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Die Wahrheit des Wortes

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Geschäftsidee Erderwärmung

26. November 2009

In weniger als zwei Wochen beginnt in Kopenhagen der große Weltklimagipfel und es ist davon auszugehen, dass alleine für die Anreise der Teilnehmer ein vielfaches an Energie verbraucht wird, von dem was zum Beispiel unsere Redaktion im Jahr verbraucht und dies alles für ein Treffen dessen Ergebnis jetzt schon jeder kennt. Es wird auch diesmal wahrscheinlich nichts bahnbrechendes passieren, es wird wieder wundervoll ausformulierte Absichtserklärungen geben, die an Unverbindlichkeiten kaum zu überbieten sein werden. Während wir alle diesen Erklärungen weltweit an den energiefressenden Fernsehschirmen folgen können, während wir im von der Europäischen Union (EU) diktierten Dämmerlicht von Energiesparlampe hocken, stellen wir fest, dass Produktivität und Rendite des Turbokapitalismus natürlich weit vor dem Umweltschutz stehen. Dieses Verhalten ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.

Was ist eigentlich Klimawandel?
Alle reden von Klimawandel, alle reden von Erderwärmung aber keiner scheint zu wissen, wo man wirklich von spricht. Der Mensch in der heutigen Zeit ist vermessen genug die Meinung zu vertreten, dass einige Jahre oder auch Jahrzehnte an einer Universität oder in einem so genannten renommierten Unternehmen ihm dazu verhelfen, Jahrtausende bis hin zu Millionen von Jahren vollumfänglich zu verstehen. Klimawandel ist eine Tatsache, der diese Welt wahrscheinlich seit ihrem bestehen ausgesetzt ist. Klimawandel bedeutet Schwankungen, dies wiederum erklärt, warum sich die Erde erwärmt bzw. abkühlt. Nun kann man sich überlegen, ob die Dinosaurier damals zu viel Deo benutzt haben und zuviel im Licht einer normalen Glühbirne gelesen haben und dies ursächlich für den damaligen Klimawandel war, der in die Eiszeit führte oder ob es der Rhythmus von Leben und Tod war, dem die Menschheit von Religion über Forschung bis hin zur Technik versucht Herr zu werden. Das sich das Klima verändert ist also gar nicht fraglich, die Frage ist viel mehr, warum und in welchem Ausmaß geschieht dies und in diesem Kontext stellen sich ganz plötzlich viele weitere Fragen.

Britische Forscher haben festgestellt, dass sich die Erde in den letzten zehn Jahren um immerhin 0,07 Grad Celsius erwärmt hat. Man könnte also schon fast von einer Stagnation reden und für diese gäbe es nun zwei Begründungen. Zum einen könnte es daran liegen, dass der bisherige Schutz gegen den Klimawandel ganz kurzfristig, ganz massive positive Folgen hat, zum anderen könnte es allerdings auch einfach nur der normale Lauf des Klimas sein. Die meisten sind sich einig, dass letztgenanntes eher der Fall ist. Denn es gibt immer wieder Dekaden in denen vom Pazifik aus soviel Wärme ausgeht, dass es zu solchen Werten kommen kann. Nun stellt sich die Frage, wie wird Wetter, wie werden Wetterdaten über die Medien transportiert und hier wird es sehr spannend. Man muss einmal genau darauf achten, haben wir einen nicht so guten Sommer, der eher zu kalt war, tauchen in den Medien kaum so genannte Wetterexperten auf und erzählen, dass wir auf die nächste Eiszeit zu gehen. Verläuft allerdings ein Monat, wie zum Beispiel dieser November, verhältnismäßig mild, werden selbst ansonsten schon im Winterschlaf befindliche Klimaforscher wieder wach und erzählen von der durch den Menschen verursachten Erderwärmung.

