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Die Wahrheit des Wortes

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Eine neue Weltwirtschaftskrise?

9. August 2011

Wenn man sich anschaut, wie es gerade auch in der letzten Woche nach der Verkündung der Abwendung des Staatsbankrotts der USA an den Aktienmärkten zur Sache ging, konnte man schon von Panik sprechen. Rasend schnell waren selbst die letzten Tiefststände, die durch den Super-GAU in japanischen Atomkraftwerk (AKW) von Fukushima entstanden waren, gerissen. In diesem Zusammenhang warnten dann auch gleich wieder all die Experten und Analysten, von denen in all den letzten Jahren viele vor allem eines bewiesen haben, ihre grenzenlose Inkompetenz, dass man nun in die Gefahr einer weiteren Weltwirtschaftskrise kommen würde. Allein diese Aussagen belegen ebenfalls die Inkompetenz. Man hat die Pleite von Lehman Bros. allgemein als Ausgangspunkt der letzten Weltwirtschaftskrise genommen und muss einfach festhalten, dass diese noch nicht einmal im Ansatz beendet ist. Natürlich versuchen die Protagonisten aus der Wirtschaft und der scheinbar von dieser abhängigen Politik über die mit im Netz hängenden etablierten Massenmedien, dass Gegenteil zu propagieren aber dies führt zu nichts, wie auch wieder die aktuellen Entwicklungen zeigen. So hart und übertrieben es klingen mag, die Realität, die nun auch einmal mehr die Märkte eingeholt hat, zeigt, dass das Finanzsystem der westlichen Welt am Ende ist.

Enden jetzt all die Lügen?
Wenn man sich die Machtverteilung in der heutigen Welt betrachtet und hier ein Hauptaugenmerk auf die westliche Welt richtet, wird einem sehr schnell klar, was für ein mächtiges Netzwerk aus Wirtschaft, Politik und letztendlich auch Teilen der Medien entstanden ist. In diesem Rahmen erklärt sich auch einiges, was man sonst wohl kaum erklären könnte. Die Mächtigen der Wirtschaft und hier vor allem die im Bereich der Finanzwirtschaft, haben im großen Stil schon vor Jahrzehnten mit der Zockerei begonnen und so Billionen verschoben, denn wie man immer so schön sagt, Geld verschwindet nicht einfach so, es wechselt nur den Besitzer. Auch dies wird viel zu selten kommuniziert, man verbreitet an Stelle dessen lieber die Lügen des vernichteten Geldes. Am Anfang stand mit dem amerikanischen Immobiliensektor nur ein kleiner Teil der Finanzwirtschaft im Fokus derer, die hier ihr ganz eigenes ausbeuterisches Spiel spielen. Wie wildwuchernder Krebs griff all dies allerdings bald schon weitere Teil dieses Wirtschaftsorganismus an und dies natürlich nicht ohne auch Opfer zu fordern. Ein erstes großes Opfer war die eben angesprochene Bank Lehman Bros., wahrscheinlich wäre hier auch die letzte Möglichkeit gewesen, dass die Politik deutlich gemacht hätte, wer das Zepter in der Hand hält. Wie man weiß, ist genau das Gegenteil passiert und die Politik hat sich von der Wirtschaft als Geisel nehmen lassen.

Was nun in Folge dieser Pleite passieren sollte, ist bis zum heutigen Tage eigentlich unvorstellbar. Ein Flächenbrand entwickelte sich der in Höchstgeschwindigkeit nicht nur Europa erreichte, sondern vor allem auch die weltweite Realwirtschaft. Aus diesem Grund starben auch in Deutschland unzählige Traditionsunternehmen, Menschen verloren ihre Arbeit und die Staatskassen leerten sich. Dies geschah auch daher, dass verschieden Konjunkturprogramme geschnürt wurden über dessen Nutzen bis zum heutigen Tage diskutiert wird. Irgendwann waren auch im Bereich der Realwirtschaft die Felder scheinbar abgegrast und man musste sich neue Erntegebiete suchen und auch dieser klare Verlauf wird gerade auch in den etablierten Massenmedien so kaum dargestellt, anstatt dessen verbreitet man lieber die Lüge eines konjunkturellen Aufschwungs der allen helfen würde, ohne dabei auch nur im Ansatz darauf Rücksicht zu nehmen, dass staatliche Leistungen immer weiter reduziert werden und die Armut weiter massiv wächst. Selbst die Vereinten Nationen haben Deutschland mittlerweile wegen der Armutsproblematik gerügt und auch wenn man es immer wieder Eigenverantwortung nennt, ist vielen Menschen mittlerweile klar, was dies in Wirklichkeit bedeutet und zwar die Übernahme der Verantwortung, die in der Politik und der Wirtschaft niemand mehr aufbringt, das Auffangen von Verlusten.

