fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

Ein paar Tage Winter…

15. Dezember 2010

… und schon kollabiert Deutschland erneut. Da fragt man sich, warum man aus dem letzten Winter so gar nichts gelernt hat. Der Winter hat gerade erst vor einigen Tagen begonnen und schon hört man wieder Meldungen, wie die das am Flughafen Berlin das Enteisungsmittel ausging und in Bereichen des Rheinlands jetzt schon wieder das Streugut zu Ende geht. Wenn man solche Nachrichten hört, gekoppelt mit denen über einen vermeintlichen Aufschwung, der das ganze Land besser da stehen lassen soll, fragt man sich natürlich, für wie dumm man die Einwohner der Bundesreplik Deutschland eigentlich verkaufen will. Die Fragen, die auch in diesem Winter aufkommen, sind die gleichen, wie auch schon im letzten Winter, nur das diesmal eine massive Ausrede fehlt und zwar die der Knappheit der finanziellen Mittel.  Versuchte man im Winter 2009 / 2010 noch manch weggefrorenes Loch in der Strasse auf die Krise zu schieben, funktioniert dies in Aufschwungzeiten natürlich nicht mehr.

Von der Kälte in die Kälte
Etwa vor einem Jahr wurde aus Kopenhagen Floppenhagen und man vertröstete die Welt auf Cancún in Mexiko im Jahr 2010 und verkaufte den dänischen Weltklimagipfel, als so etwas wie eine Aufwärmphase für das Treffen in Mexiko. Zur gleichen Zeit begann in Deutschland ein Winter der mächtig kalt, schneereich und lange andauern sollte, was natürlich zu diesem Zeitpunkt niemand wusste oder gar prognostizierte. Der Winter kam und er dauerte und dauerte, zum Ende hin wurde das Streusalz knapp und es gab ausreichend Diskussionen zum Thema, wer welche Räumpflichten hat und wer welche Haftungsrisiken tragen würde und all dies in Zeiten des angeblich so großen Klimawandels, der die Erde so warm werden lässt. Während diesem außergewöhnlichen Winter wurden allerdings auch Stimmen laut, die plötzlich nicht mehr von Erderwärmungen sprachen, was bei Dauerfrost natürlich auch wirklich schwer vermittelbar ist, sondern von einer aufkommenden neuen Eiszeit sprachen. So relativ kann Klima sein und manch ein Forscher, wie auch manch gut ausfinanziertes Forschungsprojekt, machte sich in diesen Tagen doch mehr als unglaubwürdig.

Aber die Jahreszeiten ändern sich und so kam dann auch der Frühling 2010, als er dann irgendwann einmal kam. Aber es blieb die meiste Zeit auch weiterhin nass und kalt. Dies störte die Front der Wetterfrösche aber nicht wirklich und sie prognostizierten, auf einen so harten Winter, einen extrem heißen und trockenen Sommer für Deutschland und sie sollten Recht behalten. Schon zur Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gab es einen grandiosen Sommer mit viel Hitze und damit den besten Voraussetzungen für ein Sommermärchen 2010. Gut, das fußballerisch aus diesem Märchen nichts wurde, ist hinlänglich bekannt und oft genug diskutiert worden aber auch der Sommer entwickelte sich ganz schnell zu einem riesigen, nasskalten Flop, der abermals jede Theorie einer nachhaltigen Erderwärmung für Deutschland zu Nichte machte. Sprach man in früheren Jahren schon einmal gerne von mediterranem Klima, welches Deutschland in den nächsten Jahren und Jahrzehnten drohen würde, verließ man bald diese nationale Ebene und verwies zum Beispiel auf die großen Torfbrände in der Nähe von Moskau. Eben ein ganz globaler Ansatz mit dem man hier von den Fehlprognosen ablenken wollte.

Der nächste Flop heißt Durban
Natürlich kann man so gut wie alles statistisch nachweisen, wenn man nur lange genug an den Faktoren feilt. Mal national, mal international, man könnte manchmal meinen, dass es nur um das Ergebnis Erderwärmung geht und wenn man sich im Notfall vor eine chinesische Garküche stellt, um eine Erwärmung auf diesem Planeten nachzuweisen. Die Feuer in der Umgebung von Moskau erloschen und auch in Deutschland kehrte der Herbst ein, allerdings muss man auch hier einräumen, dass es noch einige Zeit nach dem Ende des Sommers wirklich schöne und warme Tage gab. Allerdings kann man es auch so formulieren, dass es von diesem, mit Sicherheit als übelst zu bezeichneten Sommer, quasi auch direkt wieder in den nächsten Winter überging. Damit ist die aktuelle Saison 2010 / 2011 im Zusammenhang zum Winter erreicht und einem wird bald schon klar, dass es nicht besser anfängt, als der letzte Winter endete. Nun kann man diskutieren, warum man zum Winteranfang im konjunkturellen Aufschwung so miserable da steht und die zu Beginn erwähnten Probleme auftreten aber man kann auch schon einmal Panik bekommen, was alles noch kommt, wenn der Winter wieder so lange anhält.

Es ist keine Frage, dass das Klima im Moment massiv schwankt, dies sagt aber nichts darüber aus, wie es zu diesen Extremen kommt. Es wäre nur besser, wenn man anstatt ständig das Wetter so zu prognostizieren, wie es ins Konzept der Erderwärmungsfreunde passt, die letztendlich vielfach auch nur einem, wenn auch einem noch relativ neuem Geschäftskonzept folgen, einfach realitätsnaher arbeiten würde und so vielleicht ein wenig das Winterchaos entschärfen könnte. Fakt ist, dass der Wintereinbruch in diesem Jahr sehr flächendeckend, früh und vor allem bis in die tiefsten Lagen schneereich war. Ob dies tatsächlich auch den restlichen Winter 2010 / 2011 überall anhält, wird sich erst noch zeigen müssen. Sollte dem so sein, darf man wohl auf richtiges Chaos zählen. Sollte es allerdings doch wieder ein wärmerer Winter werden, werden ganz schnell die Experten aus dem Bereich der Wetterprognosen aus dem Winterschlaf erwachen und ihre immer gleichen, austauschbaren Statements abgeben, als wäre nie etwas gewesen. Diese Menschen sind es jetzt auch schon wieder, die den Flop von Cancún als die große Vorbereitung für Durban verkaufen, wo einer gewissen Logik folgend der nächste Flop wartet, den man dann auch wieder als große Vorbereitung für den Weltklimagipfel 2012 verkaufen wird.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Umwelt · Wirtschaft

Bis jetzt ohne Kommentar ↓

  • Bisher noch ohne Kommentar - Fang an und sag Deine Meinung

Schreib was dazu