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	<title>Kommentare zu: Frau Merkel kommt f&#252;r den privaten Sparstrumpf auf</title>
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	<description>Die Wahrheit des Wortes</description>
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		<title>Von: sonntagsfrage-online.de</title>
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		<dc:creator>sonntagsfrage-online.de</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 20:28:04 +0000</pubDate>
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		<description>Krisen und Kandidaten - Welchem Kandidaten nutzt die Finanzkrise?

    Krisen stellen immer eine Chance dar. Dies lehren uns nicht nur die Chinesen, bei denen das Wort f&#252;r Krise gleichzeitig Chance bedeutet. Dies ist sp&#228;testens seit dem ber&#252;hmten &#214;konomen Popper und seinem Begriff der &quot;sch&#246;pferischen Zerst&#246;rung&quot; auch bei uns bekannt. Im Hinblick auf die Bundestagswahl 2009 stellt sich die Frage, ob und welchem Kandidaten f&#252;r das Amt des Bundeskanzlers die aktuelle Finanzkrise einen Vorteil in der Gunst der W&#228;hler verschafft.
    Unter zwei Bedingungen nutzen Krisen immer den amtierenden Kandidaten. Zum einen muss es sich um eine Krise handeln, welche der Kandidat nicht selbst verursacht hat. Es muss sich also um einen exogenen Schock handeln. Zum anderen muss die Krise nachhaltig gemeistert und die damit verbunden Probleme &#246;ffentlichkeitswirksam gel&#246;st werden. Dadurch erzielt der amtierende Kandidat regelm&#228;&#223;ig Sympathien und damit Stimmen. Dies kann vom Herausforderer kaum kompensiert werden, da er sich nicht in der Position befindet, welche in den Medien positiv als erfolgreicher Krisenmanager dargestellt wird. Er kann die Verantwortung f&#252;r eine L&#246;sung der Krise kaum wirksam &#252;bernehmen.
    Das beste Beispiel daf&#252;r, dass Krisen dem Amtsinhaber mehr als dem Herausforderer nutzen, findet sich in der j&#252;ngeren deutschen Geschichte. So hat zur Wiederwahl Gerhart Schr&#246;ders ma&#223;geblich das kurz vorher &#252;berwundene Oderhochwasser positiv beigetragen. Schr&#246;der hatte es verstanden, sein Management dieser Naturkatastrophe sehr medienwirksam zu vermarkten. 
    Auf die aktuelle Situation &#252;bertragen, bedeutet dies, dass Angela Merkel von der Finanzkrise profitieren m&#252;sste. Allerdings handelt es sich bei dieser Krise nicht um einen rein exogenen Schock, da auch deutsche Kreditinstitute Ursache des Problems sind und die Finanzaufsicht hierf&#252;r eine deutsche Angelegenheit ist. Letztlich ist daf&#252;r die Legislative, also die politische F&#252;hrung verantwortlich. Dar&#252;ber hinaus ist Angela Merkel bisher nur wenig als echte Probleml&#246;serin der Krise aufgetreten bzw. konnte dies nicht nachhaltig positiv &quot;vermarkten&quot;. Damit ist zu erwarten, dass in diesem Fall die Amtsinhaberin nicht von der aktuellen Krise profitieren kann. Letztlich wird es sich f&#252;r die Union in den Ergebnissen der Sonntagsfrage zeigen, wie gut Angela Merkel den Vorteil zu nutzen wei&#223;. www.sonntagsfrage-online.de</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Krisen und Kandidaten &#8211; Welchem Kandidaten nutzt die Finanzkrise?</p>
<p>    Krisen stellen immer eine Chance dar. Dies lehren uns nicht nur die Chinesen, bei denen das Wort f&uuml;r Krise gleichzeitig Chance bedeutet. Dies ist sp&auml;testens seit dem ber&uuml;hmten &Ouml;konomen Popper und seinem Begriff der &#8220;sch&ouml;pferischen Zerst&ouml;rung&#8221; auch bei uns bekannt. Im Hinblick auf die Bundestagswahl 2009 stellt sich die Frage, ob und welchem Kandidaten f&uuml;r das Amt des Bundeskanzlers die aktuelle Finanzkrise einen Vorteil in der Gunst der W&auml;hler verschafft.<br />
    Unter zwei Bedingungen nutzen Krisen immer den amtierenden Kandidaten. Zum einen muss es sich um eine Krise handeln, welche der Kandidat nicht selbst verursacht hat. Es muss sich also um einen exogenen Schock handeln. Zum anderen muss die Krise nachhaltig gemeistert und die damit verbunden Probleme &ouml;ffentlichkeitswirksam gel&ouml;st werden. Dadurch erzielt der amtierende Kandidat regelm&auml;&szlig;ig Sympathien und damit Stimmen. Dies kann vom Herausforderer kaum kompensiert werden, da er sich nicht in der Position befindet, welche in den Medien positiv als erfolgreicher Krisenmanager dargestellt wird. Er kann die Verantwortung f&uuml;r eine L&ouml;sung der Krise kaum wirksam &uuml;bernehmen.<br />
    Das beste Beispiel daf&uuml;r, dass Krisen dem Amtsinhaber mehr als dem Herausforderer nutzen, findet sich in der j&uuml;ngeren deutschen Geschichte. So hat zur Wiederwahl Gerhart Schr&ouml;ders ma&szlig;geblich das kurz vorher &uuml;berwundene Oderhochwasser positiv beigetragen. Schr&ouml;der hatte es verstanden, sein Management dieser Naturkatastrophe sehr medienwirksam zu vermarkten.<br />
    Auf die aktuelle Situation &uuml;bertragen, bedeutet dies, dass Angela Merkel von der Finanzkrise profitieren m&uuml;sste. Allerdings handelt es sich bei dieser Krise nicht um einen rein exogenen Schock, da auch deutsche Kreditinstitute Ursache des Problems sind und die Finanzaufsicht hierf&uuml;r eine deutsche Angelegenheit ist. Letztlich ist daf&uuml;r die Legislative, also die politische F&uuml;hrung verantwortlich. Dar&uuml;ber hinaus ist Angela Merkel bisher nur wenig als echte Probleml&ouml;serin der Krise aufgetreten bzw. konnte dies nicht nachhaltig positiv &#8220;vermarkten&#8221;. Damit ist zu erwarten, dass in diesem Fall die Amtsinhaberin nicht von der aktuellen Krise profitieren kann. Letztlich wird es sich f&uuml;r die Union in den Ergebnissen der Sonntagsfrage zeigen, wie gut Angela Merkel den Vorteil zu nutzen wei&szlig;. <a href="http://www.sonntagsfrage-online.de">www.sonntagsfrage-online.de</a></p>
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