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Die Wahrheit des Wortes

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Es lebe der Sport

21. April 2008

Sport ist schon etwas Feines. Man tut etwas für Körper, Geist und Seele oder kann ihn auch einfach nur auf der Couch genießen. Eigentlich sollte man meinen, dass dieses Wochenende Mal wieder ein Genießerwochenende für Sportfreunde war. Denn es standen gleich zwei wichtige nationale Titel zur Vergabe an. Zum einen stand das DFB-Pokalfinale in Berlin an. Wo der BVB Dortmund auf den FC Bayern München treffen sollte und Berlin holte sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Es fiel aber nicht nur ein Schatten auf das Endspiel gegen die Kölner Haie in der KölnArena, denn der Matchwinner Florian Busch hatte in der Woche zuvor noch eine Dopingprobe verweigert.

Alles was zählt

Wir müssen unterhalten werden, dass scheint alles zu sein was zählt. Wie weit das geht, zeigte dieses unterhaltsame, sportliche Wochenende ein Mal mehr. Nicht umsonst sagt man in Großbritannien, dass Vereine wie Manchester United mittlerweile mit Hollywoodkassenschlagern konkurrieren und dieser angelsächsische Weg scheint auch unserer zu werden. Man bekam dieses Wochenende wieder häufig das Gefühl, dass es weniger um den Sport, als viel mehr um gute Drehbücher gehen würde. Denn es muss die Frage erlaubt sein, wann hört Zufall auf? Bei einem 1:0-Sieg Nürnbergs über Wolfsburg in der 1. Fußballbundesliga, womit exakt das Ergebnis erreicht wurde, bei welchem in der Woche zuvor wegen Regen abgebrochen wurde? Oder ist es noch Zufall, dass die viel zitierten sportlichen Leistungen, gerade auch bei den Hauptstadtvereinen, wie den Eisbären Berlin im Eishockey oder ALBA Berlin im Basketball, seit Jahren immer konstant hoch sind und so natürlich die deutsche Hauptstadt sehr gut repräsentiert wird?

Eine weitere spannende Frage ist es, wann hört Unterstützung auf und wo beginnt fragliche Einflussnahme im Sport. Hier zu kann man sehr schön das zu Beginn angesprochene DFB-Pokalfinale als Grundlage nehmen. Es gab dort acht gelbe Karten gegen Dortmund, davon eine gelbrote Karte. Allerdings gab es nur zwei gelbe Karten gegen die Bayern, die so spät im Spielverlauf kamen, dass sie durchaus als irrelevant eingestuft werden dürften. Natürlich wurde die Schiedsrichterleistung, die wie so häufig bei Spielen des FC Bayern München massiven Einfluss auf den Spielverlauf nahm, vom ZDF-Schiedsrichterexperten Urs Meier positiv bewertet. Dies überrascht auch nicht, denn man erfuhr im Vorhinein schon, dass Urs Meier der Mentor des Unparteiischen Knut Kircher war. Überrascht es da noch wirklich irgendwen, dass besagter Mentor auch exakt das Ergebnis prognostizierte? Unparteiisch, ist auch das Stichwort für das ZDF. Über weite Phasen des Spiels, musste man schon das Gefühl bekommen, dass es das gute öffentliche Recht ist, dem scheinbaren Haussender der Bayern, zu zusehen. Scheinbar ist dies aber unabhängige Berichterstattung in der heutigen Zeit, passt dann auch wieder in das oben erwähnte `Manchester United-Bild`.

Kahn und der Jungbrunnen

Oliver Kahn (38). Der Torhüter, der vielen vor allem durch sein unkontrolliertes Aggressionspotenzial bekannt sein dürfte, wurde in diesem Spiel, in dem er ein Mal mehr nicht wirklich sehr viel zu tun hatte, zum Torhütergott gemacht. Interessant daran war auch, dass man erst spät damit begann, die Innenverteidigung des BVB von Robert Kovac (34) und Christian Wörns (35) zu loben, denn erst ein Mal wurde sehr lange Zeit ständig auf das Alter hingewiesen und das oftmals in einem sehr negativen Bezug. Alter als Problemfaktor, gab es beim Bayern Keeper nicht. Man muss wohl davon ausgehen, dass er in einen Jungbrunnen gefallen ist, denn anders ist diese völlig unterschiedliche Bewertung nicht zu erklären. Aber es bleibt noch mehr unerklärlich, was auch nicht verwundert, denn, wie es so schön heißt, hat der Pokal immer seine eigenen Gesetze. Diese kann man übrigens sehr oft auf den schlichten Nenner bringen, dass der FC Bayern München den Pokal gewinnt. Nun weiß man, dass dies natürlich rein auf die großartigen Leistungen dieses Vereins zurückzuführen ist. Wie groß diese sind, zeigte Luca Toni auch wieder beim Siegtreffer. Schöner kann man nicht zufällig über einen Ball stolpern und so auch noch zufällig einen unhaltbaren Treffer verursachen.

Das im DFB-Pokal immer nur die sportlichen Höchstleistungen siegen, ist ja nicht erst seitdem Schiedsrichterskandalspiel des Hamburger SV bewiesen. All diese Zufälle, Überraschungen, wie auch immer man es nennen mag, zeigen in eine klare Richtung. Man überlege sich ein Mal das zu Saisonbeginn, laut einigen Medienberichten, schon fest damit gerechnet wurde, dass der FC Bayern München mindestens Meister würde. Dies ist natürlich gerade auch in der letzten Spielzeit von Oliver Kahn, noch ein Mal ein Highlight für ihn, welches nur noch durch ein Double, welches im Falle der Meisterschaft vorhanden wäre oder gar ein Tripple, wenn man auch noch den UEFA-Cup holt, zu Toppen wäre. All das zeigt am Ende des Tages, auch im Sport geht es mehr und mehr um Macht, Einflussnahme und Kapital. Eben ganz wie in Hollywood und es bleibt damit jedem selbst überlassen, ob er sich da noch für Fußball oder ähnliches interessieren mag oder sich nicht lieber im Kino ein wirkliches Hollywood-Original anschaut. Für den Sport sprach das Wochenende wohl eher nicht.

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Kategorie: Gesellschaft · Medien · Sport

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Gerd // 21. Apr 2008 at 12:25

    ….jaja und die Mondlandung gab es auch nicht wirklich und auch Bielefeld ist ein Fake!…oder noch nie etwas von der “Bielefeld-Verschwörung” gehört? Einfach mal googeln…

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