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Die Wahrheit des Wortes

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Frauen an die Macht

6. März 2008

Schon in den 1980ern sang Herbert Grönemeyer von Kindern, die die Macht haben sollten. Heute im Jahr 2008 sind wir weiter und man muss wohl von Frauen an die Macht reden. Klingt grundsätzlich erst Mal nach Emanzipation und damit gar nicht so verkehrt. Aber man darf bei den beiden, in diesem Artikel beschriebenen, politischen Vorgängen nicht die Realität aus dem Auge verlieren und die zeigt etwas anderes. Denn zum jetzigen Zeitpunkt hat weder Frau Andrea Ypsilanti (SPD) in Hessen einen überzeugenden Regierungsauftrag, noch hat Frau Hillary Clinton genügend Delegierte für ihr Vorhaben hinter sich.

Obama noch immer vor Clinton

Beginnen wir in den USA, wo am Dienstag ein weiterer Superwahltag in den Staaten Ohio, Vermont, Rhode Island und Texas zu Ende ging. Das Ergebnis im internen Rennen bei den Demokraten, war für diesen Teil der Vorwahlen eindeutig. Clinton konnte sich in den angesprochen vier Staaten, gleich in drei gegen ihren Gegner Barack Obama durchsetzen. Fakt bleibt aber auch, dass dieser trotzdem seinen Vorsprung, den er sich in elf aufeinander folgenden Siegen aufbaute, klar behielt. Von daher ist die Aussage Clintons, jetzt doch gemeinsam für das Weiße Haus anzutreten, mehr als gewagt. Vor allem da sie als Zweitplatzierte, Präsidentin werden will und somit Obama nur Vizepräsident wäre. Es hat den Anschein als verstehe sie Mehrheitsverhältnisse genauso wenig, wie Frau Ypsilanti (SPD).

Nur am Rande sei ein weiteres Ergebnis dieser vier Vorwahlen erwähnt und zwar, dass sich der Republikaner John McCain nun endgültig als Kandidat seiner Partei durchgesetzt hat und somit langsam und in kleinen Stücken auch mehr in den Fokus deutscher Medien rückt. fairschreiben.de wies schon zum Beginn dieses Jahres mehrfach auch auf diese Option als Präsident hin, denn immerhin wurde bislang in 80 Prozent der Fälle, die Person Präsident, die von der eigenen Partei als erste nominierte wurde. Dieser Fakt spricht ganz klar für eine weitere republikanische Regierung, womit sich sowohl Clinton, wie auch Obama als Option erledigt hätten. Ein Fakt der auch für die außenpolitischen Gegebenheiten in Deutschland von Bedeutung wäre, auch wenn man diese Option, zu mindestens in den deutschen Medien, weiterhin eher stiefmütterlich behandelt.

Der Weg der Frauen an die Macht

Aber es soll ja heute um die Frauen und die Macht gehen. Nachdem wir nun Frau Clinton beleuchtet haben und somit schlüssig sein dürfte, dass wenn es in den USA, eine von den Demokraten gestellte Regierung geben sollte, diese nach heutigem Stand wohl keine Präsidentin Clinton, sondern einen Präsidenten Obama hätte. In Deutschland oder genauer gesagt in Hessen sieht es da noch ein Mal anders aus, denn scheinbar wird es hier tatsächlich eine Frau werden, die die Macht ausübt. Nun gut, in einem Land mit einer Kanzlerin, oder auch, wie es Volker Pispers ein Mal so schön formulierte, `einem Knallgasexperiment auf zwei Beinen`, stellt so etwas kein wirkliches Novum dar. Trotzdem finde ich es auch gerade unter demokratischen Aspekten sehr interessant, wie es hier zu kommt.

Man muss dieser Frau zugestehen, dass sie zu mindestens ganz klar ihren Wortbruch eingeräumt hat. Wortbruch ist für mich die nettere Formulierung für `beinhart gelogen` aber das sei ein Mal mehr dahin gestellt. Fakt bleibt aber, dass sie einfach nicht zu verstehen bereit ist, dass nicht sie die Wahlsiegerin ist, sondern noch immer der mit über 3.000 Stimmen vorne liegende Roland Koch (CDU). Wer nun, wie stabil, regieren kann und was der tatsächliche Preis für eine stabile Regierung in Hessen sein wird, ist noch gar nicht absehbar und wird sich wohl auch erst ab dem April zeigen, wenn die Linke Ypsilanti (SPD) toleriert oder gar mitgewählt hat. Im Interesse aller Hessen muss man hoffen, dass der Preis nicht zu hoch wird. Im Sinne aller Frauen, sollte man sich überlegen, ob es nicht sinnvollere Karrierewege gibt, als einen solchen.

Erfolgreiche Frauen sind wichtig

Dies gilt gleichermaßen für Deutschland, wie auch für den Rest der Welt. Es soll auch nicht den Anschein haben, als gönne man es den beschriebenen Frauen nicht, dass sie Erfolg haben. Es ist nur die Art und Weise, wie hier scheinbar zwanghaft der Erfolg gesucht wird und genau diese Zwanghaftigkeit von Wortbrüchen und nicht eingestehen können von Niederlagen, lässt die Erfolge, nicht nur dieser Frauen, eher in einem negativen Licht erscheinen.

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Kategorie: Politik

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