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Die Wahrheit des Wortes

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Die WM 2010 in Südafrika

11. Juni 2010

Nach soviel Kritik in dieser Woche, die sich natürlich vor allem gegen die Politik, die in Deutschland gemacht wird, gerichtet hat, gibt es zum Wochenabschluss noch einmal etwas Positiveres zu berichten. Heute startet mit dem Auftaktspiel zwischen dem Gastgeberland Südafrika und Mexiko die erste Fußballweltmeisterschaft in Afrika und dies ist natürlich ein herausragendes Ereignis. Thorsten Hülsberg, der auch die hauptverantwortliche Person hinter dieser journalistischen Internetplattform ist, hat auch eine Vorliebe für Fußball, wobei er auch diesen gewohnt kritisch sieht, wie auch hier schon häufiger zu lesen war. Anlässlich dieses großen Fußballevents beschloss Hülsberg nun ein eigenes Blog zum Thema Fußball ins Leben zu rufen und so ist seit einigen Tagen `Der BALLacker` im Netz, wo man alles zum Thema Fußball und damit natürlich auch zur WM 2010 findet.

Von Südafrika bis Pakistan
Gewohnt hintergründig, allerdings mit ein bisschen weniger Kritik als hier und dafür mit einem größeren Anteil an Humor beschreibt der Journalist und Künstler Thorsten Hülsberg auf diesem Blog seine ganz eigene Fußballwelt. In Bezug auf das in einigen Stunden startende große Turnier bedeutet dies, dass man hier natürlich alle Spiele, Tore, Punkte und Tabellen findet aber auch ausführliche Beschreibungen der neun Spielstädte und zehn Spielstätten. Außerdem stellt Hülsberg natürlich die teilnehmenden Länder im einzelnen vor und berichtet über die Spiele. Die Fußball-WM 2010 wird wohl wieder eine spannende Weltmeisterschaft werden und dies gilt nicht nur im Bezug auf den Sport, denn natürlich ist auch dieses Event mittlerweile in der globalisierten Welt des Raubtierkapitalismus angekommen und dies wirft auch weltweite Probleme auf. Nehmen wir Pakistan, wo noch die meisten aller weltweit vertriebenen, handgenähten Fußbälle hergestellt werden und dies oftmals unter menschenunwürdigen Bedingungen. Hier ist das große Probleme, dass immer mehr Arbeit nach China abwandert, weil man dort noch einmal etwas preiswerte produzieren kann.

Der sportliche Wettkampf rückt bei alldem natürlich immer weiter in den Hintergrund und der Einfluss der großen Konzerne nimmt ständig zu. Was man ganz allgemein immer so nett als Kommerzialisierung bezeichnet, ist natürlich in einer gewissen Art und Weise auch ein großer Schritt weg vom sportlichen Kampf und man hat manchmal das Gefühl, dass hier die Schlachten der Konzerne und nicht mehr die der Mannschaften ausgetragen werden, was natürlich in aller erster Linie auch sehr traurig für die Fans ist. In der Spitze geht es dann sogar soweit, dass ganze Spiele nicht mehr nur von Sponsorengeldern bestimmt werden, die durch ungleiche Budgets natürlich auch zu einem ungleichen Kräfteverhältnis führen, sondern von der Wettmafia komplett verschoben werden. Diese Gerüchte kursieren nun leider auch schon seit Wochen im Kontext der Fußball-WM, was einem schon ein wenig den Spaß rauben kann, wenn man sich bei vielen Situationen fragen muss, war es jetzt wirklich schlechter Fußball oder der Einfluss Dritter?

Südafrika das Musterland?
Die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika findet, wie zu Beginn schon erwähnt, zum ersten Mal in Afrika statt und manchmal hat man das Gefühl gerade auch in Südafrika ein Musterland der heutigen Zeit gefunden zu haben. Die Republik Südafrika, wie es ganz genau heißt, hat eine Fläche von circa 1,2 Millionen Quadratkilometern, was mehr als das dreifache des Bundesgebietes ausmacht. Hier leben 50 Millionen Menschen und das Land verfügt über große Bodenschätze, wie zum Beispiel die weltberühmten Diamanten aber auch Platin und ähnliches. Es ist das erfolgreichste Land auf diesem Kontinent und verfügt über die größte Börse Afrikas. Vor gut 20 Jahren endete dann auch noch die Apartheid, die unzählige Menschen so sehr leiden ließ. Es klingt alles wie ein großes, traumhaftes Märchen unserer modernen Zeit aber es gibt auch andere Realitäten und die zeigen kein gutes Bild. Denn in Südafrika gibt es so gut wie keine Mittelschicht, sondern eine strickte Trennung zwischen Armut und Reichtum, so dass manche schon von einer Art wirtschaftlicher Apartheid sprechen.

Hier ist es, dieses Zeichen, was irgendwie für unsere Zeit spricht. Man meint in vielen Ländern dieser Welt große Freiheiten erreicht zu haben, weil man politische Systeme besiegt und stellt nun mehr und mehr fest, dass dadurch nur der Weg frei gemacht wurde für die unkontrollierte Allmacht des Kapitals. Auch in Deutschland wirken scheinbar ganz gewisse Kräfte daraufhin den Mittelstand zu vernichten und die Schere zwischen den Armen und den Reichen immer weiter auseinandergehen zu lassen. Es sieht so aus, als wolle man eine Welt schaffen in der einige Wenige die Massen ohne Rücksicht auf Würde, Ethik und Moral für ihren Reichtum knechten lassen. Ein traurige Zahl aber noch aus Südafrika, hier werden täglich um die 50 Menschen ermordet und auch dies scheint ein Zeichen dieser Verhältnisse zu sein. Gerade in den großen Metropolen kann man es sehr deutlich erkennen, die Reichen verbarrikadieren sich hinter hohen Mauern, bewacht von Wachschutzunternehmen, während die Armen draußen vor der Stadt in den Townships vegetieren müssen. Dies kann wohl kaum eine Blaupause für die weltweite Zukunft sein.

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Kategorie: Gesellschaft · Politik · Sport · Wirtschaft

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