fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

Fast ein Jahrzehnt nach 911

11. September 2010

Zu Beginn dieser Woche berichtete man hier schon über den tragischen Jahrestag der am heutigen Tage zum neunten Mal begangen werden muss. Genau vor neun Jahren schlugen verschiedene Flugzeuge unter anderem in das Pentagon in Washington D.C. und in die beiden Türme des World Trade Centers (WTC) in New York ein. Mit einem Schlag verloren Tausende Menschen ihr Leben und die Welt sollte nicht mehr sein, wie noch am Tag zu vor. Es wurden Kriege geführt, Religionen unter Pauschalverdacht gestellt und Theorien über Theorien machen bis in die Gegenwart die Runde, was an diesem verhängnisvollen Herbsttag wirklich geschehen ist. Man muss sich wohl mit dem Gedanken abfinden, dass man es niemals erfahren wird, vielleicht einige Generationen nach uns, wenn es die Welt dann noch gibt. All die Theorien, wer hinter 911 steht, bringen in der Sache erst einmal kaum etwas, außer noch mehr Unfriede und Hass, deshalb sollte man sich mehr mit den Fakten beschäftigen.

Christen und Muslime
Was einst der Kampf der politischen Blöcke zwischen dem Osten und dem Westen war, hat sich spätestens seit diesen Tagen im Herbst 2001 zu einem Kampf der Religionen bzw. Kulturen entwickelt. Es geht um Christen und Muslime aber natürlich auch um Juden. Man darf sich allerdings von den Überschriften Kultur und Religion nicht blenden lassen, denn wie so oft, darf man vermuten, dass in Wahrheit ganz andere Fakten eine Rolle spielen. Es gibt ausreichend Zweifel und Zweifler an der Version, dass 911 in einen Zusammenhang mit dem Islam zu bringen ist. Fakt ist, dass an diesem Tag Milliarden an US-Dollar verdient wurden, was natürlich wieder in eine gewisse Richtung deutet, die nicht auf Religion hinweist, außer man erkennt Geld als einen Gott an. Es ist auch schon erstaunlich  und wirft ein interessantes Licht auf die internationalen Medien, dass auf Grund 911 der Islam, im wahrsten Sinne des Wortes, verteufelt wurde. Schaut man sich weltweit die Verbrechen, gerade auch die aktuellen, der Kirche an, wird hier eher erklärend und rechtfertigend berichtet.

Die Welt wurde anders oder vielleicht trat auch nur etwas ans Tageslicht, was schon all die Jahre unter der Oberfläche brodelte. Kein intelligentes Wesen würde Kriege um Kulturen führen, es geht um die Balance der Kulturen und nicht um deren Zerstörung, allerdings scheinen gewisse kulturelle Einflüsse, gewissen kapitalistischen Interessen klar entgegenzustehen und hier kommt man der Lösung vielleicht näher, als wenn man über die Inhalte der Bibel oder des Korans philosophiert. Allgemein sagt man, dass der Kapitalismus als der Sieger aus dem Kalten Krieg hervorgegangen ist aber was bedeutet dies? Der Kapitalismus ist ein sehr, sehr breites Feld und es scheint doch so, als würde es nun einen internen Konflikt oder gar Krieg innerhalb des Kapitalismus geben. Tarnte man Jahrzehnte lang die Interessen an Macht und Kapitalvermehrung hinter politischen Philosophien und Denkweisen, scheinen diesmal Religionen und Kulturen diesen Zweck erfüllen zu müssen.

Der Mensch dahinter
Hinter Religion und Kultur stehen Menschen und hier muss man natürlich auch festhalten, dass so lange diese sich instrumentalisieren lassen, den eigentlichen Drahtziehern Tür und Tor geöffnet wird. Wenn ein Papst Benedikt XVI. zu den Verfehlungen der katholischen Kirche in Deutschland lieber schweigt, als sich aktiv für die Aufklärung einzusetzen, ist dies ein sehr klares Statement. Wenn der iranischer Machthaber Mahmud Ahmadinedschad immer wieder zu Krieg und Gewalt im Namen einer Religion aufruft, ist dies an Deutlichkeit auch nicht mehr zu überbieten. Wer so etwas dann natürlich auch noch mitträgt und sich nicht klar gegen solche Tendenzen im Kontext der Religion einsetzt, macht sich ebenfalls mitschuldig. Man darf davon ausgehen, dass Religion und Kultur hier gezielt ausgenutzt werden, um schlicht und einfach die kapitalistischen Weichen für die Zukunft zu stellen. Genauso wenig wie 911 ein Zufall war, baute man offensichtlich nachdem Ende des Kalten Krieges neue Feindbilder und Bedrohungsszenarien auf. Sieger gibt es erstaunlicherweise immer wieder an den selben Stellen, egal ob man über den Kalten Krieg oder die aktuellen Auseinandersetzungen der Kulturen und Religionen spricht.

Man sollte sich bei diesen Konflikten und Kriegen immer die Geldströmen anschauen und die gerne auch einmal etwas langfristiger und natürlich auch nicht vergessen, dass auch Institutionen, wie der Vatikan zum Beispiel, durchaus einen klaren Platz in diesem System haben. Desto länger die Zeitachse nach den schrecklichen Attentaten vom 11. September 2001 wird, desto deutlicher scheint zu werden, dass man die Spurensuche weniger in den Religionsbüchern betreiben sollte, als in den Kontoauszügen und Bilanzen mancher Menschen und Firmen. Das dies geschieht würde natürlich voraussetzen, dass ein wahrhaftiges Interesse daran besteht, diesen Akt des Terrors und dessen bis in die Gegenwart spürbaren Folgen, aufzuklären. Schaut man sich allerdings einmal um, scheint genau dieses Interesse kaum bis gar nicht vorhanden zu sein und dies völlig unabhängig vom Thema Religion. Folgt man diesem Weg, wird einem natürlich auch wieder vieles zum Thema Machtverteilung auf dieser Welt klar und man versteht auch gleich mehr, wie groß die tatsächliche Bedeutung der Religion ist und welchem Herrn man dort scheinbar wirklich dient.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Der BALLacker » Eine trollige Arena // 11. Jan 2013 at 15:33

    [...] 11. September 1910 wurde in der damals noch eigenständigen Gemeinde Ronhof das Stadion mit dem Namen Sportplatz [...]

Schreib was dazu