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Griechenland wird nicht gerettet

22. Februar 2012

Und wieder mindestens 130 Milliarden Euro weg. Auch eine Nachricht dieser Woche. Aber mit Zahlen kann man scheinbar kaum noch wen in diesem Land schocken. Manch einer wird vielleicht bald schon etwas überrascht sein, wenn der Sozialstaat in Deutschland noch viel weiter abgebaut wird und ähnliche Dinge, die dann auch wieder die Armut in Deutschland weiter anwachsen lassen werden aber dafür wird man in der Politik dann wieder schöne und passende Ausreden finden. Wer natürlich auch wieder recht gut weggekommen ist, sind die Banken, verzichten sie doch gerade einmal auf etwas mehr als 50 Prozent, dass dieses `etwas mehr` nun schon wieder, als eine Art Sieg in den Medien gefeiert wird, zeigt auch wieder auf welcher Seite man dort steht. Denn eigentlich waren vor gar nicht allzu langer Zeit noch ganz andere, wesentlich höhere Prozentsätze im Gespräch. Man muss an dieser Stelle auch beachten, sollten die Banken in Deutschland, durch solche Fakten, in Gefahr geraten, zahlt der Bundesbürger auch dafür gleich mit. In der Gesamtheit dürfte mittlerweile jeder wissen, dass Griechenland auch mit diesen weiteren Geldern nicht zu retten sein wird und was dies bedeutet, ist auch glasklar.

Fass aber kein Boden
Griechenland ist ein Fass ohne Boden, wie man mittlerweile zum Teil auch schon im politischen Berlin einräumt, was der These folgt, besser spät, als nie. So lange dieses Fass keinen Boden erhält und danach sieht auch diesmal wieder nicht aus, werden hier immer weitere Milliarden verschoben und die Staatshaushalte weiter geplündert. Man kann davon ausgehen, dass die Diskussionen schon sehr bald in der Form weitergehen werden, als wären die 130 Milliarden Euro nie geflossen, womit der Staatsbankrott Griechenland wieder näher rückt. Der Staatsbankrott bzw. die Sprengung der Eurozone durch den Austritt oder gar den Ausschluss der Griechen, wird dann auch bald zeigen, dass auch Deutschland ganz realistisch bluten wird und zwar mit Kapital und mit nichts anderem. Man sollte dann auch so fair sein und einräumen, dass es hier nicht um ein griechisches Problem geht, sondern um ein Systemproblem in der Europäischen Union (EU) bzw. in der Eurozone. Die Menschen außerhalb Griechenlands müssen endlich begreifen, welches falsche Spiel hier gegenüber den europäischen Völkern gespielt wird. Dass man die Tatsache mit dem Fass ohne Boden erkannt hat und trotzdem wieder zahlt, zeigt übrigens auch, wie vorsätzlich die Politiker den Wohlstand, der so oder so immer weiter absinkt, auch in Deutschland gefährden.

Weiter gilt es anzumerken, dass jede neue Hiobsbotschaft aus Griechenland, die Probleme mit großen Schritten auch auf Deutschland zu kommen lässt aber auch diese Fakten, dieses Teils der Weltwirtschaftskrise, lässt man gerne unter den Tisch fallen. Griechenland ist gar nicht soweit von Deutschland entfernt, wie es auch immer wieder gerne in den etablierten Massenmedien dargestellt wird. Das Problem ist, dass das globalisierte, raubtierkapitalistische System gescheitert ist, auch einer dieser Fakten, die man gar nicht oft genug erwähnen kann. Dies ist natürlich auch ein Indiz dafür, dass Griechenland schon lange nicht mehr zu retten ist, außer man geht das System direkt an, genau dies tut die Politik aber leider noch immer nicht und es wird interessant werden zu sehen, wie weit die Bundesregierung unter Ihrer Chefin, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), noch bereit ist eine Politik zu fahren oder sollte man lieber sagen, zu moderieren, die sich gegen die Mehrheit der Deutschen richtet und natürlich in letzter Konsequenz auch zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft führen wird, denn auch dies zählt zu den Folgen steigender Armut in Deutschland. Die Eurokrise, als weiterer Baustein der schon so lange tobenden Weltwirtschaftskrise, zeigt aber auch ganz allgemein, dass massive politische Versagen, welches weit über die Parteigrenzen und natürlich auch über die Landesgrenzen hinausgeht.

