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Die Wahrheit des Wortes

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Ein fragwürdiges Comeback

5. Oktober 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die Welt versinkt im Chaos und da ist das Ergebnis der Bundestagswahl nur ein kleines Beispiel, wie auch das schreckliche Massaker von Las Vegas zeigte. Veränderungen klopfen überall an die Tür, wie man in diesen Tagen in Spanien erleben kann. Es ist eine Zeit, in der es gilt behutsam vorzugehen. Im politischen Deutschland scheint dies nicht gewünscht zu sein, wenn man sich anschaut, wie gerade erst der Tag der Deutschen Einheit missbraucht wurde, um die Spaltung im Land weiter zu vergrößern. Was für ein Zynismus an einem solchen Tag aber dies passt ins Bild der Gescheiterten, die sich dort wieder vor allem selber feierten. Gescheitert war vor gar nicht allzu langer Zeit auch die FDP und zwar massiv. Die Menschen in Deutschland hatten deutlich ihre Ablehnung gegenüber den Liberalen gezeigt und sie so 2013 aus dem Bundestag verbannt. Sowas geschieht natürlich nicht ohne Grund. Wie auch bei den anderen Altparteien, welche immer mehr verlieren, sind es eben die Inhalte, welche diese Parteien für immer mehr Menschen uninteressant machen. Nun würde man in der Regel davon ausgehen, dass es einen großen Politikwechsel geben würde, damit die Interessen des Volkes wieder in den Fokus rücken. Dieser wichtige Schritt bleibt allerdings aus und man versucht zum Teil nun ganz neue Wege zu gehen, wie eben auch die FDP beweist.

Nur ein neues Gesicht
Der Abwärtstrend der FDP ist zu mindestens zu einem gewissen Teil gestoppt, denn immerhin schafften sie das umgehende Comeback in den Bundestag und zwar auf dem vierten Platz, direkt hinter der Alternative für Deutschland (AfD). Wie man weiß, reichte dieses Ergebnis allerdings nicht dafür aus, in die Koalition zurückzukehren, welche die Partei zuletzt mit in den Abgrund riss. An dieser Stelle beginnen nun auch die Probleme. Hat man es gerade erst geschafft, einfach nur mit einem neuen Gesicht, die Rückkehr zu vollziehen, steht Christian Lindner (FDP) nun vor einer Aufgabe, die eigentlich nicht zu bewältigen ist. Politisch hat sich bei den Liberalen kaum etwas verändert, warum man auch von einem fragwürdigen Comeback sprechen muss. Dieses begann übrigens schon in Nordrhein-Westfalen und genau dort konnte man die Blaupause für den Bund erkennen. Lindner (FDP), der auch dort schon seinen Kopf für die Rückkehr hinhielt, um kurz danach nach Berlin zu wechseln, zierte sich in Düsseldorf nach der Wahl, was eine Koalition mit der CDU anging und kurze Zeit später war man schon wieder ein glückliches Paar. Genau diese Art ist es, welche die Wähler nicht wollen, von daher wird es spannend zu sehen sein, wie nachhaltig dieses Comeback tatsächlich werden wird und da sind die Entscheidung, welche nun bevorstehen, sehr wichtig für. Wo sich alles hinbewegt, wird man natürlich erst nach der Wahl in Niedersachsen sehen, ein weiterer Schachzug der Dauermachthaber und ihrer Helfershelfer, der nicht für mehr Zustimmung sorgen wird.

Eine neue Runde im politischen Ausverkauf
Die Bundestagswahl hat ein ganz deutliches Zeichen gesetzt, dass man darauf offensichtlich wieder nicht reagieren möchte, zeigt mit welchem hohen Maß an arroganter Ignoranz gegen die Wähler vorgegangen wird. Nachdem Martin Schulz (SPD) für seine Partei verkündet hatte, dass man auf die Regierung verzichtet und dafür lieber die AfD in der Opposition blocken möchte, was ein großer Dienst für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war, blieb nur noch eine Option für den Machterhalt der Rautenkönigin. Sie kann ihre Macht nur sichern, wenn die Union mit der FDP und den Grünen in eine Koalition gehen. Genau diese Konstellation ist allerdings gar nicht möglich, wenn man es realistisch betrachtet. Somit gibt es nun nur die Möglichkeit, dass man wieder die Wähler verrät, was selbstverständlich nicht nur für die FDP gilt aber sie wieder ganz schnell zurück ins Abseits befördern könnte. Aktuell sieht es wieder genau so aus, wie man es zuletzt eben in NRW hatte. All dies nun auf die Bundesebene zu ziehen, ist fatal. Natürlich kann man davon ausgehen, dass schon fleißig an Ausreden gearbeitet wird, warum die Wahlversprechen auch diesmal wieder der Machtgier weichen müssen, man sollte nur gewarnt sein, welche Konsequenzen dies für die nächsten Wahlen haben wird. Eine Ahnung haben alle Verantwortlichen wohl schon, nicht umsonst wartet man die Zeichen von Hannover ab. Es zeigt sich unterm Strich einfach, wie verfahren die Situation aktuell ist und die Verantwortung dafür liegt ganz eindeutig bei der Politik und damit auch wieder bei der FDP.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Politik

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