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Die Wahrheit des Wortes

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Ein Jahr Barack Obama

4. November 2009

Nun ist es genau ein Jahr her, dass in den USA gewählt wurde und somit nun mit Barack Hussein Obama zum ersten Mal ein Schwarzer die Geschicke der USA in den Händen hält. Schon im Vorfeld ging es sehr häufig um seine Hautfarbe, wobei dies nichts sein sollte, was in einer wahren, freiheitlichen Demokratie Bedeutung hat aber hier war und ist eben einiges nicht ganz so normal. Man erinnere sich zurück an den harten Schlagabtausch, den sich die damaligen Konkurrenten John McCain von den Republikaner und der Demokrat Barack Obama lieferten. Man erinnere sich an die Hetze gegen George W. Bush, die sich über Monate durch die Medien zog und Obama erst zu dem machte, was er heute ist. Denn es gibt viele Stimmen die behaupten, dass Obama ohne seinen Vorgänger Bush, nicht den Hauch einer Chance gehabt hätte ins Weiße Haus einzuziehen. Aber all dies ist mittlerweile Geschichte.

Ein wahrer Weltführer
Seit Januar diesen Jahres amtiert Barack Obama nun als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und man sollte meinen, dass man heute in einer besseren Welt lebt, schließlich hatte man den Dämon George W. Bush samt seinem gewünschten Nachfolger John McCain, zurück in die vermeintliche Hölle geschickt, wo sie her stammen mussten, wenn man manch Medienvertreter Glauben schenken wollte. Die gute Seite der Macht hatte gewonnen. Der Messias, der Heilsbringer hatte gewonnen. Endlich sollte der Weltfrieden kommen und alles würde in einer Welt frei von Atomwaffen wunderbar werden. Eines muss man diesem Mann und vor allem seinem Stab lassen, es sind riesige PR-Strategen, denn jedem normal denkenden Menschen hätte schon während des Wahlkampfs auffallen müssen, dass nicht nur die Auflösung des Gefangenenlagers Guantanamo binnen eines Jahres nicht machbar ist. Aber die meisten ließen sich blenden und werden nun Stück für Stück von der harten Realität eingeholt.

Wer nun aber glaubt, dass die große Obama-Show mit seiner Wahl vorbei sei, hat sich getäuscht, denn es geht lustig und munter in der bekannten Art und Weise weiter. So reiste er durch Europa und Teile der arabischen Welt, um sich medienwirksam irgendwie mit allen und jedem zu verbrüdern. Ein wahrer Weltführer den man hier erleben konnte. Nun kennt man sich in Deutschland mit dem Thema Führer besser aus als in den USA und ist natürlich auch umso erschrockener, wenn Barack Obama mit Adolf Hitler verglichen wird aber in den USA zählt auch diese Zeit einfach zu dem großen Topf der Geschichte und außerdem ist Europa irgendwie auch ziemlich weit weg, wenn man manche Menschen in dieser globalisierten Welt reden hört. Der Vergleich Obama mit Hitler taucht auch immer wieder gerne auf, wenn es um die Reform des Gesundheitswesens in den USA geht und auch hier sprechen wir von einem dieser grandiosen Versprechen in denen sich auch ein Jahr nach seiner Wahl im Verhältnis gesehen relativ wenig getan hat.

Wenn Bono schweigt
Genau dieses ständige Scheitern ist es auch, was Obama Rückhalt in der Gesellschaft kostet, denn da seine Politik bei weitem noch immer nicht das hält, was er alles so versprochen hatte, findet man in den heutigen Tagen schon Umfragen die belegen, dass er in der Bevölkerung keine Mehrheit mehr hinter sich vereinigt bekommt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass seine Zustimmung allerdings niemals so stark war, wie sie oftmals von den Medien dargestellt wurde. Auch im Bereich der Wirtschaft, wo es natürlich in der Hauptsache um die Bekämpfung der Folgen der Weltwirtschaftskrise aber auch um die Bekämpfung ihrer Ursachen ging, hat er noch nicht einmal im Ansatz große Erfolge, geschweige denn Nachhaltigkeit vorzuweisen. Spannend ist es in diesem Kontext auch, dass es um viele seiner großen Unterstützer, wie zum Beispiel Bono Vox von U2, doch sehr ruhig geworden ist in letzter Zeit. Dies kann natürlich auch noch mit einem weiteren Thema des Versagens zusammenhängen, denn auch als Oberbefehlshaber hatten wohl viele Menschen etwas anderes von Obama erwartet.

Barack Obama entwickelt sich mehr und mehr zu einem Friedensengel ohne Flügel, wobei sich hier scheinbar auch ein ganz neuer Weg auf dieser Welt durchsetzen soll. Denn es scheint auf einmal richtige und wichtige Kriege, wie zum Beispiel den in Afghanistan, zu geben, wo es mittlerweile kaum noch Protest gibt, wenn die USA und damit namentlich Obama immer mehr Streitkräfte in die Region schicken. Das man diesen Weg Obamas, den Weg eines vermeintlich gerechten Krieges auch auf großer internationaler Bühne unterstützen möchte, zeigte nicht zuletzt gerade erst das Nobelpreiskomitee, welches ihm den Friedensnobelpreis zusprach, den er natürlich in Skandinavien persönlich entgegen nehmen wird. Das war es dann aber auch für ihn mit den Besuchen in diesem nordischen Teil Europas, denn zum Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember wird er wohl nicht erscheinen, denn scheinbar hat er für dort nichts zu bieten, da der Widerstand aus der heimischen Wirtschaft zu massiv ist und er sich diesem Gesichtsverlust wohl nicht stellen möchte. Allein die hier aufgezeigten Misserfolge, die seitdem Tag seiner Wahl seinen Weg pflastern, zeigen wie angebracht die Skepsis unserer Redaktion gegenüber diesem Mann war und mit einer gewissen Zufriedenheit merken wir, dass immer mehr Menschen dies langsam auch realisieren.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

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