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Die Wahrheit des Wortes

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G20 – Maschinenpistolen gegen Steinewerfer

10. Juli 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Tag 1 – G20 in Hamburg: Gleich am ersten Tag des G20-Treffens in Hamburg sollte sich zeigen, warum all der Widerstand gerechtfertigt war. Schon am Vortag bei `Welcome to hell` hatten die Dauernachthaber gezeigt, dass sie nichts auslassen würden, um die Lage eskalieren zu lassen, ein Trend, welcher sich in den Tagen zuvor auch schon abzeichnete. All dies wurde weitestgehend von den systemtreuen Medien, dann auch passend unterstützt. Was Vertreter des ablehnungswürdigen Systems, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) oder auch Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) nicht verstanden haben, ist, dass immer weniger Menschen in Deutschland die Dauermachtclique noch ernst nehmen und dies gilt auch für die Polizei. So überraschten die Ausschreitungen am Donnerstagabend schon nicht und am Freitag sollte es zum Gipfelauftakt in vielen Teilen der Stadt richtig zur Sache gehen. Unzählige Autos gingen in Flammen auf und es wurde schnell klar, dass die Polizei entweder mit 20.000 Einsatzkräften nicht in der Lage war die Bevölkerung zu schützen oder dies politisch nicht gewollt war. Im Rahmen dieser ersten Ansätze staatlichen Kontrollverlusts wurden weitere Polizeikräfte aus dem ganzen Bundesgebiet angefordert. Natürlich muss man schon hier festhalten, dass auch dies durchaus eine Folge des inakzeptablen Vorgehens der Polizei vom Vorabend war. Es zeigt aber auch, wie die Stimmung in Deutschland längst ist. Die politisch Verantwortlichen, vor allem auch die genannten, sahen dies ganz anders, was wohl daran liegt, dass sie ihre eigenen Lügen, zum Beispiel wie zufrieden die Menschen im Land sind, selber glauben.

Misserfolg und Erfolg
Nennenswerte Erfolge, welche allein das bis dahin Geschehene hätte rechtfertigen können, konnten die G20 am ersten Tag nicht präsentieren und so wurde man auf Samstag vertröstet, schließlich wollte man sich in der Elbphilharmonie noch selber feiern. Nachdem dieser Tag für die Gescheiterten schon auf dieser Ebene ein Misserfolg war, konnte die Gipfelgegner erste Erfolge feiern, denn nicht nur, dass sie die Gattin des US-Präsidenten, Melania Trump, in ihrer Unterkunft festsetzen konnten, gelangen noch weitere Störungen des Ablaufs. Langsam sollte sich die Lage dann richtig zuspitzen und die systemtreuen Medien halfen auch dabei wieder fleißig mit. Heiner Bremer hetzte auf n-tv, wo man die ganzen Tage über klar linientreu berichtete, selbst gegen Kirchen, Gewerkschaften und andere, welche indirekt die Gewaltbereiten unterstützen würden. Er brachte auch den Einsatz der Bundeswehr ins Gespräch, was einiges über seine Haltung aussagte. Mit Panzern gegen die eigene Bevölkerung, kennt man alles. Solche kranken Aussagen, wie aber auch andere Szenen, welche sich bis dahin schon abgespielt hatten, dürften noch mehr Menschen zum Widerstand gebracht haben. All dies sollte aber nur der zarte Anfang gewesen sein. Wie es dann begann richtig zu eskalieren, konnte man im Split Screen sehen. Der Ode an die Freude lauschten die Gescheiterten auf der einen Seite, während man auf der anderen Seite sehen konnte, wie auf St. Pauli der Krawall begann. Kurz gesagt hatten Merkel (CDU) und Scholz (SPD) in kurzer Zeit dafür gesorgt, dass weite Teile des Schanzenviertels in Schutt und Asche gelegt wurden. Bürgerkrieg und Anarchie waren da nur zwei Begriffe, welche in diesem Zusammenhang fielen. Wenn dies nicht für einen Rücktritt reicht, wird deutlich, was in diesem Land falsch läuft und der erste Gipfelabend war noch lange nicht vorbei.

