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Die Wahrheit des Wortes

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Die nächsten Treffer gegen Barack Obama

7. April 2010

Und wieder steht US-Präsident Barack Obama unter schwerem Beschuss. Konnte er noch zuletzt mit seiner Gesundheitsreform einen innenpolitischen Erfolg feiern, sieht es in diesen Tagen, gerade auch außenpolitisch, ganz, ganz düster aus. Denn der afghanische Regierungschef Hamid Karzai will nun auch innenpolitisch punkten und tut dies damit, dass er die Stammesfürsten massiv unterstützt und damit gegen die NATO und Barack Obama kämpft. Man sieht von der Ankündigung des schnellen Sieges, des Friedensnobelpreisträgers Obama, scheint auch hier wenig übrig zu bleiben. All dies dürfte auch ein Problem für die Bundeswehr werden, vor allem auch dadurch forciert, dass die Stimmen immer lauter werden, die von mangelnder Ausrüstung und doch erheblichen Materialdefiziten sprechen. Man sieht sehr deutlich, dass auch unter Barack Obama der Afghanistankrieg mehr und mehr zu einem Desaster für die westliche Welt wird.

Wer trägt die Schuld?
Während man in Deutschland noch immer um die drei am Karfreitag gefallenen Soldaten trauert, wird natürlich auch die Schuldfrage immer klarer definiert. Immer mehr Stimmen werden laut, die ganz offen davon sprechen, dass die Ausbildung der Soldaten für einen Kampfeinsatz in Afghanistan nicht ausreichend sei, dies galt wohl auch für die getöteten Soldaten vom Karfreitag. Ebenso sieht es beim Material aus, was schon seit längerem bemängelt wird. So mussten die verwundeten und toten Soldaten unter schwerem Beschuss von US-Hubschraubern ausgeflogen werden, da die Bundeswehr in Afghanistan gar nicht über Kampfhubschrauber verfügt und mit der Anforderung von Luftunterstützung durch Kampfjets tut man sich seitdem folgenschweren Luftschlag gegen zwei Tanklastzüge im Herbst letzten Jahres, der aktuell auch noch vorm Untersuchungsausschuss ein Thema ist, auch sehr schwer. Mann kann doch deutlich erkennen, wie unzufriedenstellend die Situation gerade auch aus deutscher Sicht ist.

All dies scheint vor allem auch ein finanzielles Problem zu sein und hier kommen natürlich einige Fragen auf. Deutschland hilft an so vielen Ecken dieser Welt, von Haiti bis hin zur Unterstützung eines Gemeindehauses in L´Aquila in Italien, wo genau vor einem Jahr die Erde bebte und 308 Menschen ihr Leben verloren. Natürlich sind all diese Engagements sehr wichtig aber noch wichtiger ist es, dass die Soldaten, die am Hindukusch die deutsche Sicherheit verteidigen, dazu auch finanziell in der Lage sein müssen, womit die Prioritätenlage hier recht eindeutig erscheint. Wenn es der Bundesregierung ein solch großes Anliegen ist, dem Weg Obamas in Afghanistan zu folgen, dann aber auch mit den passenden Geldern für das deutsche Militär. Ein Krieg fordert immer Opfer und das wird in Afghanistan auch immer mehr eine Realität für deutsche Soldaten aber wenn man es verhindern oder besser gesagt einschränken kann, muss eine ausreichende Finanzierung auch ganz oben auf der Agenda stehen, andernfalls wird der Unmut in der Truppe noch größer werden, was natürlich bei der geschilderten Situation auch mehr als nachvollziehbar ist.

Eine Welt frei von Atomwaffen?
Barack Obama möchte mit noch mehr Gewalt, Tod und Krieg für Frieden in der Region sorgen. Hier stößt er nun allerdings auf Widerstand von Hamid Karzai, dieser möchte den Stammesfürsten nun die Wahl lassen, ob ihre Gebiete von den USA angegriffen werden oder nicht. Karzai ging sogar soweit, dass er angeblich damit drohte selber zum Taliban zu werden. Man sieht sehr deutlich, wie schwer die Pläne des aktuellen Friedensnobelpreisträgers umzusetzen sein werden. Obama äußerte sich erst einmal nicht zu alldem, sondern eröffnete am Wochenende lieber die Baseballsaison in der Major League Baseball (MLB) mit einer miserablen sportlichen Leistung. Man kann hier nur hoffen, dass dies kein Omen für seine Politik war. Denn man muss sich überlegen, dass trotz der Gesundheitsreform, die die USA noch einmal gut eine Billionen US-Dollar kosten wird, bislang die Handlungen zu all seinen Ankündigungen meistens ausblieben oder verschwindend gering ausfielen. Genau dieser Punkt erklärt natürlich auch, warum sich immer mehr Menschen von seiner Politik abwenden und da helfen auch die immer wiederkehrenden Schaueinladungen nicht mehr.

Ein anderes Zeichen seines politischen Versagens, waren seine Aussage zu einer Welt frei von Atomwaffen, denn in dieser Woche bewies er, wie relativ er all dies meint. Wenn man sich dann auch noch vor Augen hält, dass auch in seinem Denken Atomwaffen scheinbar eine nicht gerade kleine Rolle spielen, fragt man sich einmal mehr, wie gerechtfertigt es war ihm den Friedensnobelpreis zu überreichen. Begann seine politische Karriere noch sehr steil, scheint er langsam auf einen Treppenlift zum weiteren vorankommen angewiesen zu sein und das nach gerade einmal etwas mehr als einem Jahr im Amt. Aus deutscher Sicht sollte man vielleicht einiges, was diesen US-Präsidenten angeht, noch einmal genau überdenken und sich dabei vor Augen halten, dass es auch um die Belange Deutschlands gehen muss. Wenn Hamid Karzai es nun mit seinen Aussagen zur großen Sommeroffensive ernst gemeint hat und es ihm nicht nur um einen kleinen, kurzfristigen innenpolitischen Punktsieg ging, kann man davon überzeugt sein, dass auch die Gefahr für alle am Afghanistaneinsatz beteiligten Soldaten, also auch für die deutschen Soldaten, noch einmal sehr viel größer wird.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Politik

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