Eine Runde Mitleid
Hört man nun von einem 13 Stunden andauernden Verhandlungsmarathon der Finanzminister der Eurozone in Brüssel, bei der man sich auf die Rettung Griechenlands verständigt hat, wirkt so etwas oftmals, als wollten die etablierten Massenmedien hier auch noch so etwas, wie Mitleid für die genannten Protagonisten erzielen. Dass man für solche Beschlüsse, die dann, wie gesagt, noch nicht einmal im Interesse der Mehrheit sind, unzählige Treffen und solche Marathons braucht, macht nicht nur deutlich, dass effizientes Arbeiten irgendwie anders ist, sondern vor allem auch, wie relativ der Begriff Experte in diesem Kontext zu sehen ist. Aus Gründen der Fairness muss man natürlich auch erwähnen, dass es hier um ein hochkomplexes Themengebiet geht aber hier löffeln nur die, die Suppe aus, die sie sich selber eingebrockt haben, also ist Mitleid hier alles andere als angebracht. Schaut man sich die Ausreden aus der Politik an, warum die raubtierkapitalistischen Protagonisten nicht an ihrem globalisierten Spiel gehindert werden, wird auch deutlich, dass es wohl eher keine Frage des Könnens ist, sondern viel mehr um mangelnden Willen geht, was den Vorsatz im Handeln ein weiteres Mal unterstreicht.

Natürlich ist es außerordentlich schwer sich ein unabhängiges Bild der Gesamtsituation zu machen, schaut es doch so aus, dass die Nachrichten in Deutschland, auch zu diesem Thema, wie die reinen Kopien der immer gleichen Quellen aus der Wirtschaft und der Politik aussehen, was die etablierten Massenmedien, ein weiteres Mal in einem sehr schlechten Bild da stehen lässt. Wie bereits erwähnt, darf man gespannt sein, wie sich die Medien verhalten werden, wenn der Kollaps dieses Systems endgültig eintrifft. Die Bürger in Deutschland sollten sich schon einmal darauf einstellen, dass die Kosten der Wiedervereinigung ein Klacks dagegen waren, was dann auf Deutschland zu kommen wird und man weiß, dass die Wiedervereinigung bis zum heutigen Tage auch finanziell noch immer nicht abgewickelt ist und der Nutzen dieses Prozesse auf der wirtschaftlichen Ebene auch wieder nur einer kleinen Minderheit genutzt hat. Geht man an diesen Gesamtkontext einmal juristisch heran, muss man hier also auch noch von Wiederholungstätern sprechen und es wird Zeit diese endlich einmal für die immer größer werdenden Schäden zur Rechenschaft zu ziehen. Die Zeit der Ausreden wird bald schon vorbei sein und dann werden die Zeiten auch in Deutschland eisiger werden, als es durch die eisige Kälte des sibirischen Hochs zuletzt noch der Fall war.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 2 Kommentare ↓

  • 1 Der BALLacker » Griechenland 2012 // 15. Mai 2012 at 15:38

    [...] Orientierung an der Landwirtschaft hin zur dienstleistungsorientierten Wirtschaftsnation. Nachdem Griechenland der Eurozone beigetreten ist, investierte das Land viel Geld in den Ausbau der Infrastruktur, sowie in [...]

  • 2 Dirk-P // 1. Jun 2012 at 01:15

    Bitte teilt den Aufklärungslink gegen den ESM-Vertrag mit euren Freunden, Bekannten auf Facebook (an die Pinnwand des Freundes posten), per Mail und so weiter – die Zeit wird knapp, umso mehr sich darüber informieren, um was es sich bei diesem diktatorischen Ding handelt, umso besser!

    Hier der Link zu dem Video auf YouTube

    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

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