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Die Wahrheit des Wortes

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Die Wahrheit über den Terror

31. März 2010

In dieser Woche kochte das Thema Terror erneut hoch. Der traurige Anlass für diese Tatsache waren die beiden blutigen Attentate auf die Metro der russischen Hauptstadt Moskau. Bei diesen feigen Anschlägen starben fast 40 Menschen und um die 70 Personen wurden verletzt. Es geschah am Montagmorgen genau zur Hauptverkehrszeit, dass in der Metropole, in der fast 11 Millionen Menschen leben, von denen 9 Millionen täglich die Metro nutzen, in zwei Metrozügen in der Innenstadt bei der Einfahrt in den Bahnhof Lubjanka bzw. Park Kulturi Bomben detonierten. Wie zentral diese Anschlagsziele gelagert sind, zeigt das zwischen den beiden Stationen der Kreml liegt und auch der weltberühmte Gorki Park ganz in der Nähe ist. Ein weiteres brisantes Detail ist, dass der russische Inlandsgeheimdienst FSB seinen Sitz direkt an der Lubjanka hat und man so natürlich direkt zu einem spannenden Thema gelangt und zwar dazu, wo die Wahrheit hinter dem weltweiten Terrorismus zu suchen ist.

Geheimdienste und der internationale Terrorismus
Wenn man in der heutigen Zeit von Terrorismus spricht, haben wohl die meisten Menschen die schrecklichen Attentate vom 11. September 2001 in den USA vor Augen. Der eigentliche Beginn dieses vermeintlichen, islamischen Terrorismus ereignete sich allerdings schon fast taggenau zwei Jahre zuvor eben in Moskau, wo der Terror auch aktuell wieder große Schlagzeilen macht. Wie die USA 911 dazu nutzten um Afghanistan anzugreifen, nutzten die Russen die damaligen Ereignisse für den zweiten Tschetschenienkrieg. Man sieht natürlich schon, dass internationaler Terror auch immer wieder zu Kriegen führt. Da Kriege gerade auch wirtschaftspolitisch ein nicht uninteressantes Mittel sind, stellt sich natürlich auch die Frage, wer von diesem Terror eigentlich in welcher Art partizipiert. Nicht umsonst gibt es auch immer wieder Thesen darüber, dass die verschiedensten, internationalen Geheimdienste in Terrorakte eingebunden sind. Im aktuellen Fall des Anschlags in Moskau, schlossen auch einige deutsche Experten eine Beteiligung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB direkt aus und machten dies an der Nähe des Anschlagsortes zum Sitz des FSB an der Lubjanka fest.

Genau eine solch oberflächliche Betrachtungsweise schürt dann natürlich auch wieder Spekulationen. Denn bei der Menge des hier verwendeten Sprengstoffs und der Bestückung der Bomben mit diversen kleinen Metallteilen, die bei der Detonation wie Geschosse wirken, kann man davon ausgehen, dass ein massiver Schaden an Gebäuden gar nicht geplant war. Das Hauptziel dieser Attentate war es möglichst viele Menschen zu verletzen bzw. zu töten. Legt man dies zu Grunde kann der Täterkreis überall liegen, auch beim FSB. Wenn kurz nach den Attentaten schon der Nordkaukasus als Herd dieser Art des Terrors klar ausgemacht wird und der russische Kremlchef Dmitrij Medwedjew schon kurz danach von Bestien die es zu vernichten gilt, spricht, lässt auch dies wieder viel Raum für Spekulationen. Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es Terror aus dem Nordkaukasus gibt. Genau so ist es ein Fakt, dass internationaler Terror auch immer wieder seine Wurzeln in Afghanistan hat, es bleibt aber auch festzuhalten, dass die westlichen Industriestaaten durch all den Terror und den folgenden Kriegen gute Geschäfte machen.

Die Weltpolitik und die Rüstungsindustrie
Dieses perfide Zusammenspiel von Terrorismus und daraus resultierenden Kriegen nutz auch den großen politischen Führern dieser Erde etwas. So kann man in den Kriegsgebieten, wie zum Beispiel dem Irak, hervorragend Einfluss auf die Verteilung der Rohstoffe nehmen und natürlich in den jeweiligen Staaten auch versuchen sein Verständnis von Demokratie und Gerechtigkeit durchzusetzen. Sieht man von diesen politischen Fakten einmal ab, gibt es allerdings auch noch ein ganz schlichtes wirtschaftliches Interesse am Krieg selbst, denn nicht umsonst ist die Rüstungsindustrie einer der Boommärkte weltweit. Das Ende des Kalten Krieges hätte nun auch das Ende dieses lukrativen Wirtschaftszweiges bedeuten können. Keine Bedrohung, kein Krieg, keine Rüstungsindustrie. Da dürfte das was sich im Moment an Kriegsanlässen vom Nordkaukasus über den Iran bis hin nach Nordkorea ergeben könnte, dem ein oder anderen Staat und natürlich den Großunternehmen der Rüstungsindustrie sehr entgegenkommen. Ganz zu schweigen davon, dass Krieg in den allermeisten Fällen eine völlig zerstörte Infrastruktur hinterlässt, die danach erst einmal wiederaufgebaut werden muss, was natürlich auch wieder ein riesiges Geschäftsfeld darstellt.

Es ist unbestritten das Terror auch immer die Waffe des Schwächeren ist, um den größeren anzugreifen, denn es gibt auch kaum eine andere Möglichkeit für diese Minderheiten in einen bewaffnet Kampf zu ziehen. Nichts rechtfertigt Gewalt, auch dies gilt es festzuhalten aber es gibt auch nichts was Dummheit rechtfertigt und es ist schon nett mit anzusehen, wie der Mensch, der gerade erst für seinen blutigen Antiterrorkampf in Afghanistan mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, Dmitrij Medwedjew direkt seine Hilfe zusagt. Vielleicht sehen wir hier einen weiteren Versuch der westlichen Welt Einfluss auf die geopolitisch gar nicht so uninteressante Region des Kaukasus zu nehmen. All die Attentate von 911 bis zum den aktuellen Terroranschlägen in Moskau haben etwas gemeinsam, es bleibt vieles ein großes Geheimnis und wer kennt sich wohl mit Geheimnissen besser aus, als die Geheimdienste dieser Welt?  Man sieht es gibt sie nicht, die Wahrheit über den Terror, viel mehr sind es wohl verschieden Wahrheiten die eine Rolle spielen aber vor allem ist eine Wahrheit, dass der Terror unzählige unschuldige Menschenleben fordert. Genau dieser Aspekt ist es auch, den man am Ende des Tages durch nichts rechtfertigen kann.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

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