Klimawandel als wirtschaftlicher Treibstoff?
VW stellt in der aktuellen Werbung für seine Transporter die Frage, ob man Energieverbrauch als Problem oder Chance sehen sollte und dies ist eigentlich schon scheinbar eine sehr gute Antwort auf den ganzen Klimawandelwahnsinn. Man muss auch hier einmal den Blickwinkel verändern und die Frage zulassen, wer profitiert eigentlich von alldem. So genannte Experten drücken sich doch sehr häufig optional aus und so fragt man sich zum Teil, wer eigentlich welche Forschungsgelder bereitstellt und so gegebenenfalls natürlich auch Einfluss auf die Forschungsergebnisse nehmen könnte. Jeder dürfte mittlerweile begriffen haben, dass mit dem Ende des Kalten Krieges nicht nur der Sozialismus und der Kommunismus gestorben sind, sondern auch die Siegesfeiern für den Kapitalismus verfrüht waren und auch dieser in seiner heutigen Form zu Grunde gegangen ist. Um die Welt vor dem völligen wirtschaftlichen Kollaps zu bewahren, an dem wir im Moment schon verdammt nah dran sind, bedarf es immer neuer, florierender Märkte und im positivsten Fall sprechen wir noch von Märkten, die die Gesellschaft auch problemlos annimmt. Was bietet sich da mehr an, als den Menschen den Untergang der Welt noch besser zu vermitteln, als in Roland Emmerichs Endzeitszenario 2012 und schon fühlen sich alle gegenüber der Umwelt verantwortlich, als gäbe es keine aktuellen Probleme, wie zum Beispiel Hunger und Krieg.

Während man in Europa und auch anderen Teilen der Welt also nun im politisch diktiertem Dämmerlicht sitzt, fragt kaum einer ob nicht viele Dienstreisen, egal ob auf Ebene der Politik oder auch der Wirtschaft, nicht auch per Videokonferenz oder ähnliches abgearbeitet werden könnten. Hier gilt, es war immer schon so und deshalb bleibt es auch so, eine Chance die der normale Bürger kaum hat, denn er bekommt seine Regeln von den Mächtigen aus der Politik und der Wirtschaft vorgeschrieben. Wenn die Welt auf ihrem aktuellen Kurs auf das Ende zu steuert, müsste man unterstellen, dass es den Entscheidungsträgern völlig egal sei und sie alle keine Kinder und Enkel haben, deren Leben sie somit mit ihrem Verhalten auch aufs Spiel setzen würden. Einzige schlüssige Erklärung für ein solches Verhalten, außer einem mächtigen Hirnschaden, wäre das man genau weiß, dass alles nicht so schlimm ist, man aber von Windkraftanlagen bis hin zu Desertec traumhafte neue Märkte mit einer grandiosen Geschäftsidee verkauft. Das Prinzip ist nicht wirklich neu aber es funktioniert halt nichts besser als Motivator, als die pure Angst. Wenn man den Menschen nur täglich über die Medien erklärt, dass man immer neue Technik braucht um dem Untergang zu entgehen, laufen die Märkte wie von selbst. Ein paar Cent mehr, damit die Enkel länger leben können, wer würde das schon ablehnen. Klare flächendeckende Übereinstimmung bei Forschern und Wissenschaftlern, dass uns all dies wirklich retten könnte, fehlt, genauso wie ein glaubhafter Ansatz der Mächtigen aus Politik und Wirtschaft in diesem Kontext.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Technik · Umwelt · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Andy K. // 26. Nov 2009 at 18:08

    Super Artikel!!!
    Da wird mit der Angst der Menschen Geld gemacht, obwohl das Klima der Erde sich seit Jahrtausenden so verändert.
    Ich finde es nur traurig daß die Medien das ganze auch noch unterstützen. Deshalb schaue ich seit 3 Jahren kein TV mehr. Das ist die reinste Volksverdummung. Die Leute glauben ja alles was ihnen dort präsentiert wird.

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