Die lange Nacht der Lügen
Gut drei Stunden schaute die Polizei am Schulterblatt zu, wie dieser Straßenzug verwüstet wurde, Scholz (SPD) sprach später übrigens immer wieder vom heldenhaften Verhalten der Einsatzkräfte, was man nicht weiter kommentieren muss aber er hielt all dies schließlich auch für eine Hafengeburtstag. Der immer wieder kritisierte Teil der Medien glänzte auch an diesem Abend wieder mit vielen Fake-News, so waren es angeblich nur Autonome, was genauso gelogen war, wie der große Ausländeranteil unter den Randalierern. Nichts davon konnte angemessen belegt werden. Es sah doch eher so aus, dass der Rückhalt in der Bevölkerung nicht gerade klein war, vor allem größer, als die Regierenden und die Polizei es wahrhaben wollen. Dies passiert, wenn man über Jahre und Jahrzehnte die Realität ignoriert. Der Kontrollverlust im Schanzenviertel ging dann soweit, dass mit schweren Waffen angerückt wurde und Sondereinsatzkommandos (SEK) aus Deutschland und Österreich die Arbeit übernahmen. Nicht nur, dass dies geschah, als ein Großteil der Medien die Berichterstattung gerade einstellte, wurden auch dort die verbliebenen Medienvertreter wieder massivst von der Polizei bei der Arbeit gestört, dies ging bis zu Verboten. Die Begründung, warum man mit Maschinenpistolen gegen Protestierer vorging, sind bis jetzt unabhängig übrigens nicht belegt. Freitag wurde allerdings sehr klar, wie angreifbar der Staat ist und dass er nicht in der Lage ist, die Bürger immer angemessen zu schützen, dies sollte nicht nur die Hamburger zum Nachdenken bringen. Was noch erwähnt werden sollte, ist, dass das Abführen der 13Gefangenen, die das SEK machte, doch stark an die Bilder erinnerte, welche man vom Putschversuch in der Türkei vor einem Jahr in diesem Kontext kannte. Die nächste Steigerung, welche wohl demnächst kommt, ist das Militär im Inneren. Der falsche Weg, auf dem man in Deutschland ist, sollte aber noch deutlicher werden.

Bekannte Muster
Später in der Freitagnacht wurden die Rufe nach politischen Konsequenzen auch langsam endlich lauter und es scheint so, als sollte Scholz (SPD) geopfert werden, was natürlich nicht im Ansatz ausreicht. Die bereits erwähnten Gründe, für den bilateralen SEK-Einsatz, welche in der Nacht noch von Polizeisprecher Timo Zill vorgebrachten wurden, wozu auch die Zahl von 1.500 Militanten zählte, konnte, wie vieles andere, was von Seiten der Verantwortlichen vorgetragen wurde, bislang rechtsstaatlich nicht belegt werden, was doch schwer an den Bereich des mutmaßlichen islamistischen Terrors im Rahmen des großen Religionskrieges erinnert. Wenn man mit dieser Größenordnung schon so überfordert war, was wäre dann bei den suggerierten 10.000 Militanten passiert, auch eine Frage, welche unbeantwortet blieb. Vieles, was sich in dieser Nacht noch abspielte, ist aber auch allgemein schlecht belegt, was am Feierabend eines großen Teils der systemtreuen Medien lag aber eben auch an der Behinderung journalistischer Arbeit durch die Polizei. So wird sich wohl nie ganz aufklären lassen, was hinter dieser Nacht wirklich steckte und dieses Muster kennt man schon und muss immer wieder darauf hinweisen, dass man längst weit von Rechtsstaatlichkeit entfernt ist, wenn Polizei und Medien meinen juristische Fakten schaffen zu können und damit beweisen, dass sie das System der Gewaltenteilung entweder nicht verstanden haben oder es ignorieren. Entweder war es tatsächlich ein Kontrollverlust oder es war eine Inszenierung, um den Systemgegner zu zeigen, dass man wirklich zu allem bereit ist, wenn es um den Machterhalt geht. Beides sollte die Menschen im Land zum Nachdenken bringen und natürlich auch Einfluss auf die im Herbst anstehende Bundestagswahl haben. Was diese Nacht sonst noch für Folgen hatte, sollte sich am zweiten Tag des G20-Gipfels zeigen.

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