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Die Wahrheit des Wortes

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Fußball, Wettskandale und Rassismus

19. Juni 2008

Die Euro 2008 geht nun von der Gruppenphase in die K.O.-Rundenspiele über. Ein guter Zeitpunkt um eine erste Bilanz dieser Fußball-Europameisterschaft, die dies Mal mit Spielorten in Österreich und der Schweiz in zwei Ländern stattfindet, zu ziehen. Leider muss man auch bei diesem sportlichen Großereignis festhalten, dass es auch nicht ohne Themen wie Rassismus und Wettskandale auskommt. Denn diese Europameisterschaft ist auch wieder von fragwürdigen Entscheidungen geprägt und genau diese erwiesen sich im Fußball in der Vergangenheit auch schon Mal als manipulierte Entscheidungen. Auch wenn es bei den Spielen große Werbung gegen Rassismus gibt, kommt es trotzdem nicht nur von Hooligans zu rassistischen Aussagen am Rande der Spiele. Dies sind Fakten die einen natürlich erst ein Mal nachdenklich stimmen.

Die dunkle Sonnenbrille und die Todesgruppe

Man bemüht sich so sehr dieses sportliche Großereignis sauber von negativen Schlagzeilen zu halten, dass es einem zum Teil schon gruselig vorkommt. So entschied in Deutschland kurz nach Beginn der Europameisterschaft der Rundfunkrat, dass man die Gruppe C, in der von Beginn an feststand, dass auf Grund der ausgelosten Mannschaften, Favoriten ausscheiden würden, nicht mehr als Todesgruppe bezeichnet werden dürfte. Man nannte sie ab diesem Zeitpunkt dann nur noch Hammergruppe. Als viel schlimmer sollte man da wohl die Aussage des ZDF-Sportreporters Michael Steinbrecher einstufen, der im Rahmen der ZDF heute-Nachrichten, also nicht gerade vor einem kleinen Publikum, als ein mögliches Geheimzeichen für die Einwechslung des farbigen, deutschen Stürmers David Odonkor, eine dunkle Sonnenbrille ins Gespräch brachte. Man kann dieses Statement, des ansonsten oft als Lieblingsschwiegersohn der Nation angesehen Moderators, zu mindestens in der Ecke `außerordentlich unüberlegt` einstufen.

Die Theorien über Geheimzeichen zwischen dem deutschen Bundestrainer Joachim Löw und seinem Assistenztrainer Hansi Flick, beruhen auf der am 18.06.2008 von der UEFA ausgeweiteten Sperre gegen Joachim Löw. Dies ist eine weitere Folge des Platzverweises aus dem Spiel gegen Österreich, in dem es verbal zwischen dem österreichischen Nationaltrainer Josef Hickersberger und Joachim Löw hoch herging. Der deutsche Teammanager Oliver Bierhoff versuchte dieses Szenario zwar runterzuspielen aber Fakt bleibt auch, selbst wenn es nachdem Platzverweis der beiden versöhnliche Szenen gab, was natürlich auch im Interesse beider war, da ihnen bewusste gewesen sein muss, dass die UEFA noch über diesen Fall entscheidet, freundschaftlich war das Gespräch zwischen den Herren nicht. Natürlich wirft dieses harte Strafmaß der UEFA ebenso große Fragen auf, wie doch auch eine nicht unerhebliche Anzahl an Fehlentscheidungen im gesamten Turnier.

Fragwürdige Entscheidungen

Man muss die Frage stellen, warum der russische Nationaltrainer Guus Hiddink unbestraft ins Viertelfinale einziehen kann und das obwohl er im Spiel gegen die Schweden, den vierten Unparteiischen sogar einfach zur Seite schob, als der ihn ganz offensichtlich störte. Fakt ist, dass die Entscheidung einen Trainer in einem Viertelfinale eines so wichtigen Turniers, auf die Tribüne zu verbannen und mit einem Kontaktverbot zu versehen, in die eine oder andere Richtung Einfluss auf das Spiel und somit auch auf den gesamten weiteren Turnierverlauf haben wird. Gleiches gilt für die bereits angesprochenen Fehlentscheidungen von Abseitssituationen und Strafstossentscheidungen, die im gleichen Maße auf dieses Turnier Einfluss genommen haben. Genau diese Einflussnahme durch Schiedsrichter wirft immer wieder Fragen auf.

Es waren in der Vergangenheit doch solche Szenen, wie aber auch der plötzliche Leistungsverlust von Leistungsträgern einer Mannschaft, die im Nachhinein als von außen beeinflusst galten und zu den weltweiten Wettskandalen führten. Denn bei jedem Autokorso und bei all den freudigen Beflaggung der Häuser, sollte man auch niemals vergessen, von was für einem riesigen Geschäft wir bei einer solchen sportlichen Großveranstaltung reden. Bei dieser Kommerzialisierung, die ja bei weitem nicht nur was mit dem Wettgeschäft zu tun hat, darf man es wohl als selbstverständlich ansehen, dass durch die verschiedensten Kreise versucht wird, von außen Einfluss zu nehmen und man kann für diese Europameisterschaft nur hoffen, dass solche Versuche, sofern es sie gab, im Keim erstickt wurden. Denn letztendlich sollte es einfach nur fair und sportlich zu gehen und das sollte eigentlich für alle gelten.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Neues aus Österreich · Sport · Wirtschaft

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