fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

Erderwärmung-Auch dieser Sommer wird heiß

11. Juni 2009

Da sitze ich im Kölner Redaktionsbüro und schaue aus dem Fenster und merke das es grau und kalt ist. Es regnet und der Wind spielt mit den Blättern. So ist der Sommer 2009 bislang. Das kann passieren und wir befinden uns auch gerade erst ein Mal im Frühsommer, was nur nervt ist ständig etwas zum Thema Erderwärmung die vom Menschen verursacht wird zu hören. Ist es Mal einen Tag etwas wärmer, jagt es durch die Schlagzeilen, bahnt sich allerdings ein genauso verregneter Sommer, wie er es im letzten Jahr war, an, beginnt das große Schweigen. Natürlich verändert sich das Klima, dass steht auch gar nicht zur Diskussion aber das tut es seitdem bestehen der Erde ständig und es ist die Frage, ob die Menschheit wirklich an dem aktuellen Klimawandel die Schuld trägt und genau an dieser Stelle scheiden sich die Geister und es kommt zu Begebenheiten, die man so für nicht möglich halten sollte.

Christo auf der Zugspitze?

Deutschland verfügt über genau einen Gletscher und dieser befindet sich auf der Zugspitze und nun ist man in der Folge der Erderwärmung in großer Sorge um diesen und packt ihn in den wärmeren Monaten ein, um das Abschmelzen so einzudämmen. Nicht nur, dass man das Gefühl bekommen könnte, es sei das neuste Kunstwerk des bekannten Verpackungskünstlers Christo, wirken solche Aktionen auch oftmals einfach nur bizarr und hilflos. Man ist in Sorge um einen Gletscher, hat aber ganz offensichtlich kein Problem damit ganze Berglandschaften nachhaltig zu verändern, um neue Skigebiete zu erschließen damit der Tourismus läuft. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie viele Menschen am vergangenen Wochenende bei den Europawahlen die Grünen gewählt haben, es aber lieben diese Skigebiete zu nutzen. Negative Einflüsse auf die Natur wirklich zu verhindern ist das eine, nur darüber zu reden, weil es gerade angesagt ist, ist etwas völlig anderes.

Viele seriöse Forscher sprechen von einem Klimawandel, hört man ihnen allerdings genauer zu, sprechen sie nur äußerst selten davon, dass dieser wirklich durch den Menschen verursacht wird. Genau an diesem Punkt reden wir von einem hohen Maß an Spekulation. Ganz in der Nähe unserer Redaktion tobte vor einigen Tagen ein kleiner Tornado und am gestrigen Tag wurden zwei Stück über Schleswig-Holstein gesichtet, auch diese Launen der Natur wurden direkt zu Schlagzeilen im Kontext des Klimawandels umgemünzt. Auch an dieser Stelle musste man genau zuhören um festzustellen, dass es statistisch betrachtet gar keinen Anstieg dieses Wetterphänomens gibt. Die Wahrnehmung auf diesem Gebiet wird einfach nur dadurch beeinflusst, dass es in der heutigen Zeit Handykameras und ähnliches gibt und diese Bilder dadurch wesentlich schneller und häufiger um die Welt gehen. Man merkt auch an dieser Stelle, wie vorsichtig man mit vermeintlichen Fakten umgehen muss.

Kohlekraftwerke und die Macht

Kehren wir noch ein Mal zurück zu der deutschen Umwelt-Vorzeige-Partei, den Grünen. Diese feierten gerade erst ihre Erfolge bei den Europawahlen und wiesen immer wieder daraufhin, dass die Umwelt vor allem anderen kommen muss. Wirtschaft, Arbeitsplätze und ähnliches müssen sich entweder mit der Umwelt vertragen oder hinten anstehen. Auch hier merkt man sehr schnell, wie relativ Umweltpolitik sein kann, denn geht es darum Macht zu erlangen, scheinen umwelttechnische Interessen plötzlich zweitrangig zu sein, auch bei den Grünen. In Hamburg-Moorburg entsteht gerade ein Kohlekraftwerk und dies mit der Genehmigung der Hamburger Umweltsenatorin Anja Hajduk (Grüne). Denn diese Kröte musste man bei den Grünen nach den letzten Wahlen in Hamburg schlucken, um nicht mehr in der Opposition zu sein, sondern aktiv in der Regierungsverantwortung zu stehen. Es stellt sich an einer solchen Stelle natürlich die Frage, wie weit man einer solchen Partei Glauben schenken darf, wenn es um nachhaltige Umweltpolitik geht.