Wie sieht der Kollaps aus?
Nachdem nun also auch die Realwirtschaft ausgeplündert wurde, kamen neue Ziele ins Visier der großen Geldverschieber und diesmal sollten gleich ganze Staaten angegriffen werden. Spätestens hier greift dann auch der Begriff des Wirtschaftsterrorismus. Hatte man die Weltwirtschaftskrise bis zu diesem Zeitpunkt schon in einer völlig inflationären Art und Weise immer wieder als beendet erklärt, wurde zum Beispiel alleine nur an der Krise in Griechenland deutlich, dass diese in der negativen Spitze nicht nur das Ende des Euros zur Folge hätte, sondern auch den Zerfall der Europäischen Union (EU). Trotz dieser klaren Kausalitäten trennt man übrigens bis zum heutigen Tag all diese Vorkommnisse von einander ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnte zwischendurch zwar hin und wieder an, wie gefährlich die Krise in Griechenland im Kontext der vermeintlichen deutschen Konjunktur sei aber eine großen Gesamtzusammenhang konnte man auch ihren Worten nie entnehmen. Genauso wenig, wie man bislang aus dem politischen Berlin klar verständliche Fakten dazu bekam, warum man seit der Pleite von Lehman Bros. bis zum jetzigen Zeitpunkt die Wirtschaft nicht wieder ausreichend unter Kontrolle bekam, ohne dabei gleich in sozialistische Muster zu verfallen. Natürlich sieht man hier schon deutlich, wie heiß der Ritt auf dem Vulkan Europa seit jenen Tagen geworden ist aber es sollte noch viel, viel schlimmer kommen.

Bald sollte sich auch zeigen, dass nicht nur ein Großteil Europas in der Pleite feststeckt, sondern der Bankrott auch in den USA schon längst angekommen ist. Nun ging es darum, und hier spricht man vom Hauptthema der letzten Tage und Wochen, wie man die Verkündung des amerikanischen Staatsbankrotts zu mindestens noch auf einen Termin hinter die nächsten US-Wahlen verschoben bekommt und hier half nur die Anhebung der amerikanischen Schuldenobergrenze. Desto näher der Tag dieser Entscheidung rückte, desto klarer wurde auch, dass hier eigentlich wieder für die breite Masse mehr Probleme entstehen, als dass es angemessene Lösungen geben würde. Man kann so sehr deutlich erkennen, wie tief die Welt noch immer in der Krise steckt und das der Gesamtkollaps immer näher rückt Mit einem permanenten Anstieg der Armut, wie man ihn immer wieder erkennt, steigt auch die Unzufriedenheit in der Bevölkerung und dies führt am Ende des Tages zu immer mehr Instabilität, auch in der westlichen Welt. Ob der Kollaps noch zu vermeiden ist, ist sehr schwer zu sagen, allerdings sollte die Politik und auch die angesprochenen Teile der Medien darüber im Klaren sein, dass sich nun ganz schnell etwas ändern muss und die Optionen werden täglich weniger. Ansonsten könnte es ein blutiges und grausames Jahrtausend werden und genau vor diesem Szenario hat auch Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) immer wieder gewarnt und es wäre wohl das Beste für die Menschheit, wenn man irgendwann sagen könnte, dass er mit seinen Thesen daneben lag.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

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