Natürlich ist Umweltschutz ein Thema, welches gerade auch in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnehmen muss. Man muss nur darauf achten, dass es auch wirklich um den Schutz der Umwelt geht und dieser nicht einfach nur zum Erlangen gewisser politischer oder wirtschaftlicher Ziele missbraucht wird. Umweltschutz, die Arbeit gegen den Klimawandel, wir reden hier mittlerweile von riesigen Wirtschaftszweigen. Erneuerbare Energien werden nach vorne gepeitscht, dass einem teilweise schwindelig wird. Negative Nebeneffekte, wie zum Beispiel die Abrodung von riesigen Flächen für Biodiesel, gehen dabei auch schon ein Mal schnell unter. Es stellt sich die Frage, wie weit all dies gehen soll und wir haben jetzt schon das Problem, dass Menschen Hungern damit manch anderer ökologisch vertretbar Autofahren kann. Genau an diesem Punkt überschreitet man eine Grenze. Denn das Menschen hungern müssen, nur damit andere Menschen ein gutes Gewissen haben was den Klimawandel angeht, ohne allerdings Gewissheit zu haben, ob dieser überhaupt von Menschenhand gemacht ist, darf und kann nicht sein.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Gesellschaft · Medien · Politik · Umwelt · Wirtschaft

Bis jetzt 4 Kommentare ↓

  • 1 Peter D. // 29. Jun 2009 at 13:50

    Ich sehe das etwas differenzierter. Natürlich haben wir Hunger ind er Welt und dagegen müssen wir etwas tun. Die Frage ist aber IMHO nicht, ob wir abwägen müssen zwischen Hunger und Klimaschutz.

    In meinen Augen ist es auch nicht wichtig, ob bewiesen wird, das der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Tatsache ist aber für mich, das er existiert und das er mit der Steigerung des Anteils CO2 in der Atmosphäre korreliert. Hierzu gibt´s im übrigen eine sehenswerte BBC-Dokumentation, die u.a. auch politische Hintergründe für die Verneinung des Klimawandels aufzeigt.

    Die Frage ist aber vielmehr, was kann man machen, um den CO2-Ausstoß zu vermeiden oder zu neutralisieren? Hier muss jeder einzelne für sich etwas einfallen lassen und entsprechend seinen Alltag umgestalten. Dazu kann jeder versuchen, durch eigene Maßnahmen oder Unterstützung von Umweltorganisationen dem eigenem CO2-Kontingent entgegen zu wirken.
    Leider dreht sich die Sichtweise oft darum, was machen denn die anderen – wahlweise die Politiker, Regierungen, etc. Hier muss umgedacht werden. Die Politik wird uns bestenfalls “unterstützen” in dem Sie Stromsteuer, Mineralölsteuer etc. anhebt, bis wir damit kein CO2 mehr ausstoßen, da wir es uns nicht leisten können.

  • 2 Ulli N. // 29. Jun 2009 at 17:34

    Ich gebe dem Schreiber darin Recht, daß es unerheblich ist, ob CO2 für eine Klimaerwärmung sorgt oder nicht. Und es ist bestimmt richtig, daß der Ausstoß desselben Konsequenzen nach sich ziehen wird. Wofür auch immer.
    Aber:
    1. bei jedem Verbrennungsprozess entsteht CO2
    (wir sollten hier nicht die stetig wachsende Masse an Menschen vergessen, die bei der Atmung C=2 ausstößt)
    2. seit wann ist ein Lebensmittel ein Gift?
    -CO2 ist doch das Grundnahrungsmittel für alle Lebewesen, die man “Pflanzen” nennt

    AUS diesem Grunde stellt sich die Frage:
    KANN ICH DEN AUSSTOSS NEUTRALISIEREN und evtl nicht am Schornsten bei Heizungen oder am Auspuff bei Verbrennungsmaschinen und unterhalb der Augen beim Sauerstoffatmer?

    Durch einen sinnvolleren, INTELLIGENTEREN Einsatz von CO2 Atmern sprich Pflanzen.

  • 3 Frank // 9. Jul 2009 at 14:13

    Natürlich ist CO2 für uns als Sauerstoffatmer ein Gift. CO2 wird vom Körper aufgenommen und bindet sich im Blut viel stärker als Sauerstoff. Eine CO2-Vergiftung bewirkt Atemnot, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schwindel bis hin zum Herzstillstand.
    Allerdings, um beim Thema zu bleiben, bis wir so viel CO2 in die Umwelt geblasen haben, das es direkt auf uns giftig wirkt, wird es noch was dauern und das Klima bereits vorher noch deutlich mehr durcheinander werfen.
    Was ich nicht verstehe, wieso wird im Artikel wieder der Zweifel an der Klimakatastrophe geschürt? Das ist doch nun wirklich erwiesen und sogar die USA haben es eingestanden…

  • 4 Die Redaktion // 9. Jul 2009 at 16:59

    Lieber Frank es gibt sehr viele Studien die den Menschen für den Klimawandel verantwortlich machen. Es gibt wohl eben so viele Studien die es anders sehen. Die Frage ist wer verantwortet den Klimawandel und da ist die These der Mensch zu einfach denn hier stehen erst einmal wieder neue Märkte im Vordergrund und leider weniger die Umwelt. Was die USA eingestehen oder nicht ist immer eine relative Sache vom Klima über den Irak bis zu AfPak.

Schreib was dazu